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Because it's Loud and Crazy! - Metal und Wrestling (Pt.1)

3. April 2011: WRESTLEMANIA XXVII! Im Georgia Dome in Atlanta, Hauptsitz von World Wrestling Entertainment, kommt es zum Showdown zweier WWE-Legenden, zweier mehrfacher Champions, zweier Outlaws, die die Geschichte des Professional Wrestlings in den letzten zwanzig Jahren geprägt haben wie nur wenige andere. Es kommt zum Aufeinandertreffen von "The Game" Triple H und The Undertaker, dessen Siegesserie bei WrestleMania den Rekord von 18:0 aufweist. In einer Ringschlacht, in der die beiden Kontrahenten bis ans Limit ihrer physischen Kräfte gehen und unisono mehrmals kurz vor einem Sieg stehen, triumphiert letzten Endes der Undertaker, aus dessen Aufgabegriff, dem "Hell's Gate" (modifizierter Gogoplata), sich Triple H nicht mehr befreien kann und zum Zeichen der Aufgabe abklopfen muss. Der Mann aus Deathvalley bleibt bei WrestleMania ungeschlagen. 19:0!

19-0
Doch schon der Einmarsch der beiden war eine Show für sich: Nachdem das ganze Match mit einer exklusiv kreierten Show initiiert wird, zu der Metallicas "For Whom The Bell Tolls" läuft und bei der am Ende ein Skelett-König mit Krone und Zepter aus einem von Kapuzenmönchen geschlossenen Kreis heraus erscheint, heißt es "Time to play the Game"!, so die erste Zeile von Triple Hs Signature Song "The Game", den niemand Geringeres als Lemmy von Motörhead eigens für die Auftritte von "The Game" geschrieben und mit der Band zusammen eingespielt hat... und 78.000 Zuschauer sind komplett aus dem Häuschen.
King Of Kings Bei voller motörheadscher Lautstärke und einer "Million Dollar Light Show" kommt Triple H über die Rampe zum Ring. Doch damit nicht genug: der Auftritt des Undertakers ist seit Jahren spektakulärer Höhepunkt eines jeden WWE-Pay-Per-Views (Großveranstaltung). Die Halle wird zur Gänze verdunkelt, nur Tausende von Blitzlichtern bezeugen, dass das Publikum anwesend ist, denn ein jeder hält den Atem an, als über den Titan Tron, eine überdimensionale Leinwand, Friedhofsszenarien flimmern - Grabsteine, Gräber, Kreuze, eine Totengruft auf einem Totenanger. Donnergrollen und der Sound einsetzenden Regens kündigen das Erscheinen des "Dead Man" an. Undertaker vs. HHH Doch schreitet jener nicht wie sonst zu den Klängen einer Kirchenorgel zum Ring, sondern es ist der andere "Man in Black", der den Undertaker musikalisch begleitet: Johnny Cash, der mit der ihm eigenen Finsternis erhaben intoniert: "There ain't no grave can hold my body down / There ain't no grave can hold my body down / When I hear that trumpet sound I'm gonna rise right out of the ground / Ain't no grave can hold my body down." Es ist WrestleMania und der Undertaker, den der Tod nicht schrecken kann, steigt sprichwörtlich aus seinem Grab, um der Reihe an Besiegten einen weiteren Namen hinzu zu fügen.
