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Ancient Bards - A New Dawn Ending

Ancient Bards - A New Dawn Ending
Stil: Symphonic Metal
VÖ: 25. April 2014
Zeit: 61:47
Label: Limb Music
Homepage: www.ancientbards.com

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Man überlege sich ein jedes nur erdenkliche Klischee zum Thema Epic bzw. Symphonic Metal - die Ancient Bards lassen kein einziges davon aus. Ihr drittes Studioalbum A New Dawn Ending klingt, als hätte man es aus DNS-Teilen von Rhapsody Of Fire und Nightwish zusammengesetzt. Nicht selten wird dabei der Bombastanteil bis an die Grenzen des Erträglichen getrieben, während die flinken Gitarreneinlagen stark an Luca Turilli erinnern. Schließlich konnte auch der Rhapsody-Sänger für einen kleinen Gastbeitrag gewonnen werden, was bei so viel Nähe zum offenkundigen Idol ja sogar irgendwie Sinn ergibt.

Sieht man über den Umstand einer fehlenden Identität hinweg, lassen sich aber eine Vielzahl ergreifender Melodien und vor allem ein ausgeklügeltes Songwriting entdecken. Die im Schnitt überlangen Kompositionen bieten den nötigen Raum für einen dramaturgischen Aufbau, passend zu den einzelnen Kapiteln der Fantasy-Geschichte, die auf dem Album erzählt wird. Größter Trumpf im Ärmel der Italiener ist dabei sicherlich ihre Frontfrau Sara Squadrani, deren kraftvolle und angenehme Stimme (zum Glück) nicht zu sehr ins Opernhafte abdriftet. Aber auch die Herren an den Instrumenten scheinen vor Spielfreue und Kreativität nur so überzulaufen. Obwohl! Manch eine Melodie, die in diesem dicht gestrickten Werk aufleuchtet und wieder vergeht, kommt einem schon irgendwie bekannt vor. Im Finale des Zwölf-Minuten-Epos "Showdown" wurde beispielsweise die Titelmelodie von Braveheart in gering(st)fügig angepasster Form verwendet. Die Keyboardlinien in "In The End" scheinen dagegen eine Kombination aus der Fanfare in Finntrolls "Slaged Vid Blodselv" und dem bekanntem Titelthema von Fluch Der Karibik zu sein, um nur zwei Beispiele zu geben.

Die Ancient Bards orientieren sich also gern und räubern gelegentlich auch bei ihren Vorbildern, seien es nun ihre Genrekollegen oder die Komponisten aus Hollywood. Wen das nicht weiter stört und wer symphonischen Metal sein täglich Brot nennt, der wird bei den Ancient Bards bestimmt fündig. Als Hörprobe sei allen Interessierten die wunderschöne, balladeske Nummer "In My Arms", zu der es auch ein ansprechendes Video auf der Bandseite zu sehen gibt, ans Herz gelegt.

Dagger

4 von 6 Punkten

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