7 Headbänga online
04.10.2022 Evergrey
06.10.2022 Then Comes Silence
06.10.2022 Polaris
07.10.2022 Phil Campbell And The Bastard Sons
07.10.2022 Saxon
08.10.2022 Tito & Tarantula
Reviews (10353)
Navigation
Artikel des Tages
Review:
Angel Blake

Interview:
The Monolith Deathcult

Live-Bericht:
Avenger (CZ)

Video:
Slayer
RSS RSS
Atom Atom
 

Review

CDs von Kragens kaufenZur Druckversion dieses ArtikelsDiesen Artikel als PDF speichern

Kragens - Dying In A Desert

Kragens - Dying In A Desert
Stil: Power Metal
VÖ: 12. Juli 2004
Zeit: 52:00
Label: Thundering Records
Homepage: www.kragens.com

buy, mail, print

Was für ein schönes Gefühl: Vorfreude. Die Gewissheit etwas genießen zu können, hervorgerufen durch einen einfachen Satz, der da lautet: "Kragens wird mittlerweile als die perfekte Kombination aus Iced Earth und Nevermore angesehen." Vorfreude... und dann die Gewissheit, dass der zerknitterte weiße Zettel mal wieder all seine Versprechungen nicht halten konnte. Ein Tritt in die Eier kann kaum schmerzhafter sein.

Kann der Opener und Titeltrack das im Mund zusammengelaufene Wasser noch halbwegs halten, folgt ab dem zweiten Song der Griff zum Bier und Hass auf den Verfasser des Promozettels macht sich breit. Das hier mit Iced Earth oder Nevermore zu vergleichen, grenzt ja fast schon an Hochverrat.
Der Franzosenfünfer brettert zwar äußerst aggressiv und schnell durch die Landschaft, nimmt aber niemals richtig Fahrt auf. Zu emotions- und einfallslos gehen die Mannen zu Werke, zu mühevoll schleppt man sich durch die Lieder ohne auch nur ansatzweise mit Überraschungen aufzuwarten. Das hier erinnert schon mehr an eine Newcomer Underground Band, als an eine engagierte Rockband. Wird im ersten Song durch die Gitarristen und die Rhythmusfraktion noch ein grundsolides Powermetalfundament gelegt, verflachen sowohl die Riffs als auch Hooks und Melodien im Anschluss daran rapide. Hier ist auch durch Highspeedpassagen und verschachtelte Progteile nichts zu retten.
Als wäre das noch nicht genug, krankt die Musik von Kragens auch noch am Gesang. Der Sänger schwankt zwischen bösen, düsteren und melodischen, hohen Passagen, schafft es aber nicht auch nur ein Fünkchen Ausdruck in die Stimme zu legen. Zur Erheiterung des Volkes hat man einen Deathvocalisten bei einigen Liedern als Gastsänger an Bord. Dummerweise wurde der so weit in den Hintergrund gemischt, dass man sich das Geld hätte sparen können. Apropos Produktion, etwas mehr Druck aufm Schlauch hätte der CD auch nicht geschadet... Und wenn ich schon mal am Meckern bin... Songs mit Titeln wie "Satan The Killer", "Rise Up Your Fist To Fight" oder "Metal Hunter" zu veredeln - nene.

Ich weiß ja nicht, wer hier die Idee hatte Kragens mit Iced Earth und Nevermore zu vergleichen, aber derjenige sollte dringend mal zum HNO-Arzt. Die Franzosen haben noch einen langen und steinigen Weg vor sich, vor allem in Punkto Songwriting. Und mit ein wenig Zeit wird das vielleicht auch was...

JR

2 von 6 Punkten

Zur Übersicht
Zur Hauptseite

Weitere Berichte und Infos
Weitere Reviews
Nächstes Review: Kreator - Enemy Of God
Vorheriges Review: The Inchtabokatables - Ultimate Live

© www.heavyhardes.de