Last Ride

29. März 1987: WRESTLEMANIA III! Es ist die Nacht, in der Hulk Hogan und Andre "The Giant" Geschichte schrieben, die Nacht, in der "Macho Man" Randy Savage und Ricky "The Dragon" Steamboat sich um den Intercontinental Titel eines der denkwürdigsten Matches in der gesamten WWE-Historie lieferten und die Nacht, als die Fehde zwischen dem Honky Tonk Man und Jake "The Snake" Roberts zu einem Ende geführt wurde. Honky, der stets im Elvis-Look auftrat, hatte Jake in dessen wöchentlicher Show "The Snakepit" seine Gitarre über den Schädel gezogen und den Schlangenbändiger, dessen Ringbegleitung die mehrere Meter lange Tigerpython Damien verkörperte, wöchentlich verbal attackiert, sodass Roberts für das Match bei WrestleMania einen Special Guest ankündigte, der Honkys Manager Jimmy "The Mouth of the South" Heart in Schach halten sollte. Die 93.173 Anwesenden im Pontiac Silverdome staunten nicht schlecht, als der Erfinder des Shock Rock, Alice Cooper, ebenfalls Schlangenbeschwörer par excellence, zusammen mit Roberts zum Ring gefahren wurde. Obwohl Honky Jake mit Hilfe illegaler Mittel pinnen konnte (er hielt sich beim Three-Count am Seil fest), gingen Roberts und Cooper als die moralischen Sieger aus der Konfrontation hervor, denn Mr. Alice war es höchst selbst vergönnt, Jimmy Heart, der von Roberts entsprechend fixiert worden war, die Schlange Damien umzulegen.
Jake, Cooper, Mean Gene

Dieses sind nur zwei von unzähligen Beispielen, Anekdoten, Events, bei denen das Professional Wrestling und Heavy Metal bzw. Hard Rock eine einzigartige Liaison eingehen, eine Partnerschaft, die auf mehrere gemeinsame Nenner zurück zu führen ist, eine Verbindung, die aus dem Sports Entertainment, wie wir es heute aus den wöchentlichen Sendungen der WWE kennen, nicht mehr weg zu denken ist. Grund genug also, um in einem mehrteiligen Special der Synthesis Metal und Wrestling auf den Grund zu gehen, ihren Facettenreichtum aus mehreren Blickwinkeln auszuleuchten und nicht zuletzt dabei eine Geschichte zu erzählen; denn das ist es, was das Wrestling vornehmlich macht: es erzählt Geschichten, entwirft Storylines und kombiniert diese mit der Action im Ring. Und geht es darum zumindest größtenteils im Metal und Hard Rock-Bereich nicht genauso? Liegt nicht jedem Song eine mal ausführlichere, mal kurz gehaltene Story zugrunde, die mit Action-geladener Mucke vermittelt wird? Alberto Del Rio hatte in dem Interview, das ich mit ihm im Rahmen der WWE WrestleMania-Revenge-Tour in München führen konnte, ganz recht, indem er die Verbindung zwischen Wrestling und Metal kurz und knapp in sechs Worte fasste: "Because it's loud and crazy!"
Es ist kein Geheimnis, dass trotz Led Zeppelin, Deep Purple, Black Sabbath, Priest und Motörhead, die schon vorher da waren, Heavy Metal - auch als Begriff (New Wave Of British Heavy Metal) - Anfang der 80er aus dem Underground zum weltweiten Musik-Phänomen aufstieg, und es ist ebenso kein Zufall, dass sich das Gesicht des Professional Wrestlings zur gleichen Zeit für immer wandelte. Genauer: als Vince McMahon die damalige World Wrestling Federation (WWF; nach rechtlichen Problemen wurde die Company in WWE, World Wrestling Entertainment, umbenannt) von seinem Vater Vince J. McMahon kaufte und die Shows vom Charakter einer Sportveranstaltung befreite. Unter dem Schlagwort "Rock n' Wrestling" setzte McMahon vermehrt auf den im Wrestling bereits vorhandenen, aber kaum genutzten Unterhaltungsfaktor, entwarf Charaktere und suchte sich dazu die passenden Wrestler, schrieb Storylines, die auf eine finale Klärung im Ring hinaus liefen, und verschaffte so der Federation schlagartig hohe Medienpräsenz. Es ging um Entertainment! Es waren die 80er und es konnte nicht bunt und ausgeflippt genug sein. Man mag zu McMahon stehen wie man will, aber alles, was heute nur irgendwie mit Wrestling zu tun hat, trägt seine Handschrift - ganz egal, um welche Liga, um welches Unternehmen es sich handelt (eine Ausnahme bilden dabei wenige Independent-Ligen in Japan und Mexiko, in denen zu einem hohen Prozentsatz die eigentliche Action im Ring im Vordergrund steht, doch auch hier wird kaum auf ein gewisses Maß an Rahmenhandlung verzichtet). Vince McMahon ist mittlerweile einer der reichsten Männer in den USA und hat einen eigenen Stern auf dem Hollywood Walk Of Fame, der aber eben nur solchen Persönlichkeiten verliehen wird, die in der Unterhaltungsbranche (!) außerordentliche Leistungen erbracht haben.
