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Review

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The Whiskey Foundation - Blues & Bliss

The Whiskey Foundation - Blues & Bliss
Stil: Blues Rock
VÖ: 03. November 2017
Zeit: 43:47
Label: Sun King Music
Homepage: www.thewhiskeyfoundation.de

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Blues und Whiskey gehören zusammen, dachten sich wohl irgendwie fünf Münchner Vollblutmusiker und riefen im Jahr 2011 The Whiskey Foundation ins Leben. Nach zwei Alben und Shows vor tausenden Rockfans im Vorprogramm von AC/DC und Deep Purple steht nun mit Blues & Bliss die dritte Scheibe in den Regalen, die es dem Konsumenten aber nicht immer ganz leicht macht. Das mag wohl daran liegen, dass The Whiskey Foundation eben nicht "nur" Blues Rock spielen, sondern gleichermaßen Boogie, Jazz und Psychedelic Rock in ihren rauchigen Blend mit einfließen lassen. Obwohl vermutlich keiner der involvierten Musiker diese Zeit erlebt hat, fühlt man sich dennoch auf authentische Weise zurückversetzt in die 60er und 70er Jahre des letzten Jahrhunderts, irgendwo zwischen die Sümpfe Louisianas und das Woodstock Festival, wenn neben entrückten Orgelschwällen a la The Doors der pulsierende Blues mit Saxophon, Trompete und Mundharmonika sein Umfeld zum Vibrieren bringt. Murat Kaydirmas Reibeisenstimme, die gelegentlich an Tito Larriva (Tito & Tarantula) erinnert, passt dabei nur zu gut in den organischen Sound der Band.

Easy Listening sollte man auf Blues & Bliss dennoch nicht erwarten. Immer wieder schaffen es die Münchner, einen mitzureißen auf ihren Trip in die Vergangenheit. Immer wieder beeindrucken sie durch tolle Melodien, wie etwa das wunderbare Pianospiel in "Free My Mind" oder die freche Mundharmonika in "Juice 'N' Jam". Immer wieder verlieren sie sich aber auch in längere Jam-Passagen, die dann ermüdend wirken können, sollte man eben kein eingefleischter Blues- und Jazz-Fan sein. Der Rock spielt hier sicherlich nicht die erste Geige, was den Respekt vor dem Herzblut, dem musikalischen Talent und dem Gespür für authentischen Blues dieser jungen Band aber keinesfalls mindern soll. Um mit Blues And Bliss warm zu werden, sei ein Besuch auf der Bandpage empfohlen. Dort gibt es nämlich einen etwa zwölfminütigen Kurzfilm, dem die Songs des Albums als Untermalung dienen. Besser ist es aber sicherlich, die Band einmal live erlebt zu haben. Denn diese Art von Musik kann ihren Zauber nun einmal viel besser live auf einer Bühne und in passendem Umfeld entfalten als auf einem Tonträger.

Dagger

4 von 6 Punkten

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