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Various Artists - Wildstyle & Tattoo Music - The Ultimate Tattoo Sound Pt. 1

Various Artists - Wildstyle & Tattoo Music - The Ultimate Tattoo Sound Pt. 1
Stil: Metal / Hardrock / Industrial
VÖ: 04. April 2014
Zeit: CD1 45:43 - CD2 42:43 - CD3 42:46
Label: Rough Trade

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Wildstyle & Tattoo Music ist nicht nur die - angeblich - ultimative musikalische Begleitung zur Behandlung mit der Nadel, sondern auch Soundtrack für die Wildstyle & Tattoo-Messe, ein Mekka für Freaks und Freude von Tattoos, Piercings, Bondage, Custom Bikes, aufgemotzten Schlitten und abgefahrener Mode. Deren Gründer, der österreichische Selfmade-Millionär und Metalfan Jochen Auer, ist Drahtzieher dieses etwas anderen musikalischen Projekts, bei dem eine jede beteiligte Band den selben Songtitel, nämlich "Wildstyle" abgeliefert hat. Das heißt nun nicht, dass man 26-mal und verteilt auf drei CDs denselben Song in unterschiedlicher Fassung zu hören bekommt. Nein, vielmehr bekamen die Interpreten, die aus den Schubladen Metal, Rock, Industrial und Dark Wave zusammengewürfelt wurden, die Aufgabe, einen Song mit Titel "Wildstyle" zu schreiben, der ihrer Meinung nach das Feeling der Messe widerspiegelt. Im Grunde eine witzige Idee, die so vermutlich noch niemand hatte.

Neben einigen illustren Kapazitäten, wie Doro Pesch, Grave Digger, Destruction, Tracii Guns oder V8 Wankers ist auch eine lange Reihe weniger bekannter Acts am Start.
Natürlich beginnt die Liedersammlung mit einem echten Kracher: Auftakt und Aushängeschild zugleich ist Doros Hymne "Wildstyle's Tattooed Angels", ein Gassenhauer, wie er nur von der Metalqueen stammen kann! Aber es gibt noch andere Bands, deren "Wildstyle" aufhorchen lässt. Destruction zum Beispiel mit ihrem gewohnt messerscharfen Thrashriffs haben ein Highlight abgeliefert. Auch der pop-schwangere Track von Rokko Ramirez und der flotte Rocker von Zardonic machen ordentlich Laune. Hinter den Wildstyle All Stars verbergen sich der Tattoo-Künstler Danny Bullman, Guns N' Roses-Gitarrist Richard Fortus und Tieftöner Marco Mendoza (Whitesnake, Thin Lizzy, Black Star Riders), die ebenfalls einen sehr passablen Hardrock-Beitrag geleistet haben. Eher Mittelmäßiges gibt's dagegen vom Hoffnungsträger Grave Digger und leider auch von den allermeisten übrigen Bands, deren Nummern halt eben nicht unter die Haut gehen, wie die Tinte beim Tätowieren. Zu allem Überfluss melden sich dann auch noch die bis zur Unkenntlichkeit bemalten Szene-Ikonen Zombie Boy und The Mexican Vampire Woman, die beide auf dem Cover zu sehen sind, zu Wort und demonstrieren auf ernüchternde Weise, dass sie doch besser beim Posing bleiben und die Finger von der Musik lassen sollten. 22 dieser Wildstyle-Tracks sind auf zwei CDs verteilt. CD Nummer drei enthält dann einige Rockklassiker von Firehouse, Motörhead und Quiet Riot. Frau Pesch ist auch noch einmal mit von der Partie mit einem neuen AC/DC-Cover, nämlich "Touch Too Much". Schließlich gibt es noch vier Remixe bereits gehörter "Wildstyle"-Nummern und eines von Stefan "Der W" Weidners "Stirb In Schönheit", die im Grunde genommen allesamt kein Mensch wirklich braucht.

Was bleibt ist eine gute, witzige Idee, wie gesagt. Das Resultat kann dagegen leider nicht sonderlich überzeugen. Da der Titel dieser Liedersammlung den Zusatz "Pt. 1" enthält, darf damit gerechnet werden, dass es noch eine Fortsetzung gibt, die dann hoffentlich die Schwächen der Erstauflage ausbügeln kann.

Dagger

3 von 6 Punkten

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