Einen solchen hat auch Ozzy Osbourne. Der "Prince of Darkness" hatte gerade The Ultimate Sin über Epic heraus gebracht (Feb. 1986), als an ihn die Einladung erging, im Rahmen von WrestleMania II aufzutreten. Die Großveranstaltung wurde parallel in New York und Chicago abgehalten und fand ihren Höhepunkt im Steelcage-Match zwischen dem glatzköpfigen Hünen King Kong Bundy und "The Immortal" Hulk Hogan. Ozzy begleitete zusammen mit Captain Lou Albano die British Bulldogs (Dynamite Kid und Davey Boy Smith) zum Ring, denen es gelang, dem Dream Team (Brutus Beefcake und Greg "The Hammer" Valentine) die Tagteam-Titel nach sieben Monaten abzunehmen. Es war allerdings auch die Phase, in der Ozzys Alkohol- und Drogenkonsum einen Höhepunkt erreicht hatten und so zitterte er am Ring so immens, dass sogar Kommentator "Mean" Gene Okerlund darauf einging.
Ozzy und Gene Am 2. November 2009 kehrte Ozzy bei WWE RAW (wöchentliche Sendung) zusammen mit seiner Frau Sharon in den WWE-Ring zurück, wobei er dieses Mal vom Kommentator Michael Cole mit den Worten begrüßt wurde: "The Godfather of Heavy Metal. This guy was made for the wrestling audience." Als über den Titan Tron Bilder seines Auftritts bei Wrestlemania II liefen, bekannte Ozzy in seiner ihm eigenen sympathisch-offenen und entwaffnenden Art: "I don't remember any of it." Lange führte Ozzy durch die Show, lieferte sich dabei ein Wortgefecht und kleines Handgemenge mit The Miz, dem derzeitigen WWE-Champion, und machte allerlei Späße mit The Big Show, dem gewaltigsten Superstar im heutigen WWE-Roster und Triple H.
Ozzy und HHH Der "Madman", der im Laufe seiner langen Karriere als die faszinierende Persönlichkeit, die er nun mal zweifelsohne ist, immer für Action und Entertainment stand - mal gewollt mal ungewollt, man erinnere sich an den Prozess wegen der Selbstmorde, die angeblich aufgrund seines Songs "Suicide Solution" erfolgt sein sollen, oder an so manche Folge der Osbournes mit hohem Comedy-Faktor - scheint in der Tat für die Wrestling-Bühne prädestiniert zu sein. Dass er eben aber zuvorderst eine der größten Metal-Ikonen aller Zeiten darstellt, kommt nicht von ungefähr und liegt zu einem gewissen Prozentsatz nicht nur in "Paranoid", "Crazy Train" und "Bark At The Moon" begründet, sondern auch an der Marke Ozzy Osbourne, besser seinem Alter Ego (ähnlich bei Alice Cooper), dem Bühnencharakter des "Madman", der on stage Fledermäusen den Kopf abbeißt.
