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Magnum - Brand New Morning

Magnum - Brand New Morning
Stil: Hard Rock
VÖ: 30. August 2004
Zeit: 55:25
Label: Steamhammer
Homepage: www.magnumonline.co.uk

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Magnum melden sich zurück! Nach dem Herzinfarkt von Gitarrist und Songschreiber Tony Clarkin vor zwei Jahren, der den Auftritt der legendären Hardrocker auf dem Bang Your Head! 2002 leider zunichte machte und viele Fans in Angst um ihn und die Band versetzte, legen sie mit Brand New Morning ihr zweites Album nach der Reunion vor.

Im Vergleich zum Reunion-Album Breath Of Life wurden die Keyboard-Anteile etwas hochgefahren, ohne jedoch aufdringlich zu wirken oder die Lieder zu arg zu dominieren. Die modernen Einflüsse, die auf Breath Of Life vorhanden waren und dort etwas deplatziert wirkten, sind fast vollständig verschwunden und so sind neun neue Magnum-Klassiker entstanden.

Schon die ersten Takte des Titeltrackes lassen das Herz höher schlagen. Ja, das ist definitiv Magnum! Die gefühlvollen, simpel anmutenden Gitarrenmelodien von Clarkin, die Stimme von Sänger Bob Catley, die zu den markantesten und besten im gesamten Rockgeschäft zählen dürfte, Mark Stanways geniale Keyboards... oh, wie schön ist Panama! Wobei natürlich auch gesagt werden muss, dass sich Bassist Al Barrow und Harry James am Schlagzeug so nahtlos ins Magnum-Line-Up einfügen, als wären sie immer schon dabei gewesen. Mir gefällt Harrys Schlagzeugspiel sogar noch einen Tick besser als das von Mickey Barker, weil es präziser wirkt.
Beim zweiten Lied "It's Time To Come Together" fallen die großen Keyboard-Anteile erstmals richtig auf. Es ist ein fröhliches Stück Rockmusik zum Mitwippen.
"We All Run" ist ein sehr herausragendes Stück und ein definitiver Anspieltipp. Es hat einen toll gestalteten Refrain, den man schier nicht mehr aus dem Kopf bekommt.
Mit "The Blue And The Grey" hat man eine typische entspannte Magnum-Ballade vor sich, bei der Catleys Stimme in einem großartigen mehrstimmigen Chorus eingebaut wird. Es ist eines der prägenden Elemente bei Magnum, die mir so gut gefallen. Zitat: "This songs will bring you home." Genau!
"I'd Breathe For You" ist ein Liebeslied mit einem herzzerreißenden Refrain und hohem Keyboard-Anteil.
"The Last Goodbye" zieht das Tempo etwas an und wartet wiederum mit einem richtiggehend genialen Refrain auf.
Lied Nummer sieben, "Immigrant Son", verbreitet eine etwas düstere Stimmung und ist gitarrenlastiger als die vorhergehenden Songs. Trotzdem lassen einem die Melodien das Herz wegschmelzen.
Der Refrain von "Hard Road" hat einige sehr gewagte Intervalle drin, die mir das Lied etwas verleiden. Es ist nicht schlecht, schön rockig, nur zieht's mir jedesmal die Milz zusammen, wenn Catley diese seltsamen Tonfolgen singt.
Den Abschluss bildet "The Scarecrow", das ungewöhnlicherweise mit Bassspiel beginnt, zu dem sich bald das Keyboard gesellt. Es handelt sich um das längste Stück des Albums. Es erinnert vom Refrain her ein wenig an die Songs von Rock Art, aber atmet durch die ruhigen Bass-/Keyboard-/Gitarrenteile eine sehr entspannte Athmosphäre.

Es ist schier unmöglich, diese Lieder mit anderen Songs aus Magnums Schaffensperiode zu vergleichen. Das war immer schon so. Man konnte die Wings Of Heaven nicht mit der Eleventh Hour vergleichen und die Sleepwalking nicht mit der On A Storyteller's Night - obwohl das immer gerne gemacht wird. Es passt einfach nicht, weil die Lieder zu ganz verschiedenen Zeiten entstanden sind und anders klingen. Der große Verdienst von Tony Clarkin ist, dass sie sich trotzdem alle nach Magnum anhören. Brand New Morning ist einfach Magnum 2004!

Kara

6 von 6 Punkten

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