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Festival-Bericht

Wacken Open Air

mit Immortal, In Flames, Blitzkrieg, Dimmu Borgir, Blind Guardian, Wargasm, Narziss, Roots Of Death, Neaera, Sodom, Tyr, Letzte Instanz, Hatesphere, Overkill, Suidakra, The Black Dahlia Murder, Amorphis, Ecliptica, Napalm Death, Downstroy, Crystal Blaze, Possessed, Drone, Turbonegro, Falconer, Sabbat, Black Majesty, Chthonic, Sahg, Schandmaul, Samael, Sonic Syndicate, Sheephead, Sacred Reich, Moonspell, Heaven Shall Burn, Dir En Grey, Dimension Zero, Destruction, Norther, Type O Negative, Unheilig, 1349 & Subway To Sally

Festivalgelände Wacken, Wacken 02. - 04.08.2007

(Fotogalerien: Wacken2007 Donnerstag, Wacken2007 Freitag, Wacken2007 Samstag)

Samstag, 04. August 2007

Am Samstag gegen 12:00 Uhr ging die Reise Richtung Black Stage, um mir Sonic Syndicate, von denen ich mehrfach gehört hatte, anzuschauen. Die recht jungen Bandmitglieder machten ihr Ding ganz gut und die Fans vor der Bühne (und derer waren es wahrlich nicht wenige) waren von Anfang an mit tatkräftiger Unterstützung dabei. Als männliches Wesen bleibt mir die Bassistin auf der Bühne natürlich nicht verborgen (Frauen bewegen sich einfach geschmeidiger als Männer). Leider konnten die Sonics aus meiner Sicht die große Bühne nicht voll ausnutzen und wirkten auf ihr zeitweise etwas unbeholfen. Der Sound war schön klar, mittig und es machte Spaß zuzuhören. Die Gitarrenoberstimmen waren leider teilweise etwas schief, der zweistimmige Gesang der zwei Fronter dagegen sehr sauber. Allerdings wunderte ich mich, woher die zweite Gesangsstimme manchmal kommt, weil der zweite Sänger gar nicht sang - komisch. Die Band verstand es, mit Stage-Jumping und diversen Bühnenaktionen das Publikum mitzureißen. In der ersten Hälfte des Sets fielen mir die nicht mit Break-Down-Parts überladenen Songs positiv auf, was sich allerdings in der zweiten Hälfte des Sets leider änderte. Insgesamt waren Sonic Syndicate ein eher durchwachsenes Erlebnis für mich. Sehr energiegeladen, aber doch sich selbst zu oft wiederholend.
(Jens)

SheepheadBevor es zur Zeitreise vor die True Metal Stage geht, bleibt noch etwas Zeit. Also mal eben die erste Hälfte des Sets von Sheephead in Augenschein genommen, schließlich haben wir es hier ja mit "Landsleuten" zu tun. Die Band aus Schrobenhausen wartete mit einem wirklich fetten Drum-Sound auf, der auf Dauer etwas zu fett aufgetragen wirkte. Somit kamen die Gitarren stellenweise nicht mehr so zur Geltung. Das Quintett wurde mit fröhlichen Bayern-Bayern-Rufen begrüßt. Die Show war sehr agil und die Jungs legten einen selbstbewussten Gig auf die Bretter. Was mich jedoch etwas störte, war die Tatsache, dass die Songs etwas zu überladen wirkten, vielleicht sollte man einfach mal schneller auf den Punkt kommen. Ansonsten lief die Death/Thrash/Metalcore-Mixtur gut rein, konnte sich aber nicht nachhaltig im Stammhirn festsetzen. Da gleich die Veteranen Sacred Reich zu spielen begannen, musste der Ort des Geschehens frühzeitig verlassen werden.
(Ray)