McMahon erkannte folglich von Anfang an das Potential, das im Nexus Hard Rock - Wrestling brach lag, und um damit ein paar Dollars zu machen, musste es nur entsprechend gehoben respektive inszeniert werden. So verwunderte es nicht, dass McMahon nach dem Kino-Kassenschlager Rocky III, in dem ein gewisser Terrence Gene Bollea den Wrestler Thunderlips spielt, mit dem Mr. Balboa im Ring so seine Probleme hatte, den von Survivor geschriebenen Titelsong beim Einzug des damals größten Superstars im Wrestling überhaupt spielen ließ: Terry Bollea aka Hulk Hogan. Im Originalkommentar vor dem Hauptmatch bei der ersten WrestleMania, im Madison Square Garden, 1985 wurde die Fleisch gewordene "Rock n' Wrestling Connection" (eigentlich das Schlagwort für eine Kooperation und Cross-Promotion zwischen der WWF und Teilen der Musikindusrie; der Legende nach von Cindy Lauper und dem WWF-Manager Capt. Lou Albano auf einem gemeinsamen Flug ins Leben gerufen) von Vince persönlich und Jesse "The Body" Ventura (später von 1999-2003 Gouverneur von Minnesota) entsprechend angekündigt: "There it is, Jess! The Eye of the Tiger!!" Ventura darauf: "That can mean no other than you know who. There he is: World Wrestling Federation Champion the incredible Hulk Hogan with Bad Man himself Mr. T." So zeigte sich bei WrestleMania nicht nur das Auge des Tigers, sondern der Tiger selbst, der Star des A-Teams, die 80er-Ikone Mr. T kam mit Hogan zum Ring, um dort Roddy "Rowdy" Piper und "Mr. Wonderful" Paul Orndorff in den Hintern zu treten. Die "Hulkamania" war auf ihrem Höhepunkt und hielt sich dort noch mehrere Jahre.
Hogan und Mr. T
Die Liste an Metal-Musikern, die in diversen Shows der WWE auftraten, ist lang; so spielten P.O.D. bei WrestleMania XXII zum Einmarsch des mexikanischen Highflyers Rey Mysterio den Song "Booyaka 619", Limp Bizkit bei WrestleMania XIX den Theme-Song der Veranstaltung und "Rollin", die damalige Erkennungsmelodie des Undertakers, als dieser zwischenzeitlich als "The Bad Ass" unterwegs war; Kid Rock (not sooo Metal!) zockte bei WrestleMania XXV ein Medley seiner größten Hits und Drowning Pool bei WrestleMania XVIII "Tear Away". Legendär auch der Auftritt von Mötley Crüe, die am 25. Oktober 1998 bei WWE Heat im Rahmen des Debuts ihres ehemaligen Bodyguards Andrew Martin, der unter dem Ringnamen Test bekannt wurde, den Song "Bitter Pill" zum Besten gaben. Längst waren die Plattenfirmen auf das Konzept "Metal und Wrestling" aufmerksam geworden. In einem Kommentar Chuck Oliners, US-amerikanischer Promotion Director des Labels Beyond Records, bei dem die Crüe damals unter Vertrag stand, heißt es zum Mötley-One-Song-Gig: "Der Label-Boss Allen Kovac will immer einen Einstiegspunkt für eine Platte. Ich war seit 25 Jahren mit der Wrestling-Szene vertraut und wusste, dass das Wrestling- und das Mötley-Publikum ein und dasselbe sind. So machten wir den Versuch mit der WWF." (Billboard, 14.11.1998). Mötley standen kurz vor der Veröffentlichung ihrer Greatest Hits und der dazu gehörigen Tour und so beinhaltete der Vertrag über den Live-Auftritt hinaus, der in Ausschnitten in anschließenden Sendungen immer wieder gezeigt wurde, die 20-sekündige Schaltung eines Clips, in dem Werbung für die Platte und das Veröffentlichungsdatum während der nächsten Wochen in den WWE- (damals WWF-) Shows über den Schirm in die amerikanischen Haushalte flimmerte. (Billboard, 14. 11. 1998).

