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Ancient Rites - Laguz

Ancient Rites - Laguz
Stil: Pagan / Black Metal
VÖ: 20. Februar 2015
Zeit: 46:50
Label: Massacre Records
Homepage: www.ancientrites.be
MySpace: www.myspace.com/ancienthordes

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Die belgischen Black-Metal-Pioniere Ancient Rites dürften die meisten ihrer Fans längst abgeschrieben haben. Schließlich liegt Rubicon, das letzte Studioalbum der Schergen um Mastermind Guther Theys, satte neun Jahre zurück. Aber frei nach dem Motto 'Sag niemals nie' steht plötzlich ein neues Langeisen via Massacre Records in den Verkaufsregalen. Laguz heißt das gute Stück und macht im Grunde genommen da weiter, wo die Band vor beinahe einer Dekade mit Rubicon aufgehört hat, sprich: die von historischen Ereignissen inspirierten Texte finden ihre musikalische Umsetzung in einer Mixtur aus harschem Black Metal, klassischen Heavy-Parts, folkloristischen Einsprengseln und orchestraler Untermalung.

In Sachen Bombast schießen die Belgier gerade mit den ersten drei Nummern von Laguz weit über den bis dato von ihnen gewohnten Rahmen hinaus, was dem Material leider seine Bissigkeit und Schlagkraft nimmt. Ganz allmählich lichten sich dann aber die dichten Keyboardschwaden und geben Stück für Stück die wahren Ancient Rites frei, wie man sie zumindest seit dem 1998er Referenzwerk Fatherland kennt. Gunther knurrt nur eine ganze Ecke tiefer als damals ins Mikro und auch sein eigenwilliger Klargesang wurde auf ein Minimum reduziert, was den Songs aber nicht weiter schadet. "Apostata", "Legio V Alaudae" oder "Umbra" sind majestätische Up-Tempo-Nackenbrecher und haben das eine oder andere ausgiebige Gitarrensolo auf Lager. "Frankenland" (ja, einige deutschsprachige Lyrics sind auch wieder mit an Bord) und das finale "Fatum" suchen den Schulterschluss zum genialen Dim Carcosa aus 2011. An dessen Hitdichte kommt Laguz aber definitiv nicht heran. Es liegt wohl auch an der starken Synthesizerpräsenz und dem dadurch etwas verwässerten Sound der neuen Stücke, dass Laguz seine Zeit braucht, um zu wachsen. Am Ende lohnt es sicher aber definitiv, dem Album diese Zeit auch zu geben! Hoffentlich dauert es nun nicht neun weitere Jahre bis man wieder von Gunther und seinen Mannen hört. Und hoffentlich spielt dann das Keyboard keine ganz so tragende Rolle mehr.

Dagger

5 von 6 Punkten

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