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Justice - The Descendant

Justice - The Descendant
Stil: Death Thrash Metal
VÖ: 19. Juli 2004
Zeit: 41:07
Label: Sonic Circus
Homepage: www.justiceweb.de

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Vor ziemlich genau zwei Jahren feierten Justice mit The Hammer Of Justice ihren Einstand und präsentierten zum ersten Mal ein vollständiges Album mit selbst geschriebenen Songs. Und jetzt schicken Justice ihren zweiten Longplayer in's Rennen, bei dem sich so manches verändert hat.

Zum einen fällt auf, dass die stilistische Vielfalt auf The Descendant abgenommen hat und man sich fast gänzlich dem Thrash Metal hingibt. Die Death Metal Einflüsse sind zwar nach wie vor vorhanden, aber bei weitem nicht mehr so ausgeprägt wie noch auf dem Vorgänger. Dadurch geht natürlich Abwechslung flöten, was meiner Meinung nach überhaupt nicht stört, da die Songs und das Album stimmiger sind und mehr wie aus einem Guss wirken. Und auch die Qualität der Lieder läßt kaum zu wünschen übrig, das Gitarrenduo Uli Friedel/Frank Graffstedt schüttelt sich so manches geile Riff aus dem Ärmel und mit dem groovigen "This World Is Mine", dem Titeltrack oder dem heftigen "No Idea" haben Justice einige Granaten auf die Scheibe gepackt, die sich auch verdammt gut auf Kreators Cause For Conflict gemacht hätten.

Zum anderen hat Sänger Mitch seinen Gesangsstil so verändert, dass er jetzt großteils auf typische Thrash Vocals setzt, während das Gegrunze mehr Mittel zum Zweck geworden ist und die Songs zumeist nur noch ergänzt. Allerdings geht eben dieses Gegrunze teilweise auch auf die Nerven und wirkt irgendwie unpassend wie z.B. bei "New Machine" oder "War TV", was aber an der Qualität der Songs nichts ändert.
Auch in Punkto Sound hat sich was getan. Die Gitarren sägen unbarmherzig verzerrt durch's Unterholz und klingen im Vergleich zum Vorgänger nicht mehr ganz so glattgebügelt, was dem Album zusätzliche Rauheit verleiht und das Ganze aggressiver werden lässt. Die Verzerrung der Gitarren lässt irgendwo Erinnerungen an das Waking The Fury Album von Annihilator aufkommen, wobei die Äxte hier nicht ganz so krass klingen wie bei Jeff Waters.

Und dass Justice auch jede Menge Humor haben, zeigen sie auf den abschließenden "Quintuplets Of Madness", bei dem die fünf Franken diverse Passagen berühmten Liedgutes verarbeiten und somit Tribut an ihren Hintergrund als Coverband zollen. Somit kann The Descendant uneingeschränkt empfohlen werden und jeder der guten Thrash liebt, sollte sich das Album zu Gemüte führen. Allerdings werden Leute, die mit dem Waking The Fury Sound schon Probleme hatten, auch hier in Schwierigkeiten kommen.

Lord Obirah

5 von 6 Punkten

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