Sacred Reich, eine Kultband zog in die Stadt um zu erinnern, wie man Ärsche tritt! Zwar sichtlich in die Jahre gekommen standen unsere Helden aus Arizona den heutigen im nichts nach. Ist ja bei den Klassikern an Songs auch nicht verwunderlich. Laut Sänger Phil Rind wurde über zehn Jahre lang nicht mehr zusammen gespielt, was jedoch in keinem Moment spürbar war. Tight und souverän wurde drauf los gekloppt um Arschfotzen am/im Publikum zu verteilen! Der Klang der PA war glasklar und drückte ordentlich. Also, es geht ja doch meine Herren Soundtechniker! Der Auftritt machte Spaß und bedarf deshalb nicht an weiteren Kommentaren. Top.
(Daniel)

Jepp! Dieser Gig war einfach eine Zeitreise für sich. Zwar waren die alten Herren auf der Bühne doch arg in die Jahre gekommen, doch nach den ersten Tönen wusste jeder gleich, wo der Hammer hängt. Ich hätte nicht mehr gedacht, Klassiker wie "Ignorance", "Crimes Against Humanity", "Independent" oder "Who's To Blame" livehaftig um die Lauscher gepustet zu bekommen. Sänger Phil Ring (Bass, Vocals) hatte zwischen den Songs ein Dauergrinsen aufgesetzt und freute sich wie ein kleines Kind über die phantastischen Reaktionen der Fans, die das Areal vor der Bühne mächtig ausfüllten. Da der Fixstern zu diesem Zeitpunkt schon arg herunter brannte, wirbelte der angefangene Circle-Pit jede Menge Staub auf. Kein Halten gab es dann bei dem finalen Über-Song "Surf Nicaragua". Geil!
(Ray)

Eine weitere Kultfraktion aus nicht ganz so frühren Jahren heißt Moonspell. Auf der letzten No Mercy-Tour zeichnete sich ab was auch in Wacken zum Einsatz kam. Und zwar cooler Düsterrock ordentlich verpackt und dargeboten. Vielleicht lag es am strahlend blauen Himmel, aber die Magie um Sänger Fernando Ribeiro samt Mannen beeindruckte nicht mehr ganz so stark wie früher. Nichts desto Trotz wurde amtlich gespielt und auf das sichere Pferd Namens "alte Hits" gesetzt. Es war wieder eine Wonne Songs wie "Alma Mater" oder "Vampiria" zu hören, die auch nach Jahren beigeisterten und immer noch aktuell zu sein scheinen. Das Stageacting und der Sound waren ordentlich und die Stimmung super. Den Fans und mir hat es insgesamt gefallen. Daumen hoch.
(Daniel)

Heaven Shall Burn führten solide und live erfahren durch ihre Setlist, ohne das Gaspedal loszulassen. Ständig wurde der Mob zum Tanzen aufgefordert und so dauerte es nicht lange, bis die erste Wall Of Death durch die Reihen schwappte um an den nächsten Circle Pit anzuknüpfen. Es ist toll mit anzusehen, aber meine Knochen machten spätestens seit dem Napalm Death-Gig nicht mehr mit. Der Klang der Beschallungseinheiten knallte fein koordiniert heraus und somit war die Party bestens versorgt. Jedoch ermüden die ewig gleichen Breakdownparts inklusiver Spannungsarrangements auf Dauer arg. Heaven Shall Burn ist eine coole Truppe, die gepaart mit mehr Originalität sicherlich höher wachsen würde.
(Daniel)

Dann verzog es die Schreiberlinge in das Presse-Zelt, wo die Pressekonferenz der Veranstalter stattfand. Dieses Mal wurden jedoch keine Neuverpflichtungen für 2008 (sofern sie nicht eh schon bekannt sind) gegeben. Topthema Nummer eins waren die Wetterkapriolen und der drohende Abbruch des Festivals im Vorfeld. Klar, dass sich die Veranstalter hier in einem besonderem Licht darstellten und mehrfach die Aktionen und den finanziellen Aufwand im Vorfeld in den Vordergrund schoben. Dabei konnte man jedoch den Eindruck gewinnen, dass ein Abbruch einen weitaus größeren finanziellen Schaden nach sich gezogen hätte. So also gab man Thomas Hess (dem ein oder anderen sicherlich noch bekannt aus Onkelz-Zeiten) freie Hand bei seinen Entscheidungen, das Gelände wie auch immer trocken zu bekommen. Es wurde sogar ein Hubschrauber organisiert, der die Wiesen trocken fliegen sollte. Gegen Ende gab es dann noch die Info, dass Iron Maiden wohl mit der Powerslave-Tour in 2008 in Wacken zu Gast sein werden.
(Ray)

