8 Headbänga online
01.07.2019 Zz Top
05.07.2019 Bon Jovi
03.08.2019 Slayer (busfahrt Von München)
23.08.2019 Metallica
01.10.2019 Alice Cooper
11.10.2019 The Sisters Of Mercy
Reviews (10050)
Navigation
Artikel des Tages
Review:
Totenmond

Interview:
Past M.D.

Live-Bericht:
Drowned In Dreams

Video:
Zerozonic
RSS RSS
Atom Atom
In eigener Sache

Valid XHTML 1.0 Transitional

Valid CSS!

Valid RSS

Valid Atom 1.0

 

Review

CDs von Kampfar kaufenZur Druckversion dieses ArtikelsDiesen Artikel als PDF speichern

Kampfar - Profan

Kampfar - Profan
Stil: Black Metal
VÖ: 13. November 2015
Zeit: 40:21
Label: Indie Recordings
Homepage: www.kampfar.com
MySpace: www.myspace.com/norsepagans

buy, mail, print

Seitdem die Norweger von Kampfar mit ihrem 1997er Debüt Mellom Skogkledde Aaser Standards in Sachen Viking Black Metal setzten, blieb die eine oder andere leichte Kurskorrektur nicht außen vor. Wikinger-Pathos, wie man ihm in den Anfangstagen der Band noch begegnete, sucht man auf Profan, dem siebten Kampfar-Langeisen, daher auch vergeblich.

Stattdessen empfängt ein gurgelndes Krächzen den Konsumenten, ehe sich der Opener "Gloria Ablaze" zur peitschenden Black-Metal-Hymne mit breiten Gitarrenwänden entwickelt. Schnell wird jedoch die rasende Geschwindigkeit zu Gunsten einer boshaften Atmosphäre, wie sie eben nur von Profis und Überzeugungstätern erzeugt werden kann, gedrosselt. Freilich finden sich auf Profan auch Klargesang und tief grollende Männerchöre, welche an die Viking-Zeiten der Band erinnern. Sie prägen besonders die Stücke "Daimon" und "Tornekratt" und vermitteln den Eindruck von Verzweiflung und Überlebenskampf. Das Hauptaugenmerk der Norweger liegt aber dennoch auf purem und unverfälschtem skandinavischem Black Metal, in dem man folkloristische Einsprengsel schon mit der Lupe suchen muss. "Icons" steht exemplarisch für diese Ausrichtung, aber auch der teils mit rockenden Rhythmen ausgestattete Titeltrack und das bedrohliche Monstrum "Pole In The Ground", dessen finaler Gitarrenpart einem durch Mark und Bein geht.

Ja, Profan klingt böse, reduziert und erhaben zugleich, womit es in der Tradition einer Reihe von Viking-Metal-Bands steht, die im Laufe der Jahre immer ernstere und kargere Töne anschlugen. Thyrfing, Einherjer oder King Of Asgard ließen sich hier nennen. Kampfar sind aber doch noch einen Tick extremer. Zwar fehlt es Profan an einem heraus stechenden Highlight, das Qualitätslevel liegt aber durch die Bank über dem Durchschnitt und ist jedem Black-Metal-Fan der alten Schule ans Herz zu legen, der auch ohne Teufel oder scheppernden Proberaum-Sound seine Freude an Musik haben kann.

Dagger

5 von 6 Punkten

Zur Übersicht
Zur Hauptseite

Weitere Berichte und Infos
Weitere Reviews

© www.heavyhardes.de