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Rusty Pacemaker - Blackness And White Light

Rusty Pacemaker - Blackness And White Light
Stil: Dark Alternative Metal
VÖ: 20. Oktober 2010
Zeit: 59:01
Label: Solanum Records
Homepage: www.rustypacemaker.com

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Dieses alte, ein wenig gespenstische Haus kenne ich doch irgendwoher. Ein Griff ins CD-Regal und... Bingo! Da hat sich der österreichische Musiker und Autodidakt Rusty Pacemaker, dessen erstes Werk an dieser Stelle einer Rezension unterzogen wird, doch tatsächlich vor derselben Stätte ablichten lassen, die schon das Cover von Black Sabbaths Erstling zierte. Natürlich kann es sich auch um eine Photomontage handeln. Jedenfalls steht er genau an jener Stelle, wo bei der Sabbath-Version eine geisterhafte Frauengestalt zu sehen ist.

Wenn man nun schlussfolgert, dass Rusty Pacemaker in die Fußstapfen der jungen Herren Iommi, Osbourne, Buttler und Ward treten möchte, so hat man sich geirrt. Denn mit Black Sabbath hat die Musik von Rusty Pacemaker im Grunde nicht allzu viel gemeinsam. Stattdessen nennt er selbst Thomas Forsberg, alias Quorthon, als Quell seiner Inspiration. Und in der Tat lässt sich eine gewisse Ähnlichkeit seiner Lieder zu jüngeren Bathory-Alben nicht von der Hand weisen. Noch stärker fühle ich mich gelegentlich, aber besonders während des Openers "Cell", an die Band Agalloch erinnert. In warmen Klangfarben erwarten den Hörer zehn meist ruhige, melancholische Rocknummern, die nicht nur auf angenehme Weise zu unterhalten wissen, sondern auch immer wieder aufhorchen lassen. Mit Ausnahme des Schlagzeugs hat Rusty dabei alle Instrumente selbst eingespielt und das Album auch selbst produziert. Sieben lange Jahre hat es gedauert, bis Blackness And White Light dann endlich im Herbst letzten Jahres veröffentlicht wurde - für den Weg in unsere Redaktion hat es noch ein wenig länger gebraucht.

Neben vielen positiven Momenten und Melodien, die das Album während seiner langen Reifezeit entwickeln konnte, kränkelt es mancherorts aber doch an Passagen, die noch nicht ganz ausgereift erscheinen. Auch gesanglich macht Herr Pacemaker zwar eine ordentliche Figur, wirkt gelegentlich aber noch unsicher und kann sein Organ künftig sicherlich verbessern. Das trifft ebenso auf seine weibliche Gastsängerin zu, die beispielsweise im Titel "Amok" keine allzu gute Leistung erbringt. Klanglich kann man Blackness And White Light eine saubere, aber etwas raue Produktion bescheinigen, bei der das Schlagzeug noch nicht den idealen Anstrich bekommen hat. Für eine Eigenproduktion (das Label Solanum Records wurde von Rusty für die Veröffentlichung gegründet) geht das aber völlig in Ordnung. Ein feiner Auftakt also! Es bleibt nur abzuwarten, wie lange es dauern wird, bis das Zweitwerk das weiße Licht der Welt erblicken darf.

Dagger

4 von 6 Punkten

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