Zur Zeit hört und liest man an jeder Ecke etwas von Dir En Grey. Und heuer kam meine Gelegenheit, mir selbst ein Bild zu machen, was es mit den Japanern auf sich hat. Gut, das Intro war erstmal für die Katz. Ein Hardcore-Techno-Beat, der kein Ende nehmen wollte. Dann legten die Jungs in alter Metal-Manier los, ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit zu nehmen. Das Stichwort dazu lieferte kurze Zeit später der Sänger, der sich als Show-Einlage irgendwie selbst im Gesicht und Oberkörper verletzt hat und blutete. Wie? Konnte ich nicht feststellen da ich mich weit hinten positioniert und keinen direkten Blick zur Bühne hatte. Den Sound kann man als New Metal bezeichnen der in seiner Form stark an Soulfly erinnerte. Optisch sprang man allerdings den Gothic-Fans ins Auge. Das Stageacting war trotzdem sehr beeindruckend und agil. Da die Jungs zeitgleich mit Dimension Zero spielten zog ich lieber vor, mir die Schweden anzusehen.
(Daniel)

Dimension Zero sind so was wie ein Geheimtipp, was gut gemachten Death-Thrash angeht und dieses Jahr einer meiner Highlights auf Wacken. Die Jungs um In Flames-Mastermind Jesper Strömblad droschen so stark in ihre Klampfen, dass ich fast die rohen Saiten hören konnte. Die Gassenhauer folgten aufeinander und schmetterte jede Menge Energie ins Publikum, das nicht lange ruhig stand. Leider dauerten die Pausen zwischen den Songs zu lange. Selbst Sänger Jocke Göthberg hielt es nicht für nötig, durch Ansagen oder Ähnliches dieses Loch zu stopfen und irgendwie schien er auch sehr gelangweilt. Auch während den Songs kam er kaum auf das Level eines würdigen Frontmanns. Vielleicht war das auch der Grund warum der Set gute 20 Minuten früher beendet wurde? So geil wie diese Band auch ist, aber so ein unprofessionelles Verhalten wird auf Dauer nicht funktionieren, denn Erfolg kommt nach Schweiß. Somit hatte ich noch Zeit um den Rest des Dir En Grey-Gigs zu sehen. Schade Jungs...
(Daniel)

Destruction feierten Geburtstag. Es ist schon mehr als beachtlich, dass diese Band schon 25 Jahre auf den Bühnen der Welt zuhause ist. Alt, aber kein bisschen leise. Vom kettensägeschwingenden "Butcher" livehaftig angekündigt, ging es auch schon mit viel Feuer und sonstigen Pyros los in 75 Minuten deutscher Thrash-Geschichte. Dass das Gelände vor der Bühne mehr als gerammelt voll war, braucht eigentlich nicht gesondert erwähnt zu werden. Wahnsinn! Neben neueren Songs wurde tief in die Geschichtskiste gegriffen und vom 1985er Debut Infernal Overkill der Song "Death Trap" ausgegraben. Und wie es sich für eine ordentliche Geburtstagsparty gehört, dürfen entsprechende Gäste auch nicht fehlen. Eingeladen wurden neben ehemaligen Mitgliedern auch Sangeskollegen anderer Bands. So bildeten zum Beispiel Blitz (Overkill), Peavy (Rage) und Onkel Tom (Sodom) einen schmucken Backgroundchor. Der anfängliche Butcher trat auch noch mehrfach in Aktion und untermalte die Songs noch tatkräftig mit Fleisch.
(Ray)

