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In Utero Canibalism - Sick

In Utero Canibalism - Sick
Stil: Death Metal
VÖ: 15. März 2013
Zeit: 33:41
Label: Sleaszy Rider Records
Homepage: -

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Bandnamen sprechen oftmals eine beredte Sprache. So dürfte auch dem Unbedarftesten recht schnell klar geworden sein, dass eine Kapelle mit dem Namen In Utero Cannibalism mit Sicherheit keinen Glamrock veranstaltet. Und richtig, die Griechen frönen dem unbarmherzigen Geprügel, Death Metal amerikanischer Bauart ist das Motto der guten halben Stunde.

Obwohl, gut ist in diesem Fall wohl eher irreführend, denn das, was die Hellenen da abliefern, ist nicht wirklich eine Sternstunde der Hartwurstmucke. Ja, an sich findet man alle Bestandteile, die den Death Metal gröberer Machart ausmachen, auch im Material des Quintetts und auch an der Temposchraube drehen die Griechen hin und wieder. Dies aber eher selten und dann merkt man auch, dass die langsameren Stellen zwar ganz in Ordnung gehen, aber das Gros der Stücke ein ziemlich gesichtsloses Geprügel darstellt, das man so oder ähnlich schon oft und meistens besser gehört hat. Die Stücke sind irgendwie unspannend, ohne eigene Identität und wirken irgendwie wie aus dem Baukasten zusammengesetzt. Trotz allem wüsten Geknüppel plätschern die Songs nur vor sich hin und weisen nur selten irgendeinen erkennbaren Höhepunkt auf. Wenn dann mal der Fuß vom Gaspedal genommen wird, entwickelt das Material dann sogar so etwas wie eine düstere Stimmung, aber diese Momente sind leider viel zu selten, um wirklich ins Gewicht zu fallen.

Einen Teil der beschriebenen Eintönigkeit hat die Leistung von Frontmann Bill zu verantworten, der sein Gurgeln zwar recht tief ansetzen kann, aber keinerlei Dynamik in der Stimme vorzuweisen hat. Irgendwie klingt seine Performance angestrengt und überfordert und kann keinerlei Druck entwickeln. Im Gegensatz zum Drumming, das zwar ziemlich hölzern klingt, aber dermaßen in den Vordergrund gemischt wurde, dass es den Rest der Kapelle oft unter sich begräbt und dabei ziemlich künstlich klingt. Wenn man dann mal was von der Saitenfraktion hört, kann man deren Leistung immerhin als recht brauchbar einordnen mit ihrem recht griffigen Riffs und ein paar ganz gelungenen Leads. Die obige Beschreibung lässt auch schon erahnen, dass mir Produktion und Abmischung der Scheiblette nicht gefallen und hier trügt die Ahnung auch nicht. Ausgewogen ist der Klang von Sick nicht ansatzweise und wirkt zwar recht roh, aber auch rumpelig und an den falschen Stellen übertrieben nach vorn gemischt. Die Spieldauer geht fürs Genre in Ordnung, das Artwork aber keinesfalls, "billig" wäre noch geschmeichelt.

Sick ist einfach nur ein schlechtes Release. Die paar langsameren Stellen, die brauchbar klingen, retten da die Wertung auch nicht, verhelfen aber zusammen mit der soliden Gitarrenarbeit zu einem Mitleidspünktchen. Mehr ist nicht drin.

Hannes

2 von 6 Punkten

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