10 Headbänga online
21.10.2021 Jini Meyer
21.10.2021 Gutalax
23.10.2021 Ultima Radio
23.10.2021 Nasty
23.10.2021 Wolfsfest 2021
25.10.2021 Lonely Camel
Reviews (10274)
Navigation
Artikel des Tages
Review:
Devils Rage

Interview:
Profanity

Live-Bericht:
Cremation

Video:
Kiske - Somerville
RSS RSS
Atom Atom
 

Review

CDs von In Extremo kaufenZur Druckversion dieses ArtikelsDiesen Artikel als PDF speichern

In Extremo - Sünder Ohne Zügel

In Extremo - Sünder Ohne Zügel
Stil: Mittelalter Rock
VÖ: 03. September 2001
Zeit: 53:54
Label: Mercury Records
Homepage: www.inextremo.de

buy, mail, print

Ach ja, endlich die neue In Extremo, darauf haben wir ja nun lange genug gewartet. Nach dem wir ja "Vollmond" schon zig tausendmal gehört haben, ist es nun an der Zeit die neue Scheibe unter die Lupe zu nehmen.
Also CD eingeschoben und gehofft, das In Extremo dem Erwartungsdruck stand gehalten und mit der neuen Scheibe ein ähnlichen Killer wie "Verehrt und angespien" abgeliefert haben.

Der erste Song "Der Wind" tritt einem gleich mächtig in den Arsch und wird eingeleitet durch ein kurzes, hartes, abgehacktes Riff, ein moderner bedächtiger Anfang mit viel Groove und dann setzt der Gesang ein, der etwas an die Schweisser erinnert. Mit dem Refrain steigert sich der Song merklich, wobei er Tempo und Härte mäßig um einiges zunimmt und dieser Part zudem mit einer geilen Dudelsackmelodie begleitetet wird, bei der man sich unmöglich ruhig halten kann. Ein klasse Opener der einem den Mund ganz schön wässrig auf mehr macht.
Mit "Krummmavisur" geht's dann wieder in den Fremdsprachenbereich, wobei dieser Song auch nach dem 5 Durchlauf nicht umhaut. Nicht Fisch und nicht Fleisch läuft dieser eher belanglose Song an einem vorbei.
Mit der "Lebensbeichte" steigert man sich dann aber gleich wieder. Der Text ist gut, nette Melodie, die aber sehr an ein Lied von Corvus Corax erinnert. Zudem ist das Schlagzeug etwas abwechslungsreicher und auch die Gitarren "braten" schön vor sich hin. Kein Hit aber ordentlich.
Mit den Merseburger Zaubersprüche II wird es dann etwas ruhiger und hymnischer. Rauher fremdländischer Gesang, der Anfangs von schönen Harfenparts begleitet wird und dann von Gitarren und Schlagzeug unterstützt wird. Im Schlußteil setzt dann auch Frauengesang ein und bildet somit den Höhepunkt des Liedes. Auch hier ist der Dudelsack allgegenwährtig, hält sich aber etwas mehr im Hintergrund. Klasse, ham ja schon zwei Killer beisammen.
Mit "STETIT PUELLA" ist ein ganz netter Track, der aber auch nicht zu den Höhepunkten des Albums zählt.
"Vollmond" kennt ja schon jeder, obwohl dieser Song leicht abgeändert worden ist (Schlagzeug, Gesang, Effekte). Leider kann diese Version meiner Meinung nach nicht mit der Single mithalten, da die Urversion? wesentlich härter und einfacher gehalten wurde. Schade - zumindest muss man In Extremo zu Gute halten, das sie eine neue Version aufs Album gepackt haben.
Dann wieder ein Killer. "Die Gier" ist eine Ballade, besticht durch einen wunderschönen Text, der nie kitschig wirkt und von einem Refrain voll feiner Melodien begleitet wird. Strike!
Mit "Omina Sol Temperat" und "Le'oe chiyuchech" gibt's musikalisch wieder schnellere härtere Songs, die moderne Ausflüge machen (verzehrte Gitarren, Effekte) und beide eingängige Melodien besitzen. Ordentlich.
Na den "Rattenfänger" sollte auch schon jeder vom letzten Rock Hard Sampler kennen. Für mich der beste Track des Albums, da er alle Tradmarks von In Extremo beinhaltet: Power, Härte, eine Ohrwurmmelodie und einen Killer Refrain.
Mit "Oskasteinar" und "Nature Nous Semont" sind wieder zwei Songs, die einfach nicht so zünden wollen. Man hat das Tempo etwas angezogen, die Songs abwechslungsreicher gestaltet, a bisserl mit der Technik gespielt, aber der letzte Kick fehlt mir persönlich einfach. Durchschnitt.
"Unter dem Meer" ist dann wiederum ein guter Abschluß des Albums. Der Song hat einen klasse Text, ist sehr eingängig und hat einen fiesen Refrain. Gut.

Das Fazit lautet also: Die neue In Extremo ist ein gutes Album, aber nicht der erwartete Überflieger geworden. Wenn ich mir die Höchstnoten in den Magazinen wieder ansehe, muß ich schon mal den Kopf schütteln. Klar, es wird immer erwartet, daß sich eine Band weiter entwickelt. Nur für meinen Geschmack hat man das Album zu sehr auf modern getrimmt. Es ist zwar abwechslungsreicher, dafür aber auch nicht so eingängig wie "Verehrt und angespien" . Dieses Album bleibt ohnehin die Nummer 1 und erst nach einigem Abstand folgt "Sünder ohne Zügel". Schade !

Gast

5 von 6 Punkten

Zur Übersicht
Zur Hauptseite

Weitere Berichte und Infos
Weitere Reviews

© www.heavyhardes.de