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Paganizer - World Lobotomy

Paganizer - World Lobotomy
Stil: Death Metal
VÖ: 10. Mai 2013
Zeit: 40:07
Label: Cyclone Empire
Homepage: -

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Auf CD ist Rogga Johansson ungefähr das, was Martin van Drunen auf Festivals ist: omnipräsent. Die Namen seiner Bands sind Legion und es fällt schwer, die Übersicht darüber zu behalten. Als DIE Konstante seines Schaffens kann man aber Paganizer betrachten, hier ist er am längsten und ohne Unterbrechung tätig, nennen wir sie deshalb mal Hauptband.

Wer das Werk von Rogga so einigermaßen kennt, weiß, dass der Mann vor allem eines ist: Death Metal. So verwundert es denn auch keinesfalls, dass auch Paganizers neuester Output mehr vom Gleichen ist, Rogga pur ohne irgendwelche Spielereien. Das ist auf der einen Seite löblich, weil verlässlich, auf der anderen Seite aber halten sich dadurch die überraschenden Momente doch im übersichtlichen Rahmen. Eigentlich bietet World Lobotomy genau das, was auch schon 2011 auf Into The Catacombs zu hören war. Die Rezension von damals könnte ich fast wörtlich abschreiben und keiner würde merken, dass ich mich selbst kopiere. Bei den Schweden aber merkt man es sehr wohl und da fehlt mir dann auf Dauer das ein oder andere Unterscheidungsmerkmal zu anderen CDs von Herrn Johansson im Allgemeinen und Paganizer im Besonderen. Der Begriff "Fließbandware" kommt einem da unweigerlich in den Sinn, was an sich noch gar nicht mal etwas besonders Negatives sein müsste, denn die meisten Sachen, die ich besitze, stammen aus der Massenproduktion. Das sind aber Dinge des täglichen Gebrauches, da stört mich das nicht, Musik aber sollte meiner Meinung nach schon etwas Besonderes sein. Genau das fehlt dieser Scheibe. Solide, unspektakulär, schon oft so oder ähnlich gehört, nicht schlecht, aber sicherlich auch nicht herausragend, das würde eine Wertung zwischen drei und vier Punkten rechtfertigen.

Dass es am Ende die niedrigere der beiden Noten gibt, liegt primär an Roggas Stimme, die etwas gepresst und angestrengt wirkt. Vielleicht sollte da doch mal eine kleine Auszeit in Betracht gezogen werden. Der Rest der Kapelle agiert auf gewohnt solidem Level, passt also eigentlich perfekt zum Songmaterial. Die Spieldauer hat zwar im Vergleich zum direkten Vorgänger etwas gelitten, aber da die beiden Alben einander so ähnlich sind, hat man eh genug Stoff der gleichen Machart. Die Produktion ist angenehm direkt und unbehandelt ausgefallen und das Artwork recht stimmig, zumindest die Äußerlichkeiten stimmen also.

Hilft aber nicht dabei, den Begriff "Selbstkopie" zu entkräften. Es gibt zwar Bands, an denen man genau das ganz besonders mag (z. B. Bolt Thrower), Paganizer gehört für mich aber nicht zu diesem überschaubaren Kreis. Wer mehr vom ewig Gleichen möchte, wird mit World Lobotomy sicher glücklich, der Rest sollte sich fragen, ob es sich lohnt, dafür Geld auszugeben.

Hannes

3 von 6 Punkten

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