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Arkona (Rus) - Slovo

Arkona (Rus) - Slovo
Stil: Pagan/Folk Metal
VÖ: 26. Juli 2011
Zeit: 57:29
Label: Napalm Records
Homepage: www.arkona-russia.com

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Ich liebe die russische Sprache. Zwar verstehe ich kein Wort und beim Sprechen sieht es sogar noch schlechter aus, aber alleine der warme, melodische Klang dieser Sprache erzeugt so etwas wie Fernweh und Wehmut. Ob dies allerdings bei schwermetallischem Liedgut hinder- oder förderlich sein mag, war mir bisher auch nicht ganz klar. Nun, diese Wissenslücke ist jetzt endlich gefüllt, denn Arkona haben mit Slovo den Beweis geliefert, dass Russisch und Metal absolut zusammen passen.

Der neue Stern am Pagan- und Folkmetal-Himmel hat mit seinem neuesten Streich eindrucksvoll bewiesen, dass sie keine aufstrebende Band, sondern schon oben angekommen sind. Was die aktuelle Musik von Arkona vor allem auszeichnet, ist ihr Variantenreichtum, ihre Vielschichtigkeit. Grandios-wehmütige Stücke, die nach der Weite der russischen Taiga klingen, sind auf der aktuellen CD ebenso vertreten wie ziemlich deftige, blastgetriebene Hartkerngeschosse; wunderschöne Melodien und zünftiges Riffing wechseln sich ab, Metal-Instrumente werden ganz natürlich durch traditionelleres musikalisches Werkzeug ergänzt und Frontderwisch Masha wechselt ihren Gesangsstil häufiger als ich meine Ehefrauen. Immer aber bildet das Songmaterial ein homogenes Ganzes und klingt an keiner Stelle unpassend zusammengewürfelt. Nur das rein gesprochene "Predok" und (mit Abstrichen) das kurze "Potomok" geben mir gar nichts, da ich hier das Gefühl habe, durch mein mangelndes Verständnis der russischen Sprache den tieferen Sinn der Stücke überhaupt nicht zu verstehen.

Die Russen beherrschen ihr Handwerkszeug mehr als hinlänglich und verzeichnen an keiner Stelle irgendwelche Ausfälle. Gerade die eher ungewöhnlichen Instrumente geben der CD das besondere Etwas und auch hier erlaubt sich die Band keinerlei Patzer. Fast eine Stunde Spielzeit bedeutet nicht nur eine Menge Stoff zum Hören, sondern lassen auch die erwähnten beiden Durchhänger schnell vergessen. Und klanglich macht Slovo eine ganz tolle Figur, die Produktion ist glasklar, lässt auch die leiseren Instrumente keineswegs irgendwo untergehen, gibt den "echten" Metal-Tonwerkzeugen aber genug Schmackes mit auf den Weg, um auch den nach harter Musik lechzenden Mattenschüttler zufriedenzustellen.

Schöne Sache das, Arkona haben einen hörbar eigenen Stil entwickelt und präsentieren diesen hochklassig. Das ist auch in diesem überfüllten Segment der harten Musik keine Dutzendware, sondern eine Scheibe, die man bedenkenlos weiter empfehlen kann.

Hannes

5 von 6 Punkten

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