Das Leitidee, Metal-Größen live bei den Veranstaltungen einzubinden bzw. auf die Bühne zu bringen, wurde selbstredend genauso von den (damaligen) Konkurrenzunternehmen der WWE genutzt, namentlich der WCW (World Championship Wrestling). Dessen Besitzern, verkörpert durch Chefbooker Eric Bischoff, gelang es, Mitte der 90er zeitweise McMahon und seine Company, was die Einschaltquoten anbelangte, zu überflügeln. Zuerst wurde dazu die wöchentliche Sendung Monday Nitro ins Leben gerufen, die zur gleichen Zeit wie WWE RAW IS WAR ausgestrahlt wurde, was zu den so genannten "Monday Night Wars" führte. Bereits zuvor brachte es die WCW (mit dem Milliardär Ted Turner an der Spitze) tatsächlich fertig, Hulk Hogan und "Macho Man" Randy Savage von der WWE abzuwerben, doch erst mit der Verpflichtung zweier anderer Superstars, die damals in der WWE auf ihrem Höhepunkt standen und Zugpferde des Unternehmens waren, schaffte "Monday Nitro" den Durchbruch: Scott Hall und Kevin Nash - in der WWE unter den Namen Razor Ramon und Diesel unterwegs - wurden in der WCW als "The Outsiders" eingeführt, als diejenigen, die der Konkurrenz den Rücken gekehrt hatten, um die WCW in ihren Grundfesten zu erschüttern. Zunächst wurden die beiden nur im Publikum sitzend ausgemacht, doch schon bald gingen sie dazu über, etablierte WCW-Stars (aber auch Kommentatoren, Ringrichter, etc.) wahllos, willkürlich und mit vorher kaum gesehener Härte zu attackieren. Die n.W.o. war geboren!
n.W.o. Der Clou bei der Sache war, dass die Storyline authentischer nicht hätte aufgebaut werden können. Nash, Hall und vor allem dann auch Hogan, der sich beim 96er "Bash at the Beach" gegen seinen "Brother" Randy Savage wandte und fortan als Heel mit dem Beinamen "Hollywood" die WCW unsicher machte, wurden als der Gegner der WCW, aber eben auch der WWE aufgebaut, was in Bezug auf die Attraktivität der verschiedenen Fehden neue Maßstäbe setzte. Immer mehr Chaos stiftete die n.W.o. und immer mehr ehemalige WCW- und auch WWE-Wrestler (Syxx, einst der One-Two-Three Kid oder Ted DiBiase, der "Million Dollar Man") schlossen sich ihr an. Für viele Monate zog die Storyline WCW vs. n.W.o. die ungeteilte Aufmerksamkeit der Wrestling-Fans auf sich und nur wenige "reguläre" WCW-Superstars waren dazu in der Lage, der "Band", die eher einer Straßengang glich, die Stirn zu bieten.
Neben den Namen Diamond Dallas Page und Sting muss in diesem Kontext der Bill Goldbergs fallen. Der muskelbepackte, ehemalige Football-Star der Los Angeles Rams, Atlanta Falcons und Carolina Panthers stieg nach seinem 98er Debut schnell zum Main-Eventer auf und wurde zum neuen Gesicht der WCW. Nachdem er zuvor 173-mal ungeschlagen geblieben und schon lange in eine Fehde mit der n.W.o. verstrickt war, schaffte es erst Nash (unter Mithilfe von Hall, der eine Taser gegen Goldberg einsetzte) den Berg von einem Mann bei Starcade zu besiegen. Goldberg ist bekennender Metal-Fan und so lag es nahe, seinen Charakter um eine metallische Facette anzureichern. Solches geschah in Zusammenarbeit mit Dave Mustaine und Megadeth, deren Singleauskoppelung aus dem Risk-Album (1999) "Crush 'Em" nicht nur auf dem Soundtrack zu "Universal Soldier - The Return" zu finden ist - im Film spielt Goldberg den Widersacher von Jean-Claude van Damme -, sondern auch zeitweise zur Entrance Music des Wrestlers wurde.
