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Story Of Jade - The Damned Next Door

Story Of Jade - The Damned Next Door
Stil: Thrash Metal
VÖ: 26. September 2011
Zeit: 43:05
Label: WormHoleDeath Records
Homepage: www.storyofjade.net

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Manche Alben wachsen mit der Zeit, die man in sie investiert. Andere werden dagegen recht schnell langweilig. The Damned Next Door gehört eindeutig in die erste Kategorie, denn anfangs konnte ich mal so überhaupt nichts mit der Scheibe anfangen. Nachdem sie aber mehrmals im Player rotierte, komme ich nicht umhin, ihr ein gewisses Potential zuzusprechen, auch wenn sie immer noch nicht zu meinen Lieblingsplatten gehört und wohl auch nie gehören wird.

Das Quartett aus Florenz baut seinen Sound auf einem soliden Thrash-Gerüst auf, welches ein wenig in Richtung neuerer Exodus schielt, ohne wirklich als Kopie durchzugehen. Angereichert wird die Grundzutat mit Ausflügen in eher traditionelle Metal-Gefilde auf der einen und ein paar Anleihen aus dem Melodeath-Gebiet auf der anderen Seite. In der Grundtendenz ergibt dies ein etwas hektisches Gesamtbild, das manchmal schon fast ins Hysterische abdriftet. Dies ist zwar der Horror-Thematik, der sich die Italiener bedienen, recht angemessen, führt aber auch dazu, dass es mir manchmal schwer fällt, wirklich dabei zu bleiben. Großen Anteil an diesen Zugangsschwierigkeiten meinerseits hat das Organ von Bapho Matt (harharhar), der meist wie eine Art hysterisch keifender Rob Dukes klingt. Aber auch wenn das zumindest Anfangs recht schwer verdaulich für mich war, so ist die ganze Sache doch in sich schlüssig und mit der Zeit kann ich dieser Herangehensweise sogar den ein oder anderen positiven Aspekt abgewinnen.

Denn vor allem die Fraktion der Sechssaiter kann ein ums andere Mal glänzen, das Drumming ist äußerst variabel und dadurch sehr interessant geraten und beim Songwriting kristallisieren sich immer mehr ziemlich coole Ideen heraus, je länger man sich mit der CD beschäftigt. Die hin und wieder eingestreuten Growls und spärlich vorhandenen Gangshouts nehmen dem Gekreische dann auch mal die Schärfe, wodurch sich meine angespannten Nerven ihre dringend benötigten Auszeiten nehmen können.

Klanglich habe ich nicht wirklich etwas an dem Tonträger auszusetzen, die Schärfe, mit der die Mucke rüberkommt, passt sehr gut zur Grundstimmung des Albums. Gleiches lässt sich auch über die optische Aufmachung der Veröffentlichung sagen und gut 40 Minuten Spieldauer sind auch okay.

Ich habe schon bessere CDs als diese gehört, aber auch schlechtere. Zumindest haben die Italiener einen eigenen Stil, den man gut wiedererkennen kann und das ist heutzutage keineswegs alltäglich. Und so ergibt sich trotz der schwierigen Kennenlern-Phase im Endeffekt doch noch ein leicht positives Resümee, denn langweilig ist das Ganze hier mit Sicherheit nicht.

Hannes

4 von 6 Punkten

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