11 Headbänga online
22.10.2020 Versus Goliath
24.10.2020 Arroganz
27.10.2020 Thundermother
30.10.2020 Tuxedoo
31.10.2020 Halloween im Backstage
04.11.2020 Velvet Viper
Reviews (10185)
Navigation
Artikel des Tages
Review:
Uriah Heep

Interview:
Tracedawn

Live-Bericht:
Iron Maiden

Video:
Mötley Crüe
RSS RSS
Atom Atom
In eigener Sache

Valid XHTML 1.0 Transitional

Valid CSS!

Valid RSS

Valid Atom 1.0

 

Review

CDs von Pergale kaufenZur Druckversion dieses ArtikelsDiesen Artikel als PDF speichern

Pergale - Horizontalios Maldos Palaima

Pergale - Horizontalios Maldos Palaima
Stil: Black'n'Roll
VÖ: 20. Januar 2011
Zeit: 41:02
Label: Inferna Profundus Records
Homepage: -

buy, mail, print

Also ich habe ja einiges erwartet, als ich die CD in den Schacht meines Vertrauens geschoben habe, vor allem aufgrund des Covers. Und auch das Booklet ließ so einiges an Gedankenspielen zu, finden sich doch dort allerlei obskure und abstruse Zeichnungen, wie man sie auch von Grindbands her kennt. Also war ich schon mal gewarnt...
Doch dann überrascht das Quintett auf ganzer Linie. Denn mit diesem Sound hätte ich nie und nimmer gerechnet. Die fünf Jungs aus Litauen zelebrieren auf ihrem Debut ihre ganz eigene, obskure, unkonventionelle und teils auch schräge Version von Black'n'Roll, die sich im Beinkleid festzusetzen versteht. Mit einem flotten Bass steigt der Opener "I Will Stab You" (ich begnüge mich hier mit den englischen Übersetzungen der Titel, denn meist bedienen sich Pergale ihrer Muttersprache) in die Scheibe ein, eher das Schlagzeug und das Piano einsetzen (das auf der ganzen Scheibe eine tragende Rolle spielt), untermalt von schwarzmetallischen Keifvocals. Und das alles mit einem ordentlichen Groove unterlegt. Durch die stets präsente Pianomelodie erhalten die Kompositionen eine gute, morbide Schlagseite. Aufgrund des Grooves erinnern mich die Litauer ab und an an die frühen Vreid. Mit einem sehr ordentlichen Power-Metal-Riff wird "The Addiction Song" eröffnet, ehe auch hier das Piano das Zepter überreicht bekommt. Ein Grinsen kann man sich bei "Sado-Mazo Germany" nicht verkneifen, einem treibenden Song, bei dem die fröhlich anmutende Melodieführung eine Hammond-Orgel übernimmt. Zudem ist der Text halb englisch, halb deutsch gehalten, je nach dem, was sich besser reimt. "The Whorehouse Harmony" beginnt verhaltener, diesmal mit französischen Vocals, schaltet dann aber auch auf flottes Midtempo um. Mitten im Song kommt dann ein Break, dem ein jazziges Zwischenstück folgt. Strange. "Whiskey" ist ein sehr ruhiges Stück, das eigentlich nur aus Akustikgitarre und einem gesprochenen Text besteht, ehe "The Felicity Of Horizontal Praying" wieder die gute Laune zurück holt und in einem Saufsong endet. Der Rausschmeißer ist danach eine technoid anmutende Remix-Version von "Sado-Mazo Germany".
Die Musik von Pergale mit einem Wort zu beschreiben, fällt schwer, denn sie bedienen sich eigentlich überall, wo sie gerade wollen, sei es beim Blues, Jazz, Black oder Power Metal, beim guten alten Rock'n'Roll, bei Folklore oder beim Sound der 70er. Jedenfalls herrscht hier eine bunte Mixtur vor, die sich auch in den Vocals widerspiegelt, reichen diese doch von Flüstern über tiefen Gesang, Growls bis hin zu Black Metal-Keifvocals. Oder wie es das Label umschreibt: "So join us, mediocrities and the poor, geniuses and snobs, innocent and perverted souls, in our mission in spreading the word about pure and untamed black circus of perversions!". Ja, das trifft's.

Ray

5 von 6 Punkten

Zur Übersicht
Zur Hauptseite

Weitere Berichte und Infos
Weitere Reviews

© www.heavyhardes.de