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Northern Oak - Of Roots And Flesh

Northern Oak - Of Roots And Flesh
Stil: Folk Metal
VÖ: 03. Oktober 2014
Zeit: 57:58
Label: Eigenproduktion
Homepage: www.northernoak.co.uk

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Northern Oak - da denkt man an einen erhabenen, den Elementen trotzenden Baumveteran, dem sein harter Standort ein bizarr knorriges Aussehen verliehen hat. Aber wer hätt's gedacht - seine Wurzeln krallen sich nicht auf einen kargen Fels, sondern führen geradewegs ins World Wide Web. Dort hat sich der britische Sechser über die Plattform Kickstarter nämlich seinen dritten Dreher Of Roots And Flesh von seinen Fans quasi vorfinanzieren lassen, um die mit 3.000 Pfund veranschlagten Produktionskosten stemmen zu können. Sachen gibt's! Da sieht man mal, wie weit die Fanloyalität im Metal tatsächlich reicht!

Wer nun also die Katze im Sack gekauft und sich mit einem Obulus beteiligt hat, der bekommt das knapp einstündige Resultat als Dank für sein Vertrauen. Nordische Folklore pendelt auf Of Roots And Flesh zwischen traurigem Doom und harschem Black Metal. Passend dazu wird die gesamte gesangliche Bandbreite beider Genres aufgefahren - von tiefen Growls über gehässiges Keifen bis hin zu Klargesang und Choreinlagen ist alles vorhanden, was der jeweils aktuellen Stimmungslage dienlich ist. Ein Gros der Melodien stammt dabei von Flöte und Violine, wobei nicht wenige davon es ohne große Umwege direkt ins heidnische Langzeitgedächtnis schaffen. Allen voran seien hier der epochale Achtminüter "The Dark Of Midsummer", das atmosphärische "Gaia" und die rasante Nummer "The Gallows Tree" genannt. Dann ist da noch das Flötenthema in "Bloom", das Erinnerungen weckt - ich komme noch darauf, woher ich diese Melodie kenne! Prompte Wechsel zwischen Beschaulichkeit und Aggression beleben das Material zwar, dennoch finden sich auch einige Stücke, die keinen bleibenden Eindruck hinterlassen können oder in Passagen einfach zu sehr in die Länge gezogen wirken. Ferner hätte es vermutlich nicht geschadet, wenn die Flöte zwischendurch auch mal ihren Rand hält. Zu selten sind die Momente, in denen tatsächlich die Gitarren den Ton angeben.

Ein bisschen was zum Nörgeln findet man also schon, am Ende überwiegen aber doch die positiven Aspekte. Bisherige Fans und Sponsoren von Northern Oak werden mit dem Album sicherlich ihren Spaß haben. Bleibt interessant ob dieses Modell der Albumfinanzierung ohne Eigenkapital und Plattenfirma tatsächlich Schule macht.

Dagger

4 von 6 Punkten

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