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Deep Purple - In Concert '72 (2012 Remix)

Deep Purple - In Concert '72 (2012 Remix)
Stil: Hard Rock
VÖ: 13. Juni 2014
Zeit: 55:40
Label: Warner Music
Homepage: www.deeppurple.com

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An Live-Scheiben mangelt es wahrlich nicht im Deep Purple-Katalog - darunter immerhin so legendäre Perlen wie Made In Japan, das die 70er-Trademarks - ausufernde Improvisations-Einlagen, die teilweise dafür sorgten, dass pro LP-Seite ein Song draufpasste - herausragend in Szene setzte und noch heute als ein Klassiker unter den Live-Alben gilt. Kernstück dieser Auftritte in Japan war das im April 1972 erschienene und somit brandneue Machine Head-Album, das mit "Highway Star" und "Smoke On The Water" gleich mehrere absolute Highlights an Bord hatte. Ein paar Monate vorher, genauer gesagt am 09. März 1972, fanden sich die Herren im Paris Theatre in London ein und gaben dort in clubähnlicher, überschaubarer Atmosphäre für die BBC-Sendung "Sound Of The Seventies" ein Set zum Besten, das ebenfalls einige damals noch unbekannte Stücke vom bevorstehenden neuen Album präsentierte.

Daran sind gleich mehrere Dinge bemerkenswert: die aus heutiger Sicht überraschend frische Manier, mit der Ian Gillan, Ritchie Blackmore und der Rest der legendären Mark II-Besetzung hier Nummern wie eben "Highway Star" abfeuert - Gillan noch in vollem Besitz seines Organs, die Kombo bestens eingespielt, und das Riff von "Smoke On The Water" seltsam zurückhaltend, noch nicht pompös gespielt. Die Spielfreude ist schier greifbar, als der Moderator (!) jeden Song kurz ankündigt, Gillan oder andere Bandmitglieder sogar den Hintergrund erklären (so etwa zu "Strange Kind Of Woman", das man offenkundig über einen guten Freund schrieb, der eine in der Tat seltsame Frau ehelichte, oder auch die sattsam bekannten Geschehnis in Montreaux, die "Smoke On The Water" thematisiert - "you probably read about this in the newspapers") und teilweise auch spaßige Seitenhiebe auf andere Formationen der Zeit fallen ("they sometimes write pop songs. Well, if T. Rex can do it, this lot can certainly do it"). Vor allem ist es aber die im Gegensatz zu Made In Japan sehr intime Club-Stimmung, die dieses Zeitdokument so faszinierend macht: eine Band auf dem Zenit ihres musikalischen Könnens und ihrer Kreativität, gewissermaßen hereingeholt ins Wohnzimmer, um ihre neuesten Songs zu präsentieren - geboten ist letztlich nahezu das gesamte Machine Head-Album -, von denen nicht wenige später zu Klassikern avancieren sollten. Neben den Evergreens gibt es auch Perlen wieder zu entdecken, wie etwa das schmissige "I'm A Leo" oder auch die seinerzeitige Single "Never Before".

2012 wurde diese Aufnahme bereits für eine Vinyl-Edition digital remixt und remastert; nun findet sie auch noch den Weg in die heimischen CD-Player. Ein faszinierendes Stück Musik- und Radio-Geschichte!

Holgi

5 von 6 Punkten

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