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Grave Digger - Exhumation - The Early Years

Grave Digger - Exhumation - The Early Years
Stil: Power Metal
VÖ: 23. Oktober 2015
Zeit: 50:40
Label: Napalm Records
Homepage: www.grave-digger-clan.com

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Mit der Witwe Bolte verbindet mich zumindest eine gemeinsame Erinnerung: in der legendären Metal-Ausgabe des Jugend-TV-Magazins Live aus dem Alabama, in dem stets neben regen Diskussionsrunden (moderiert unter anderem von einem Oberstufenschüler namens Günther Jauch und dem witzigen Austria-Mädel Sandra Maischberger) auch Live-Konzerte zum Repertoire gehörten, traten am 19.08.1985 neben dem Headliner Warlock (wo sich Doro doch tatsächlich begrapschen lassen musste, aber das schnell unterband), dem Anheizer Cacumen (nie gehört? man hilft gerne, wo's fehlt: die kamen aus Ingolstadt und benannten sich später in Freudenfeuer um) und den Lokalmatadoren Railway (mit "Lick It Stick It" - brillant!) auch die Rasselbande von Grave Digger auf, womit außer Running Wild und Helloween nahezu die ganze seinerzeitige Front des deutschen Metal vertreten war. Oberschaufler Chris trug weiße Handschuhe und fuchtelte mit einem kurzen Mikroständer daher, auf dem Programm standen in erster Linie die Stücke vom damals aktuellen zweiten Album Witch Hunter. Als ich ihn Jahre später auf diesen Gig ansprach, meinte er nur, ich solle ihn daran nicht erinnern, damals hatte wohl nichts funktioniert in Sachen Technik und Sound (und sorry Chris, ich habe bislang immer noch keine Aufzeichnung auftreiben können).

Aber sei's drum, die Anfangstage liegen ihm natürlich am Herzen, und so serviert er uns jetzt gewissermaßen als Überbrückungshappen zwischen dem letzten Album Return Of The Reaper und der kommenden neuen Scheiblette eine Neueinspielung der frühen Geschosse, genauer gesagt der Highlights der ersten drei Alben in kraftvollem neuen Soundgewand. Somit findet das Headbanger-Herz alles, was die Kutte damals zierte: vom Debut feuert er uns natürlich die bis heute gültigen Signatur-Tracks "Headbanging Man" und "Heavy Metal Breakdown", aber auch "We Wanna Rock You" um die Ohren, und das knallt sauber, die Riffs sind nach wie vor messerscharf, wunderbar. Sehr schön insbesondere nochmals zu hören, wie man in der Phase vor den komplexeren Highland-Epen zu Werke ging: kompromisslos, schnell, mit der unverwechselbaren Stimme des Cheffes im Zentrum. Auch der Zweitling kommt unter anderem mit dem Titeltrack "Witch Hunter" zu Ehren, War Games z.B. wird mit "Fire In Your Eyes" und "Enola Gay" bedacht. Aber olle Bolle lässt es sich nicht nehmen, auch ein paar Schätzchen zu vergraben: mit "Shoot Her Down" wird eine Nummer vom ersten Demo überhaupt aufpoliert, "Stand Up And Rock" präsentiert einen Titel der zwischenzeitlichen Umfirmierung Digger - und schließlich gibt es mit "My Private Morning Hell" und "Young And Dangerous" auch noch zwei brandneue Tracks aufs Auge, die Lust auf mehr machen.

Holgi

5 von 6 Punkten

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