Zu Turisas in der Zeltbühne war absolut kein Durchkommen mehr. Im Innern des Zelts konnte noch ein reger Luftverkehr der Surfer verzeichnet werden, doch der Standort war denkbar ungünstig: Destruction hören und Turisas nicht sehen. Also mal wieder quer übers Gelände zur Party Stage, wo die Finnen Norther ebenfalls für mächtig Stimmung sorgten. Der melodische Speed Metal der Jungs war auch wie geschaffen zum Party machen. Das sahen auch nicht gerade Wenige ebenso und schon war die Riesen-Sause im Gange. Bei zwei Gesellen nahm das Feiern jedoch eher ungewohnte Züge an. So wurden kurzerhand die Schuhe ausgezogen und dem anderen jeweils das Innere ins Gesicht gerieben. Naja, auch eine Art zu zeigen, dass man sich mag... die Zugabe "Death Unlimited" schloss den Gig ab und unter viel Jubel verließen Norther die Bühne.
(Ray)

Type 0 NegativeEs dämmerte langsam und passend dazu gabs um 20:15 Uhr auf der Black Stage Type O Negative zu hören und zu sehen. Die Bühne war ganz in Schwarz und Grün dekoriert und ließ damit mein Gemüt auch in erwartungsvoller Düsternis versinken. Pete Steele betrat die weltbedeutenden Bretter in schwarz/grüner Priesterrobe mit schwarzem Zylinder und schickem Bart. Die ersten Songs des Sets muteten wie ein Medley an, weil sie mit Bridges verbunden waren und damit wie aus einem Guss wirkten, was mir gut gefiel. Um mich herum wurde es mittlerweile immer voller und die Menschenmassen strömten immer weiter vor die Black Stage. Der Sound war sehr gut gemischt und machte richtig Spaß, was sich auch an der Reaktion des Publikums bemerkbar machte. Nach ca. 20 Minuten verließen die Herren die Bühne, um sich einige Minuten nicht mehr blicken zu lassen. Was ist da los? Und nach ca. 40 Minuten derselbe Spaß noch mal. Der Gitarrist beschäftigte zwar derweil das Publikum mit Links-Mitte-Rechts-Nachgröhl-Spielchen, was der Stimmung auch sehr zuträglich war und die Leute bei Laune hielt, doch was soll das? Pete ließ während des Sets von Minute zu Minute merklich nach und fing an, ins Mikro zu lallen. War der so voll oder war das nur Fake? Als Mr. Steele auch noch seine Bandkollegen samt deren Instrumente mit einer Pulle Rotwein voll spritzte, um diese dann anschließend ins Publikum zu pfeffern (Glasflasche auf Kopf - Aua!), fand ich das nicht mehr lustig. Die meisten schien das allerdings nicht weiter zu stören, und es ging mit ungebremster Stimmung weiter. Erstaunlicherweise kamen trotz der schwachen Leistung von Pete die Songs doch irgendwie alle auf den Punkt und zu guter Letzt wurde natürlich zu "Black Nr. One" gerockt und ordentlich mitgejohlt. Pete Steele hatte allerdings nach diesem Auftritt ein ganzes Stück Achtung meinerseits verloren.
(Jens)

