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Agharti - Change

Agharti - Change
Stil: Modern Metal
VÖ: 10. September 2013
Zeit: 43:19
Label: WormHoleDeath Records
Homepage: www.agharti.eu
MySpace: www.myspace.com/aghartiband

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Ein bisschen Schmunzeln muss man ja jedes Mal, wenn man im Beipackzettel einer Promo-CD abgedroschene Phrasen liest, wie in diesem Fall "Eine der größten 'Femme Metal'-Überraschungen in 2013!". Aber schau an. Agharti, eine junge Band aus Kroatien, sind tatsächliche eine positive Überraschung! Nach kurzem Intro inklusive gesprochener Verse gehen die sechs Musiker richtig in die Vollen und liefern mit "The Sky Is Falling" ein ordentliches Brett, gefolgt von etlichen weiteren Gassenhauern. Mittelpunkt des Geschehens sind die beiden Mädels Tina, zuständig für den Gesang, und Iva, deren Keyboards im Grunde allgegenwärtig sind, aber keinesfalls zu aufdringlich abgemischt wurden. Zusammen bilden sie nicht nur die kreative Speerspitze von Agharti, sondern liefern auch das Gros der Melodien. Ihre männlichen Kollegen sorgen dagegen eher für den Rhythmus und steuern gelegentlich ein paar klare Shouts oder tiefe Growls zu den Refrains bei.

Stilistisch sind Agharti nicht ganz einfach zu fassen. Während Tinas kraftvoller Gesang und die Keyboards einen gewissen Pop-Einschlag nicht leugnen können, orientieren sich die Gitarren und zum Teil auch die Songstrukturen oft an zeitgemäßen Größen wie In Flames oder Killswitch Engage. Die vielen Klänge vom Synthesizer wecken aber auch die eine oder andere Erinnerung an Pain. Dank einer dicken, vielleicht ein wenig synthetisch wirkenden Produktion knallen Stücke wie das bereits erwähnte "The Sky Is Falling", "Away From Here", "Words Unspoken" oder "To A Friend" mit eingängigen Refrains und Groove ganz herrlich durch die Membrane. Inhaltlich widmen sich die Kroaten greifbaren und ganz irdischen Themen, wie Hoffnung und Verzweiflung, Liebe, Abschied und natürlich dem Wechsel, dem Neubeginn auf persönlicher und gesellschaftlicher Ebene. Passend dazu wurden Zitate von Mandela, Gandhi und dem Dalai Lama an Anfang, Mitte und Ende des Albums gestellt. Also Metal für Menschenrechte? Warum nicht! Ist auf jeden Fall mal was anderes.

Unterm Strich ist Change ein starkes und hoffnungsvolles Debüt, das im Grunde keinen einzigen Aussetzer hat. Leider sind sich die einzelnen Stücke aber doch recht ähnlich. In Härte und Tempo gibt es nur geringe Ausschläge noch oben oder unten und manch ein überraschendes Moment hätte den Songs sicherlich gut gestanden. Soli findet man auf Changes überhaupt nicht - halt doch, ein kurzes in "To A Friend" ist vorhanden - und richtig prägnante Riffs sind ebenfalls eher Mangelware. Vielleicht braucht man ja diese eher klassischen Zutaten bei modernem Metal gar nicht mehr, mir fehlen sie aber doch ein bisschen. Daher 'nur' vier Punkte, aber mit ganz klarer Tendenz nach oben.

Dagger

4 von 6 Punkten

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