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Portrait - Crossroads

Portrait - Crossroads
Stil: Traditional Heavy Metal, Progressive Speed Metal
VÖ: 25. April 2014
Zeit: 42:47
Label: Metal Blade
Homepage: -
MySpace: www.myspace.com/portraitmetal

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Früher hieß es beim dritten Album stets ‚Make it or break it!‘ Es gibt im Eigentlichen keinen Grund, warum dieser Leitsatz nicht auch heute noch seine Gültigkeit haben sollte - in diesem unserem Fall nun angewandt auf die Schweden Portrait und ihr neuestes Machwerk Crossroads. Der Mannschaft rund um Sänger Per Lengstedt und das Gitarristenduo Christian Lindell/David Olofsson dürfte von Anfang an klar gewesen sein, dass es alles andere als eine einfache Aufgabe werden würde, den Erfolg des Vorgängers Crimen Laesae Majestatis Divinae zu toppen, wurde die Platte doch sowohl von der Kritikerschaft als auch in verschiedenen Fankreisen gleichermaßen mit Lob überschüttet und abgefeiert. Mit Crossroads steht nun eine leichte musikalische Kurskorrektur an: zwar bleiben Portrait die einzigen, die stilecht das Erbe von Mercyful Fate weiter führen, ohne als Kopie oder Abklatsch zu enden, doch zeigt sich die Band auf dem neuen Silberling deutlich melodischer und eingängiger als noch zuvor; und das könnte letztlich der Schlüssel zum Durchbruch in noch höhere Sphären sein.

Wie in der Vergangenheit produziert von Tore Stjerna legen Portrait nach dem kurzen, aber feinen Intro "Liberation" gleich mit einen Song los, der alles hat, um zum Klassiker zu werden: "At The Ghost End" zeigt die gesamte Band in absoluter Topform. Die Trademarks wie treibende Rhythmen, teilweise schwarzmetallisches Riffing umgemünzt in traditionelle metallische Songstrukturen, Lengstedts schneidende Vocals, die immer mehr Eigenständigkeit erreichen (wenn auch der Vergleich mit King Diamond nie verschwinden wird), und originelle Gitarrensoli sind hier allesamt versammelt. Dazu kommt nun aber eine überraschend eingängige Melodieführung in Refrain und Strophen, sodass der Song sogleich im Ohr bleibt. Gleiches gilt sogar in höherem Maße für das folgende "We Were Not Alone", das teilweise mit recht rockigen Parts aufwartet und so ganz gut auf King Diamonds Debut Fatal Portrait gepasst hätte. "In Time" ist dagegen Traditional Metal pur. Exzellente Gitarrensoli, die dem Song immer wieder das gewisse Etwas geben und ein Chorus zum Niederknien, der zwischen Melancholie und Trotz hin und her pendelt, toll gesungen von Lengstedt.
Auch die zweite Hälfte von Crossroads weiß absolut zu überzeugen. Hier tummeln sich die etwas vertrackteren Stücke wie etwa "Our Roads Must Never Cross", in welchem der Sänger mit verschiedenen Stimmen experimentiert und ein Riffgewitter auf den Hörer niedergeht, dass einem Hören und Sehen vergeht. Die Temposchraube wird erst am Ende ein wenig zurück gedreht, wenn "Lily" ruhig und geheimnisumwittert eingeleitet wird, um dann jedoch das Album mit tollen Grooves und erneut ausgefallenen, aber eingängigen Melodien zum Abschluss zu bringen.

Klares Resümee: Portrait werden es mit Crossroads schaffen, die bisherigen Erfolge zu übertreffen. Ein formidables Stück Heavy Metal, das am Ende des Jahres in allen Bestenlisten unter den Top-Fünf landen wird und hier nur mit der Höchstnote bedacht werden kann.

Fuxx

6 von 6 Punkten

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