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Manowar - Lord Of Steel Live EP

Manowar - Lord Of Steel Live EP
Stil: True Metal
VÖ: 16. August 2013
Zeit: 27:09
Label: Magic Circle Music
Homepage: www.manowar.com

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Nach dem grandiosen Desaster von Gods Of War (2007) - Hörspiel statt Metal, orchestrierte Märchenstunde, Selbstkarikatur, das waren wohl nicht die wohlwollenderen Kommentare zu dieser Scheibe - brauchte "unsere Grubbe Mennowar", wie sie der launige Veranstalter beim Earthshaker Fest in Geiselwind seinerzeit ansagte, sage und schreibe bis 2012, um ein neues Studiowerk auf ihre Fans und Kritiker loszulassen. The Lord Of Steel lieferte dann zumindest keinen weiteren Rohrkrepierer, sondern eine Rückkehr zu alten Tugenden in Form von straighten Rockern, die wenigstens ohne Bombast und Überladenheit daherkamen. Auch wenn der ganz große Hit fehlte und die große songwriterische Inspiration der 80er Jahre ohnehin nicht annähernd erreicht wurde, konnten sich die Herren somit zumindest teilweise rehabilitieren. Deshalb packte man flugs Hammer und Schwert ins Fell-Säckel und beglückte die Welt mit einer Tournee unter dem gleichen Titel.

Um die Wartezeit bis zur Neuauflage des legendären Kings Of Metal-Albums, an dem die Kombo gerade arbeitet, zu verkürzen (lassen wir als Argument mal so stehen), kredenzen uns Joey und seine Freunde nun einen Mitschnitt von sechs Tracks dieser Gastspielreise. Mit Ausnahme von "Thunder In The Sky" handelt es sich dabei ausnahmslos um Material von The Lord Of Steel, wobei es mit "El Gringo", "Manowariors" und "Hail Kill And Die" leider auch Nummern in die Auswahl geschafft haben, die nun wirklich nicht gerade zur allerersten Kajüte zählen. Freuen darf man sich dagegen über achtbare Ausritte wie den Titeltrack oder das schon genannte "Thunder In The Sky". Interessant ist, dass ausschließlich Aufnahmen aus der Alten Welt zu hören sind - genauer gesagt aus Deutschland, Finnland, Italien, Russland, Schweden und der Tschechischen Republik: in ihrer Heimat USA locken die Wahrmetaller offenbar nach wie vor keinen Hund mehr vor dem Ofen vor, während Genrefreunde wie Maiden oder Metallica in Übersee populärer denn je sind.

Der Sound geht (soweit sich das bei einem Stream beurteilen lässt) in Ordnung, die Stimme von Eric Adams stößt mittlerweile bisweilen doch an ihre Grenzen, und an den Künsten von Karl Logan am Sechssaiter werden sich die Geister weiter scheiden. Dass jeder Song ausgeblendet wird, zerstört jegliches wirkliche Live-Feeling, was dann doch objektiv negativ auffällt. Somit definitiv keine Bekehrung derjenigen, die die Kombo ohnehin nicht mögen, und auch nur für Beinhart-Fans eine Überlegung wert, bis auf Kings Of Metal rebooted dann der englische Schauspieler und Abenteurer Brian Blessed die gesprochenen Parts übernimmt, woran man derzeit im Studio emsig werkelt.

Holgi

3 von 6 Punkten

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