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Festival-Bericht

Bang Your Head!!!

mit Alice Cooper, Gotthard, Iced Earth, Testament, Cage, Ruffians, Shok Paris, Kingdom Come, Blaze Bayley, Primal Fear, Anthrax, Children Of Bodom, Queensryche, Majesty, Ballistic, Angel, Omen, Lillian Axe, Death Angel, Magnum, UFO & Sebastian Bach

Messegelände Balingen, Balingen 25. & 26.06.2004

(Fotogalerien: Bangyourhead2004 )

Freitag, 25.06.2004

Freitag Morgen, den undankbaren Platz des Openers mussten die Shooting Stars Cage übernehmen, aber das Publikum in Balingen schien ziemlich ausgehungert zu sein, denn gar nicht mal so wenige Leute standen schon erwartungsvoll vor der Bühne, als ich kurz vor zehn dort aufkreuzte. Für ihre Platte Darker Than Hate fuhren Cage großartige Reaktionen ein, aber auf der Bühne konnte mich ihre Darbietung nicht wirklich überzeugen, vielleicht war's doch noch zu früh, aber auch dem Jubel der übrigen Audienz zufolge, hatten die Amis einen schweren Stand und konnten nicht ganz überzeugen.
(Lord Obirah)

Die Zeit für eine Reunion und einen exklusiven Auftritt kam dann bei den Ruffians, die Mitte der 80er mit ihrer EP Ruffians Kultstatus erlangten. Aber nicht Thrash Metal steht auf der Fahne von Ruffians, sondern schnörkelloser US Metal, der gut in's Ohr und in die Nackenmuskulatur ging. Der Gig war absolut gelungen, denn die Band war erstaunlich spielfreudig und präsentierte sich agil und topfit, so dass dieser Auftritt vielen Besuchern im Gedächtnis bleiben wird. Allerdings strotzten die Soli von Gitarrist Craig Atchison nicht gerade vor Einfallsreichtum und technischer Finesse, was mit der Dauer ein wenig auf den Keks ging.
(Lord Obirah)

Reunion die Zweite. Shok Paris, die drei legendäre Alben in den 80er einspielten, fanden sich im Zuge der Wiederveröffentlichung von Steel And Starlight und Go For The Throat in Balingen zusammen, um die Meute ebenfalls mit klassischem US Metal zu verwöhnen. Blickfang hier war ganz klar Sänger Vic Hax, der nicht nur durch seine Leibesfülle kaum zu übersehen war, sondern auch mit seinem US-Fahnen-Bandana auffiel. Gut, der Auftritt war nicht schlecht, Vic bewegte sich relativ viel, aber wenn man kurz zuvor die Ruffians gesehen hatte, konnten Shock Paris dagegen nicht so recht anstinken. Dafür versuchten die Amis mit dem Verschenken von T-Shirts zu punkten (Fanfang Marke Brainstorm - siehe Bericht vom Vorjahr), aber das war's dann auch schon. Riss mich nicht wirklich vom Hocker.
(Lord Obirah)

Kingdom Come, das sind der Hamburger Lenny Wolf und seine Mannen. Diese kamen erstmal fünf Minuten zu früh auf die Bühne und spielten dort ein sehr langweiliges Set. Es ging recht schwungvoll los, aber im Verlauf wurden die Lieder immer langsamer. Der Vortrag war zwar durchgehend kraftvoll, gleichzeitig jedoch so entspannt, dass man die Musik von der Bühne eher als Hintergrundberieselung für einen Plausch mit dem Nachbarn denn zum Abrocken nutzte. Trotzdem ließen es sich einige Fans der Band nicht nehmen, gut mit den Songs mitzugehen.
(Kara)

Wie ein Festivalauftritt zu sein hat, zeigte kurz darauf Blaze Bayley mit seiner Band. Mit neuem Schlagzeuger (der alte trommelt jetzt bei Paradise Lost) legte er ein amtliches Brett auf die Bühne. Mit großer Spiel- bzw. Singfreude rannte er über die Bühne, rief die Fans zum Mitmachen auf und lieferte eine rundum gute Show. Leider ging die Basedrum immer noch durch Mark und Bein und die Gitarren waren viel leiser als der Bass, aber dafür kann Blaze ja nichts. Songtechnisch wurde das 1999er Album Silicon Messiah unter anderem mit dem Titelsong bedient; das neue Album Blood And Belief steuerte ebenfalls seinen Titeltrack bei. Mit "Falling Down" schloss Blaze einen durchaus gelungenen Festivalauftritt ab.
(Kara)