Goldberg und Megadeth Als Goldberg nach einer "Verletzungspause" (eigentlich war er bei den Dreharbeiten) im Juli 1999 sein Comeback bei Nitro feierte, spielten Megadeth den Song bei seinem Einzug live und bescherten so der WCW, die zu diesem Zeitpunkt wieder deutlich an Boden gegenüber der WWE verloren hatte, noch einmal hohe Einschaltquoten. Dieselben lagen noch höher, als es Bischoff und Konsorten tatsächlich gelang, Kiss zu buchen, die im August im Rahmen von Nitro den Einstand des Wrestlers The Demon (Dale Torborg), der Gene Simmons nachempfunden worden war, in die Wege leiteten. Gespielt wurde - wie könnte es auch anders sein - "God Of Thunder". Der Charakter wurde jedoch schon wenig später wegen Erfolglosigkeit aufgegeben. Die WCW wurde im April 2001 von der WWE "geschluckt" und die meisten WCW-Wrestler wechselten die Seiten. In der Hochzeit der "Monday Night Wars" schalteten zeitweise zehn Millionen Zuschauer Nitro oder RAW ein, was im US-Unterhaltungsfernsehen ein Novum darstellte.

Spricht man von Metal-Musikern beim Wrestling, so bleiben einem am lebendigsten jedoch die Special Appearences von Motörhead bei der WWE in Erinnerung. Bei WrestleMania XVII hieß es erst "We are Motörhead and we're gonna kick your ass!", bevor Lemmy und Co. "The Game" intonierten, Triple H kurz mit der Band poste und dann zum Ring schritt, wo er schon damals auf den Undertaker traf - mit gleichem Ausgang wie dieses Jahr. Bei WrestleMania XXI gab es ein ähnliches Szenario und Motörhead frischten die Freundschaft mit dem WWE-Champion, der an diesem Abend im Staples Center in Los Angeles gegen Batista antreten musste und siegte, erneut in Form einer Live-Performance auf.
HHH und Lemmy Die Kollaboration zwischen Motörhead und der WWE geht jedoch noch weiter. So schrieb die Band einen weiteren Song für Triple H mit dem Titel "King Of Kings", ein zusätzlicher Nickname des Superstars, und "Line In The Sand", das auf der WWE-Compilation Wreckless Intent zu finden ist und lange als Einmarschmusik für einen von Triple H gegründeten "Stable" (Zusammenschluss mehrer Wrestler zu einer Gruppierung) Verwendung fand, dem außerdem Batista, Randy Orton und Ric Flair angehörten, die als Evolution große Erfolge feierten.

Es lässt sich nunmehr an diesem Punkt festhalten, dass Metal und Wrestling beziehungsweise die Köpfe dahinter Business-Partner sind, die durch die Einbindung von Größen des Rock n' Roll-Zirkus in persona in die Sendungen, die Großveranstaltungen der WWE u.a. auf beiden Seiten Profite verzeichnen können. Ob dabei der/die Wrestler oder die jeweilige Band den größeren Push erhält, erweist sich zunächst als irrelevant, da sich zumindest in den allermeisten Fällen eine Win-Win-Situation einstellt. Somit ist aber lediglich die Tatsache untermauert, DASS die Liaison "Metal und Wrestling" seit über 25 Jahren Bestand hat und große Erfolge feiert, die Frage nach dem WARUM bedarf jedoch weiterer Klärung und dazu soll die Aufmerksamkeit zunächst auf einige namhafte Charaktere der Wrestling-Historie und die Faszination, die von ihnen ausgeht, gelenkt werden.

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Weitere Bildquellen:

- Abb. 5: www.myspace.com/meangeneo
- Abb. 6: www.tapemachinesarerolling.blogspot.com/2011/01/brent-watches-wrestlemania-2.html
- Abb. 7: www.bleacherreport.com
- Abb. 8: www. mattmodny.wordpress.com/page/3
- Abb. 9: www.img140.imageshack.us/img140/3554/nwo1en.jpg
- Abb. 11: www.bleacherreport.com/articles/652518-wrestlemania-27-and-wwe-hall-of-fame-top-10-celebrities-the-most-deserving

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