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Finsterforst - Rastlos

Finsterforst - Rastlos
Stil: Pagan Black Metal
VÖ: 23. November 2012
Zeit: 77:39
Label: Napalm Records
Homepage: www.finsterforst.de
MySpace: www.myspace.com/finsterforst

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Ich muss zugeben, die Baden-Württemberger hatte ich schon lange nicht mehr auf dem musikalischen Schirm, und das liegt nicht nur daran, dass deren letztes Album ...zum Tode Hin nun auch schon drei Jährchen auf dem Buckel hat. Hat mich das Debut noch mächtig beeindruckt, plätscherte das genannte Zweitwerk irgendwie an mir vorbei. Doch das soll sich nun gewaltig ändern.... und das kann man ruhig wörtlich nehmen.
Denn gewaltig, ja gar mächtig präsentieren sich Finsterforst anno 2012 mit ihrem dritten Full-Length-Album Rastlos. So einen Paukenschlag hätte ich nun nie und nimmer erwartet. Schon ein Blick auf die Länge der Songs lässt erahnen, was einen hier erwartet: fünf Songs sind vertreten (und zwei kurze Zwischenstücke), von denen der kürzeste (!) schlappe 10:39 vorzuweisen hat; das finale "Flammenrausch" erstreckt sich sogar über 23 Minuten. Den Einstieg markiert jedoch das wahrlich opulente "Nichts Als Asche", bei dem bereits alle Register gezogen werden: majestätisches Midtempo trifft auf erhabene Chöre trifft auf sehr flottes Uptempo trifft auf enormen Groove trifft auf eingängige Melodiebögen. Alles untermalt mit viel Bombast und Bläsern. Die Vocals wechseln von aggressivem Black Metal-Gekeife bis hin zu druckvollem Klargesang und die bereits erwähnten Chöre. Wow, danach ist man erst einmal richtig gehend geplättet. Über weite Strecken des Albums lassen Finsterforst einfach die Macht der Musik für sich alleine stehen und sprechen. Auch vor ruhigen, fast schon naturbelassenen Klängen wird nicht Halt gemacht, hier wird ganz großes Kino geboten. Finsterforst erschaffen eine monumentale Klangwelt, in die es einzutauchen gilt. Fast schon bedrohlich wirken die tiefen Blasinstrumente zu Beginn von "Fremd", ehe eine lockere Melodie dem Ganzen die Gefährlichkeit nimmt. Doch das ist nur die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm, denn schnell nimmt der Song an Fahrt auf, ehe abrupt wieder gedrosselt wird. Es passiert wahrlich eine Menge in den Songs, die einzelnen Feinheiten werden erst bei mehrmaligem Hörgenuss deutlich. Und trotz der überlangen Songs werden die Songs zu keiner Zeit langatmig, ganz im Gegenteil.
Damit haben sich Finsterforst ein eigenes Denkmal gesetzt. Bleibt jedoch die Frage, wie man diese Songs live auf den Brettern, die die Welt bedeuten, darbringen kann... ich werde mir davon auf dem W:O:A 2013 ein Bild machen, denn dafür ist die Band nun bestätigt.

Ray

6 von 6 Punkten

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