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Manowar - The Lord of Steel (Hammer Edition)

Manowar - The Lord of Steel (Hammer Edition)
Stil: Heavy Metal
VÖ: 16. Juni 2012
Zeit: 47:47
Label: Magic Circle Music
Homepage: www.manowar.com

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Es gibt Dinge im Leben, die weiß man erst im Nachhinein zu schätzen: vermeintlich verpasste Chancen, den letzten Urlaub oder das 2002er Album von Manowar (Gods Of War anno 2007 hab ich mir ehrlich gesagt aufgrund des damals durchwachsenen Gesamteindrucks von Warriors Of The World gar nicht mehr zugelegt). Ja-ha, war mir das damalige Album nicht zuletzt ob der langen Wartezeit mit seinen Zwischenstücken zu seicht, wird mir jetzt klar: DAS waren noch Manowar. Nun musste die Fanschaft wieder fünf Jahre warten, ehe es neues musikalisches Kraftfutter kredenzt bekommt.
Beim ersten Hördurchlauf fallen sofort zwei Songs sehr angenehm auf... Mooooment, nur zwei Songs von insgesamt zehn? Klingt nach einer mageren Ausbeute. Nun, ganz so schlecht ist The Lord Of Steel sicherlich nicht geraten, aber auch nicht wirklich gut. Aber halt entschieden zu wenig für die selbsternannten Kings Of Metal.
Der Einstieg gerät mit dem Titelsong noch recht flott und ab und an blitzen auch die für Manowar typischen Melodiebögen durch, aber sofort sticht auch noch etwas anderes ins Auge bzw. Ohr: Joey DeMaio hat wohl ein neues Spielzeug - ein neues Effektgerät - entdeckt, das hier auch gleich bis auf Anschlag zum Zuge kommt. Der Bass ist auf The Lord Of Steel ein einziges Wummern und Brummen, dass es einem bereits beim dritten Song mächtig auf die Klöten geht. Doch zuvor kommt noch "Manowarriors" und wer die vier Jungs kennt, weiß GENAU, was einem hier erwartet. Und so ist es dann auch: der Song ist streng nach Schema F gestrickt und mit einem Refrain versehen, bei dem man als braver Fan genau weiß, wann man mitzusingen hat. Und genau das ist es, was den Song unauthentisch macht: zu berechenbar, zu konstruiert, zu unecht. Das können die Jungs definitiv besser. Und dann kommt er, der erste Aufhorcher in Form von "Born In A Grave", ein Midtempostampfer vor dem Herrn. Leider zwar auch hier mit dem unsäglichen Wummern vom Bass begleitet, doch ansonsten ist der Song erste Sahne. Danach ist es bereits Zeit für die Ballade "Righteous Glory", die nett, aber auch nicht mehr ist. Im Anschluss kommt mit"Touch The Sky", "Black List" und "Expendable" Durchschnittskost, ehe man sich bei "El Gringo" endlich wieder seiner Stärken besinnt und einen treibenden Song durch die PA jagt, den man angesichts der vorherigen Songs keineswegs mehr erwartet hätte. Ein treibender Rhythmus peitscht den Song stetig nach vorne, so wie es sein muss. Mit dem stampfenden "Hail, Kill And Die" findet man noch einen versöhnlichen Rausschmeißer.
Die Genialität, die Manowar früher ausmachte, blitzt anno 2012 leider nur noch ansatzweise durch. SO ist The Lord Of Steel kein Geniestreich geworden, sondern "nur" ein gutes, aber auch unspektakuläres Album, das nur ansatzweise aufhorchen lässt.
In die Regale kommt das Album erst am 07.09.12, vorab (seit 16.06.) kann man es sich jedoch digital über UK beschaffen.

Ray

3 von 6 Punkten

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