Primal Fear präsentierten sich einheitlich stark und legten einen enorm guten Auftritt hin: dass der Bühnensound nicht funktionierte und die Jungs auf gut Glück sangen und spielten, blieb vom Publikum unbemerkt. Ein großes Lob zu dieser Glanzleistung! Songs des vorletzten Albums Black Sun wurden ebenso zum Besten gegeben wie einige Stücke des neuesten Primal Fear-Werkes: Devil's Ground hält Lieder parat, die anscheinend dafür geschaffen sind, sie unter freiem Himmel darzubieten. Leider fehlte das bombastische "The Healer", auf das sicher viele Fans gewartet hatten… dafür durfte das Publikum unter anderem zu "Metal Is Forever" abrocken, mit dem sich die deutschen Primal Fear gleich selbst ein Denkmal gesetzt haben.
(Liz)

Anthrax waren noch gar nicht ganz auf der Bühne, da ernteten sie schon mehr Applaus und Jubel als so manch andere Band des Festivals nach ihrem Auftritt. Und Anthrax wären nicht Anthrax, wenn sie das nicht zu schätzen wüssten. Dementsprechend gestaltete sich auch ihre Show, von Anfang an Vollgas, John Bush war schon nach dem ersten Lied am Tropfen wie ein Kieslaster, weil er herumfetzte und Party machte, dass es eine wahre Pracht war. Anthrax spielten nur Hammersongs: "N.F.L.", "Got The Time", "Caught In A Mosh" oder "What Doesn't Die" vom aktuellen Album We've Come For You All waren nur einige Darbietungen aus ihrem reichhaltigen Fundus. Gekrönt wurde der Gig mit einem fantastischen "Antisocial" bei dem das Publikum bis in die äussersten Ecken des Geländes mitsang. Am Ende dieser mächtigen Show stand schließlich das coole "Indians", das ein fettes Ausrufezeichen hinter die Anthrax-Show setzte. Und dass die fünf Amerikaner nicht nur auf der Bühne Sympathiebolzen hoch drei sind, bewiesen sie bei der späteren Autogrammstunde im EMP-Zelt, wo John Bush jedem Fan, der es vor den Tisch schaffte die Hand schüttelte! Coole Sache!
(Lord Obirah)

Children Of Bodom waren trotz brennender Sonne und gestiegenen Temperaturen in bester Spiellaune und gaben von Anfang an Vollgas. Lama Alex Laiho (spuckte die ganze Zeit auf der Bühne herum) freute sich offensichtlich sehr, wieder vor deutschem Publikum zu spielen und das deutsche Publikum freute sich ebenso, die Schweden wieder auf der Bühne begrüßen zu dürfen. Durch die Hitze verloren COB zwar zwischenzeitlich die Orientierung und wussten nicht so recht, welcher Song denn nun an der Reihe war, aber man einigte sich schließlich auf "Needled 24/7", das von der Meute geradezu aufgesogen wurde. Zur Feier des Tages gab es es schließlich noch ein Ständchen für den zweiten Gitarristen Roope Latvala, der an diesem Tag Geburtstag hatte. Children Of Bodom sind auf Platte und live immer wieder sehens- und hörenswert.
(Lord Obirah)

Gotthard gingen bereits mit fast einer Viertelstunde Verspätung auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Das hinderte sie jedoch nicht daran, ein schönes, ausgewogenes Set zu spielen, bei dem besonders der gute Sound bestechen konnte. Dies war am besten bei den beeindruckenden Gitarrensoli zu bemerken. Sei es die Ballade "Let It Be" oder das Intro mit der Mundharmonika, alles war glasklar zu hören. Toll! Die Leute nahmen die Schweizer begeistert auf und sangen bei vielen Stücken mit. Mit "Hush" rundeten Gotthard ihre Party auf den Brettern ab und konnten sich sicher sein, dass sie allenthalben gute Laune verbreitet hatten.
(Kara)

