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The Wretched End - Inroads

The Wretched End - Inroads
Stil: Death / Black Metal
VÖ: 23. März 2012
Zeit: 38:21
Label: Candlelight Records
Homepage: www.thewretchedend.com
MySpace: www.myspace.com/thewretchedend

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Tomas Thormodsæter Haugen, den meisten bekannt unter seinem Pseudonym Samoth, zählt zweifelsfrei zu jenen Musikern, welche die Landschaft des extremen Metals durch ihr Wirken nachhaltig prägen konnten. Eines seiner jüngeren Projekte nennt sich The Wretched End, das er 2008 zusammen mit Bassist Cosmo, seinem Kollegen aus der weniger bekannten Deathpunk-Formation Scum, ins Leben rief. Komplettiert durch Drummer Nils Fjellström (Dark Funeral, In Battle, Aeon), legte The Wretched End 2010 ihren Einstand Ominous vor und erweitert ihre Diskografie nun um Studioalbum Nummer zwei: Inroads.

Frei von sympathischen Melodien oder verspielten Momenten ist dieses Werk gewiss nur den hart gesottenen Metalheads unter uns zu empfehlen. Zorn und Aussichtslosigkeit kumulieren, Ton geworden, in einem Manifest aus industrieller Kälte und beklemmender Impression. Schwere Kost für ernste Menschen könnte man das insgesamt neun Kompositionen umspannende Werk in der Schnittmenge aus Death und Black Metal wohl auch nennen. Ob im bedrohlichen Midtempo oder während rasanter Wutausbrüche garantiert The Wretched End stets für technische Perfektion und kompositorische Routine - etwas anderes würde man von Samoth auch gar nicht erwarten. Und dennoch schafft er es mit diesem Projekt nicht so recht, an seine früheren Glanztaten anzuknüpfen. Zwar findet man auf Inroads durchaus den einen oder anderen Verweis auf Bands wie Zyklon oder Emperor, was jedoch fehlt, sind spürbare Leidenschaft und Innovation. Vielleicht geht man hier einfach zu sehr auf Nummer sicher und traut sich zu wenig. Nicht falsch verstehen - Inroads hat Klasse! Ob man hiermit aber tatsächlich eine breite Masse aus der Reserve locken kann, bleibt abzuwarten. Musikgeschichte, wie seinerzeit mit Emperor, wird Samoth mit The Wretched End sicherlich nicht schreiben können. Aber das ist in diesem Genre heute wohl auch wesentlich schwieriger als noch Anfang / Mitte der Neunziger...

Dagger

4 von 6 Punkten

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