ImmortalImmortal, die Krönung des Festivals...? Zuerst hatte ich mir wieder die Frage zu stellen, wo stelle ich mich am besten hin?! Denn bereits lang vor Beginn war der Platz vor der Bühne brechend überfüllt. Kaum ein Vorankommen möglich. Dennoch gelang es mir mit viel Taktik und Kraft einen günstigen Platz in der ersten drittel Mitte zu finden. Gut, umfallen konnte ich zumindest nicht, genauso wenig wie Bier holen. Alles hat seinen Preis und so begann schließlich, unterstütz von lauten "I-mmor-tal"-Rufen, der lang erwartete Auftritt. Während des Intros betrat Drummer Horgh die in Rauch und Feuer gehüllte Stage und lockte wieder bei Tausenden von Maniacs Freudenschreie hervor. Kurz danach betraten schließlich auch Abbath und Apollyon die Bühne. Mit einem Donnerknall schossen die Jungs los und um mich wäre es beinahe geschehen. Wie aus dem Nichts surften mir mindestens fünf Crowdsurfer am Kopf vorbei, die mich auch fast zu Boden rissen. Wahnsinn, wie es da abging. Man spürte, dass Immortals Abstinenz zu lange gedauert hatte und alle hungrig auf diese Ausnahme-Combo waren. Das Best of Programm inkl. "One By One", "At The Heart Of Winter", "Tyrants", "Unsilent Storms Of The North Abyss", "Blashyrkh", um nur einige zu nennen, funktionierten prächtig. Selbst der Sound mutierte nach einer Weile zum wahren Erlebnis. Da stimmte einfach alles. Die Drums walzten nieder und brachten selbst die große Videowand zum Zittern, Abbaths Gitarre samt Stimme waren einfach fantastisch und von den spielerischen Defiziten vergangener Tage war keine Spur zu sehen oder zu hören. Natürlich durfte während einer Pause die obligatorische Feuerspuckaktion nicht fehlen. Die Flammen reichten dabei fast zur Stagedecke hoch und erhitzten zusätzlich die ersten 15 Reihen mit Leichtigkeit. Das Posing um Frontmann Abbath ist eh einzigartig, aber dieses Mal kam es noch kultiger als je zuvor. Man darf nur hoffen dass diese Band in sich geht und ein Weitermachen beschließt. Für mich das Highlight 2007 in Wacken und die Krönung des Festivals!
(Daniel)

True Metal Stage. Es ist 23:15 Uhr. Es ist Zeit, sich In Flames zu geben. Dieser Meinung war allerdings nicht nur ich, sondern auch etliche tausend Menschen vor, hinter und neben mir - ist das voll hier. Und los ging's mit richtig schön trockenem und mittigem Sound, der einem in die Ohren schmetterte. Man merkte gleich - die Jungs haben richtig Spaß bei dem, was sie hier tun. Anders Friden (Vocals) ging richtig ab, und das sogar über die Grenzen der Bühne hinaus. Er ließ den Funken von der ersten Minute an auf die Meute vor der Stage überspringen. Das steckte einfach an und jeder machte mit. Anders verstand es mit Sprüchen, wie "Ich würde euch alle gerne mit nach Hause nehmen und jeden von euch bumsen" sowie einer sympathischen aber dennoch bestimmenden Art das Publikum in seinen Bann zu ziehen und richtig Party mit den Leuten zu machen. Die Bühnenshow der übrigen Band, Pyroeffekte, Leuchtschrift und Feuerwerk besorgten den Rest. Damit nicht genug: sie spielten auch noch ihre Gassenhauer verdammt knackig und tight runter. Interessant war auch die Tatsache, dass heutzutage bei "Balladen" nicht nur Feuerzeuge, sondern auch Handydisplays als Leuchtmittel verwendet werden - Stimmung halt. Dann ein "Only For The Weak", bei dem die Masse der hüpfenden Wackengemeinde den ohnehin bereits überstrapazierten Ackergrund zum Erbeben brachten. Die Zusammenstellung der Songs im Set schien wie für die lichterloh brennenden Fans an diesem Abend gemacht zu sein. Da passte einfach alles: Sound - Entertainment - Emotionen. Für mich sind In Flames eines der Highlights vom W:O:A 2007.
(Jens)