Ein gut gelaunter, aber etwas wortkarger Geoff Tate zeigte sich fast ausschließlich im Duett mit blonder Dame, deren Namen allerdings vom Winde verweht wurde (wie so mancher Sound auf dem diesjährigen Open Air...). Queensryche's Auftritt war alles in allem ein Genuß, aber auch nicht absolut spektakulär. Darbietungen neueren Datums wurden vom durchlauchten Publikum freundlich honoriert, doch als dann alte Klassiker angestimmt wurden, kam Leben beim Volk auf: "Take Hold Of The Flame" veranlasste zu Freudenschreien und Fäuste reckten sich in die Luft. Tate war in seinem Element: "I Don't Believe In Love" oder "Eyes Of A Stranger" waren nur einige der Songs, die vom Album Operation: Mindcrime der späten 1980er Jahre stammten. Insgesamt eine gelungene Darstellung von Queensryche, allerdings unternahm Frontmann Tate nicht eben viele Versuche, mit dem Publikum zu kommunizieren.
(Liz)

Wenn ich garstig wäre, würde ich sagen, lest euch den Alice Cooper Bericht vom Konzert auf dem Tollwood in München durch, dann brauche ich hier nicht so viel schreiben. Wenn ich nicht garstig wäre, würde ich sagen, lest euch den Bericht vom Konzert auf dem Tollwood in München durch, dann brauche ich hier nicht so viel schreiben.
Warum? Alice Cooper spielte EXAKT, ich wiederhole, exakt den selben Gig wie einige Tage zuvor und wie er ihn vermutlich auf jedem Konzert dieser Tour spielen wird.
Alice Cooper kam, spielte und ging wieder, das war's. Und auch wenn das Publikum in Balingen von überwiegend schwermetallischer bzw. rockiger Natur ist und wirklich bereit war, den Altmeister nach allen Regeln der Kunst abzufeiern, Alice Cooper konnte nicht mal hier Stimmung vermitteln. Am besten war die Stimmung beim ersten Lied "No More Mr. Nice Guy" und bei den beiden Hits "Poison" und "School's Out". Dazwischen: gepflegte Langeweile. Woran lag's?
An den Songs? Vielleicht, denn Alice legte sein Augenmerk auf aktuelle Outputs und schien damit ein bisschen daneben zu liegen.
An der Show? Kaum, denn Alice ist ein Meister seines Fachs und weiß, was er dem Publikum zu bieten hat. Mit Hilfe seiner Tochter ließ er Blut spritzen, schwang Stock, Degen und Peitsche und befreite sich aus einer Ich-hab-mich-lieb-Jacke.
An der Band? Auch nicht, denn die komplette Hintermannschaft spielte sich wahrlich den Arsch ab und brachte zumindest ihre Spielfreude an den Mann.
Aber was dann? Meiner Meinung nach krankte die Show des Schockrockers daran, dass Alice Cooper vor, während und nach der Show kein einziges (!) Wort mit dem Publikum wechselte. Kein "Hello!", kein "How are you?", kein gar nichts, nicht mal die Songs kündigte der Altmeister an, sondern er vertraute ganz allein auf seine Bühnenpräsenz. Und damit fiel er meiner Meinung nach gehörig auf die Schnauze. Wenn ich beim Tollwood Konzert schon enttäuscht war, dann war ich es hier erst recht, denn vermutlich nicht wenige sind gerade wegen Alice Cooper nach Balingen gepilgert und dann enttäuscht diese Legende auf ganzer Linie. Ein paar Tage vorher war ich noch der Meinung, dass es ok ist, wenn er ein Programm für seine Tour hat und das auch durchzieht, aber für das BYH hatte ich eigentlich gehofft, dass Mr. Cooper sich was Besonderes einfallen lassen würde, aber nein, same procedure as every time. Strunzlangweilig und nicht zu unrecht fingen neben uns einige an, vom Vorjahr zu schwärmen und intonierten "We're Not Gonna Take It" von Twisted Sister. Genau so einen Auftritt hatte ich mir eigentlich erwartet, dass Alice Cooper die Menge mitreißt, sie anstachelt, mit ihr feiert, mit ihr eine riesen Party abzieht... Aber nichts von alledem, nur ein Standardprogramm, keine Party, keine Stimmung... Miese Performance! No More Mr. Cooper!
(Lord Obirah)

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