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Lost Dreams - Wage Of Disgrace

Lost Dreams - Wage Of Disgrace
Stil: Melodic Death Metal
VÖ: 11. Dezember 2009
Zeit: 42:57
Label: Twilight Vertrieb
Homepage: www.lost-dreams.com

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Mein letzter Berührungspunkt mit den Tirolern Lost Dreams liegt schon etwas zurück, genauer gesagt war es das 2004er Album Tormented Souls, welches mich nicht gänzlich überzeugen konnte.
Ganz anders dagegen das aktuelle Machwerk Wage Of Disgrace. Gleich zu Beginn des machtvollen Openers "Fear Me" drängen sich mir Vergleiche nach Schweden auf, At The Gates oder auch In Flames kommen mir da spontan in den Sinn. Und ein Blick auf die MySpace-Seite zeigt auch, dass ich damit gar nicht so falsch liege. "Fear Me" trägt klar schwedische Züge, die den Jungs aber sehr gut zu Gesicht stehen. Habe ich bei Tormented Souls noch die Vocals bemängelt, da damals die tiefen Growls den Songs den Druck nahmen, werden nun die Screams und Growls ordentlich abwechselnd eingesetzt, was den Songs eindeutig besser zu Gesicht steht. Sehr flott geht es bei "Aimless" und beim Titelsong zu. Letzterer besticht vor allem durch den groovenden Mittelteil, der sich sofort im Nackenbereich festsetzt. Auch das folgende "Lies" wartet mit einer ordentlichen Portion Groove auf, der treibende Rhythmus wird hier nur durch kurze Midtempopassagen gebremst. Überhaupt wird Tempowechsel im Hause Lost Dreams groß geschrieben, mal geht es etwas flotter zur Sache (wie beim Titelsong), mal hält man sich wiederum im Midtempo auf. Auch vor Breakdowns, wie wir sie aus dem Metalcore-Bereich her kennen, wird nicht Halt gemacht, wie bei "Not Immortal" zu hören ist. Der melodische Death Metal mit Keyboardunterstützung weiß über die gesamte Spielzeit hinweg zu begeistern. Beim finalen "No Demand For Honesty" werden die bereits von meinen Redaktionskollegen in früheren Reviews angesprochenen Vergleiche zu den Südtirolern Graveworm auch vor meinem geistigen Auge manifestiert. Ein leichtes Knistern, als wenn man die Nadel auf eine Vinyl-Scheibe auflegt, läutet diesen Song ein, ehe die Gitarren einsetzen, der Song im Midtempobereich Fahrt aufnimmt und aufgrund der Keyboardunterstützung an Theatralik gewinnt. Sehr intensiv kommt hier die Mischung aus Melodie, tiefen Growls, hohen Screams und treibendem Midtempo durch die Membrane geschoben.
Wer auf gut arrangierten Death Metal irgendwo in der Schnittmenge Schweden/Südtirol steht, macht mit Wage Of Disgrace nichts falsch.

Ray

5 von 6 Punkten

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