UnheiligSo langsam neigte sich das Festival seinem Ende entgegen. Und der Verspätungszug hatte auch schon prächtig Fahrt aufgenommen, denn der Beginn von Unheilig hatte sich mal eben um gute 45 Minuten nach hinten verschoben. Zeit genug, das Zelt rappelvoll zu füllen. War ich anfänglich noch mehr als skeptisch, wie dieses Dark Wave/EBM-Industrial-Trio ins restliche Line Up des Festivals passen würde, wurden meine Zweifel bei diesem Anblick sofort zerstört. Und dann war es endlich soweit. Unter frenetischem Beifall kamen die Drei auf die Bühne und legten gleich los. Und sofort kochte das Zelt. Ja, die Zweifel von mir waren mehr als völlig überflüssig gewesen. Jeder Song, jede Note wurde begierig von den Fans aufgesogen und gefeiert. Von vorn bis hinten wurde gehüpft und getanzt, während bei den ruhigeren Passagen andächtig gelauscht und der Takt mitgeklatscht wurde. "Auf Zum Mond!", "Tanz Mit Dem Feuer", "Schutzengel" oder vom Debut Phosphor "Sage Ja", jeder Song ein Treffer. Der Graf (Vocals) war selbst über diese Reaktionen überrascht und bedankte sich mehrfach für diesen super Support. Im anfänglichen Anzug wurde es ihm auch schnell zu warm auf der Bühne, zumindest das Sakko wurde abgelegt, dann ging es mit "Phönix" und "Mein Stern" weiter. Dieser Mann hat einfach eine Ausstrahlung, der man sich nur schwer bis gar nicht entziehen kann. Unter frenetischem Beifall und mit tatkräftiger Unterstützung des vollen Zeltes gab es mit "Freiheit" noch eine Zugabe, bevor dann der Vorhang fiel. Bravo!
(Ray)

1349Unterschiedlicher können zwei Acts kaum noch sein. Dementsprechend war erst mal Schichtwechsel der Fanbelegschaft angesagt. Die einen raus, die anderen rein. Wo eben noch EBM das Bild beherrschte, wurde die Bühne für 1349 um- bzw. aufgebaut. Schon während des Soundchecks von Drummer Frost wurden Sprechchöre laut. Dann war es zu vorgerückter Stunde soweit. Mit viel, ganz viel und noch mehr Nebel wurde der Beginn des Sets mit zwei Feuerspuckeinlagen eingeläutet. Danach brach die Hölle im Zelt los. Die Norweger knüppelten alles erbarmungslos nieder, was sich ungefragt in den Weg stellte. Das Stageacting war Black Metal-typisch eher spartanisch angelegt, lediglich Sänger Ravn wechselte in regelmäßigen Abständen die Bühnenseiten, um dann erhaben seine Botschaften zu verkünden. Den ausgewechselten Fans kam dies gerade recht um zu dieser frühen Stunde noch einmal die Haltbarkeit der Nackenwirbel zu testen. "I Am Abomination" sag ich da nur.
(Ray)

Danach war aber Schicht im Schacht für mich. Beim zurück Schlendern in Richtung Zelt kam ich noch an der Hauptbühne vorbei, auf der gerade noch Subway To Sally ihren Set spielten. Dieser Abend wurde von der Band noch für eine künftige DVD-Veröffentlichung mitgeschnitten, dementsprechend legten sich die immer noch zahlreichen Fans etwas mehr ins Zeug. Nach "Feuerland" wurde mal wieder die alte Streitfrage breitgetreten, wer denn nun als erste Band den Erbeermund geküsst habe... wird langsam albern, diese Seitenhiebe. Nach "Sieben" gab es noch mit "Julia Und Die Räuber" eine Zugabe, die noch lange nach dem eigentlichen Ende des Sets von den Fans weiter gesungen wurde.
(Ray)

So. Das war also Wacken 2007. Unterm Strich ist es den Organisatoren gelungen, trotz der widrigen Umstände ein gelungenes und vor allem friedliches Festival auf die Beine zu stellen. Festzuhalten bleibt jedoch, dass Wacken mit seinen rund 70.000 Zuschauern nunmehr an der oberen Kapazitätsgrenze angekommen ist bzw. diese evtl. schon überschritten hat. Denn die Engpässe vor allem am Einlass sprechen hierfür eine deutliche Sprache. Auch der Verbindungswegs zur neu ausgerichteten Party Stage (was eine gelungene Maßname war) muss noch überdacht und verbessert werden, denn auch hier war Stau vorprogrammiert. Für das Wetter können die Veranstalter ja nichts und so wird es auch 2008 wieder heißen: Wacken rain or shine. Angekündigt sind ja schon Avantasia, Kreator, Children Of Bodom und natürlich die Megaheadliner Iron Maiden.

Durch den Wackenschlamm waren für euch unterwegs: Madeleine (Gast), Daniel und Jens (von Pequod, auch Gäste) und meine Wenigkeit, Ray.

Ray

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