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Manticora - To Kill To Live To Kill

Manticora - To Kill To Live To Kill
Stil: Progressive Power Metal
VÖ: 03. August 2018
Zeit: 69:58
Label: Vicisolum Productions
Homepage: www.manticora.dk
MySpace: www.myspace.com/manticorarocks

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Satte acht Jahre nach ihrem letzten Streich Safe bringen die dänischen Metalheads von Manticora nun endlich das neue Album To Kill To Live To Kill an den Start. Hierbei handelt es sich nicht nur um ein Konzeptalbum zu einer Horrorstory, die von Sänger Lars F. Larsen geschrieben wurde, es ist auch der erste von zwei Teilen, die mit einem Jahr Abstand erscheinen sollen. Nicht schlecht! Da weiß der geneigte Fan wenigstens, dass er nach solch einer langen Durststrecke nicht wieder acht Jahre bis zum nächsten Lebenszeichen warten muss. Außerdem hat sich das Warten gelohnt, soviel schon mal vorab!

Wer die Dänen kennt, wird wissen, dass es alles andere als einfach ist, die Truppe zu klassifizieren. Der hoch-progressive Mix aus Power und Thrash Metal mit einem kleinen bisschen Melodic Death dabei ist nicht immer leicht verdaulich, sorgt aber für ein großes Maß an Wiedererkennungswert. Als Intro haben sich Maticora das "Piano Concerto 1 - B Flat Minor" von Herrn Tchaikovski geliehen, dessen Dramatik sogleich von "Echoes Of A Silent Scream" aufgegriffen wird, wenn die Band wie ein wildes Wolfsrudel auf den Hörer los prescht. Da treffen brachiale Death-Riffs auf Groove und feinste Gitarrenarbeit. Auch die folgende Nummer "Through The Eyes Of A Killer - Towering Over You" macht keine Gefangen und entfesselt ungeahnte Energien. Wo Sänger Lars F. Larsen mit seiner Kopfstimme und dem teils recht komplizierten Gesangsstil wohl weiterhin Geschmackssache sein wird, muss man im Gitarren-Duo Kristian Larsen und Stefan Johansson die unbestreitbare Speerspitze von Manticora sehen. Diese Herren scheinen auf To Kill To Live To Kill aus einem scheinbar endlosen Fundus an Riffs und Melodien zu schöpfen, während sie sich als begeisterte Saitenhexer eins uns andere Mal selbst übertreffen. Zwischen Harmonie und blankem Wahnsinn liegt da oft nur ein schmaler Grat, wie das instrumentale "The Devil In Lisbon" beeindruckend unter Beweis stellt. Für schräge Töne sorgt schließlich das neunminütige Epos "Growth" mit seinen beschwörenden Chören. Eine schwere Pianomelodie, gesprochene Passagen und melancholischer Gesang machen "Nothing Lasts Forever" zur einzigen balladesken Nummer des Albums. Zum Ausgleich stehen mit "Katana - Opium" und "Through The Eyes Of A Killer - Revival Of The Muse That Is Violence" zwei thrashige Nackenbrecher zum Abräumen bereit. Wieder sind es die ausladenden Gitarrenduelle, die einem die Kinnlade runterklappen lassen, während vom Synthesizer die passende Atmosphäre kommt. Ganz großes Klangkino!
Abgerundet wird das feine Paket durch die gewaltige Produktion, die Herr Hansen in seinen Hansen Studios dem Material regelrecht auf Maß geschneidert hat, sowie ein stimmiges Artwork. Comeback geglückt, aber sowas von!

Dagger

5 von 6 Punkten

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