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Panzerballett - Tank Goodness

Panzerballett - Tank Goodness
Stil: Jazzmetal
VÖ: 28. September 2012
Zeit: 47:38
Label: Gentle Art Of Music
Homepage: www.panzerballett.de
MySpace: www.myspace.com/panzerballett

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Der Jazz-Star Randy Brecker schreibt über die fünfköpfige Formation Panzerballett Folgendes: "Panzerballett ist die erste Band, die ich gehört habe, die Musik wirklich ins 21. Jahrhundert führt." Ein starkes Statement allemal, bei dem einer erst mal schlucken muss. Die Münchner, die für ihre vergangenen Outputs vielerlei Lob aus verschiedenen Richtungen (ARTE, Die Welt, Goethe-Institut etc.) einstreichen konnten, versuchen sich von jeher an einer Verschmelzung von Jazz und Metal und prägten für ihren Stil den Begriff der "Verkrassung". Nun: "krass" darf man die Kompositionen auf ihrer neuesten Langrille Tank Goodness" durchaus nennen.
Beispielsweise ein Stück wie "Mustafari Likes Di Carnival" lässt etwa durch anfangs ruhige, dann wilder werdende Dissonanzen, durchsetzt von allerhand verqueren Harmoniebögen und irrwitzigen Tempiwechseln, aufhorchen. Wie dieses wird auch die anschließende John Coltrane-Adaption "Giant Steps" hauptsächlich von den Sax-Sequenzen getragen, wobei immer wieder Guitar-Rifffolgen eingehackt werden und es so zu Duellen, Wechselspielen, aber im gleichen Zug auch gegenseitigen Ergänzungen kommt. Völlig absurd mutet auch die Coverversion des allseits bekannten "(I've Had) The Time Of My Life" an. Jeder Dirty Dancing-Fanatiker dürfte hierbei jedoch schreiend aus dem Zimmer laufen. Am ehesten einem normalmetallischen Musikgeschmack kann allenfalls "The IKEA Trauma" mit seinen treibenden Rhythmen, den extrarauen Vocals und den zur Gänze wahnsinnigen Gitarren-Soli entsprechen.
"Verstörend" wäre das Wort, das mir am Ende dieses Hördurchlaufs in den Sinn kommt. Selbstredend sind hier absolute Profimucker am Werk, die genau wissen, was sie da tun. Ich selbst wage es nicht, eine Bewertung hierfür abzugeben, zu over the top, zu ambitioniert erscheint mir dazu das Ganze. Zwei Sachen möchte ich aber dennoch los werden. Erstens: bereits vor über zehn Jahren überraschten etwa Spock's Beard die Metalwelt mit ganz Ähnlichem, wenn auch nicht gar so "krass" (auch im Fundus von Shining finden sich Parallelen). Zweitens: wer auf perfektionierte, aber anstrengende Mucke steht, der wird hier fündig. Letzten Endes kann ich mir jedoch beileibe nicht vorstellen, dass in 50 Jahren jeder Metalfan sich nur noch solcher "Verkrassung" bedient. Ein Unikat stellen Panzerballett allerdings definitiv dar.

Fuxx

Ohne Wertung

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