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Deserted Fear - My Empire

Deserted Fear - My Empire
Stil: Death Metal
VÖ: 28. September 2012
Zeit: 42:00
Label: FDA Rekotz
Homepage: www.desertedfear.de

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Über das rührige Label FDA Rekotz wurden in letzter Zeit ja schon einige Perlen des vor allem schwedisch angehauchten Todesmörtels veröffentlicht, aber auch ein paar eher überseeisch klingende Outputs waren dabei. Nun liegt dem Rezensenten mit dem Deserted Fear-Erstling ein Album zur Begutachtung vor, welches den Spagat zwischen beiden Stilen zu vollbringen versucht.

Nun, es bleibt nicht alleine beim Versuch, er gelingt nämlich auf überraschend überzeugende Art und Weise. Die Thüringer klingen auf My Empire ein bisschen schwedisch (nur nicht ganz so tief gestimmt), ein wenig US-amerikanisch, aber auch deutlich kontinentaleuropäisch. Das ergibt eine recht originelle Mischung, die irgendwo zwischen Asphyx, Dismember und Obituary liegt, die aber nicht nur durch Eigenständigkeit glänzt, sondern auch Wiedererkennungswert besitzt. Das liegt unter anderem daran, dass die Band ein Händchen fürs Songwriting beweist, indem sie ihren Stücken deutliche Unterscheidungsmerkmale verpasst, regelmäßig Stimmung und Tempo variiert und ein Gespür für Spannungsbögen sowohl innerhalb der Songs als auch über das ganze Album hinweg an den Tag legt. Das reicht von geradlinigen Auf-die-Fresse Tracks wie "Scene Of Crime" über Groove-Monster vom Schlage eines "The Battalion Of Insanity" bis hin zu fast schon überlebensgroßen Epen wie dem abschließenden "Bury Your Dead", das über seine kompletten siebeneinhalb Minuten Dauer an keiner Stelle eintönig wird.

Einen großen Anteil am Gelingen des Ganzen hat Shouter Mahne, dessen Gesangsstil immer variabel ist und der mal an Martin van Drunen, dann wieder an John Tardy erinnert, aber nie zur bloßen Kopie eines anderen Goldkehlchens verkommt. Aber auch der Rest der Mannschaft versteht sein Handwerk und setzt das Material überaus ansprechend um. Und in Szene gesetzt wurde das Werk von niemand Geringerem als Dan Swanö, mehr zur Technik muss ich wohl nicht schreiben, oder? Das Artwork könnte oldschooliger nicht sein und mit über 40 Minuten wird auch genug value for money geboten.

Wer auf eigenständiges Todesblei alter Schule steht, für den ist das Ding hier ein absoluter Pflicht... nein Blindkauf. Hatte die Wiedervereinigung doch was Gutes...

Hannes

6 von 6 Punkten

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