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Sentient Horror - Morbid Realms

Sentient Horror - Morbid Realms
Stil: Death Metal
VÖ: 29. November 2019
Zeit: 41:38
Label: Testimony Records
Homepage: www.facebook.com/sentienthorrorofficial

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Die Flut an reaktionären Death-Metal-Bands, die sich vorwiegend am Treiben ihrer skandinavischen Kollegen Mitte der 1990er orientieren, will einfach nicht abebben. Mitten drin in dieser Flut schwimmen Sentient Horror aus New Jersey. Mit Morbid Realms - einem Titel, bei dem man sich glatt wundern muss, dass er überhaupt noch frei war - legen sie ihr zweites Studioalbum vor... und ziehen dabei alle Register. Wirklich wahr! Was der geneigte Genre-Fan hier serviert bekommt, ist an Inbrunst, Überzeugung und handwerklicher Klasse schwer zu toppen. Im Sog von Entombed, Dismember, Grave und Co haben Sentient Horror das Rad sicherlich nicht neu erfunden, dafür aber mit neuen Eisen beschlagen und seine verrotteten Speichen ausgetauscht. Soll heißen: diese Scheibe läuft absolut rund!

Gleich der Opener und längste Album-Song "Call Of Ancient Gods" zeigt die Stärken der drei Musiker, wenn sie völlig mühelos rohe Brutalität, technisch anspruchsvolle Arrangements und atmosphärische Melodien in ein und demselben Grab verscharren. Zwar agieren Sentient Horror gerne auf hohem Geschwindigkeits-Level, dazwischen wird aber immer wieder die Taktung zu Gunsten groovender Mosh-Parts oder rockender Einsprengsel herunter gefahren. "Bound To Madness" hat die Durchschlagskraft einer Bazooka und "Obsessive Killing Disorder" verneigt sich mit seinem galoppierenden Rhythmus offenbar vor alten Unleashed-Platten. Zwar fehlt es dem Album in seinem Mittelfeld an heraus stechendem Material, dafür warten Sentient Horror im Finale mit zwei großkalibrigen Geschossen auf, welche sich zu künftigen Band-Klassikern entwickeln könnten: der Titeltrack "Morbid Realms" türmt sich aus atmosphärischem Midtempo immer höher auf und setzt nach einem superbem Gitarrensolo all die angestaute Energie in einem inbrünstigen Schrei und einer abschließender Blast-Attacke frei. Schließlich hat der Rausschmeißer "Cemetary Slaughter" tatsächlich so etwas wie Ohrwurmqualitäten und bläst die letzten Reste Schmalz aus den Lauschern des Konsumenten.

Nach gut 40-minütiger Abrissarbeit kann man Sentient Horror attestieren, mit Morbid Realms alles richtig gemacht zu haben. Schließlich wurde für einen authentischen Klang kein geringerer als Dan Swanö verpflichtet! Auch das Cover-Artwork ist ein echter Hingucker geworden und passt wie die Faust aufs Auge eines Albums, welches das Zeug zum Genre-Klassiker besessen hätte, wäre es nur vor 25 Jahren schon erschienen.

Dagger

5 von 6 Punkten

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