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Humanity - When Silence Calls

Humanity - When Silence Calls
Stil: Progressive Metal
VÖ: März 2005
Zeit: 50:11
Label: Killin' Time Records
Homepage: -

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Es ist ja gemeinhin müßig, aus der Propaganda der Plattenfirma irgendeinen Schluss auf die Qualität des jeweiligen Tonträgers zu ziehen. Aber in diesem besonders dreisten Fall tun mir Humanity ja schon im Vorfeld leid: Nicht weniger als "Das neue Gesicht des britischen Prog-Metal" werden sie anlässlich ihres Albums When Silence Calls genannt. Moment, raunzt da mein Hinterkopf, was ist denn z.B. mit Threshold? Das werden wir gleich sehen, sagt der Vorderkopf, und ordnet an, die CD aus dem Schieber zu nehmen, in die Anlage zu schieben und auf Play zu drücken.

Nach etwa fünfeinhalb Sekunden einigen sich alle Kopfpartien auf ein unwilliges Kopfschütteln. Ne, also echt net. Mit den Genre-Größen verbindet Humanity sicherlich der Spaß an abnormen, ständig wechselnden Rhythmen und Takten. Aber im Gegensatz zu den wahren Gesichtern des britischen Prog werden daraus keine natürlich klingenden Songs, sondern nur ein Riffsalat, der mir schnell auf die Nerven fällt. Man sollte vielleicht noch die starke Gothic-Schlagseite erwähnen, die jeglichen Anspruch sofort wieder ins Reich des Jammerns verbannt. Wer bitte braucht eine Mischung aus Prog und Gothic? Von der lahmen Produktion reden wir mal nicht, es handelt sich wohl doch irgendwie um eine Form von Underground. Auch von dem erwarte ich aber gute Songs, sonst geht er mir am Allerwertesten vorbei.

Der Sänger klingt manchmal nach System Of A Down, insgesamt aber auch nicht gerade interessant. Und der Keyboarder, der breiten Mehrheit in der Redaktion nach hauptberuflich ein Kfz-Mechaniker (oder heißt das jetzt Mechatroniker?) hätte gleich in der Autowerkstatt bleiben können. Dass Keys bei progressiver Rockmusik irgendwie dazugehören, hat man hier falsch verstanden. Das Ergebnis ist eigentlich das gleiche Dilemma wie bei 95% der Keyboard-Schwarzmetaller. Das Geklimper der ölgeschwärzten Händchen ist überflüssig wie ein Kropf; lässt man es aber weg, bleibt auch nicht so viel Spannendes übrig. Was paradox klingt, heißt eigentlich vor allem, dass man nicht wirklich was verpasst hat, wenn man Humanity nicht kennt. Außer den Bandphotos vielleicht...

Tankred

2 von 6 Punkten

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