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Helldorado - Sinful Soul

Helldorado - Sinful Soul
Stil: Desert Rock
VÖ: 14. Januar 2011
Zeit: 51:25
Label: Checkpoint Charlie Audio Productions
Homepage: www.helldorado.no
MySpace: www.myspace.com/officialhelldorado

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Betrachtet man das Cover-Artwork von Helldorados Sinful Soul, so muss man wohl zwangsläufig an die Exploitation-Filme der 70er Jahre denken. Und in der Tat spielt das Thema Kino für die drei Norweger eine tragende Rolle. So bekennen sie sich einerseits als Liebhaber von Meisterkomponist Ennio Morricone, dessen Beitrag viele Filme erst zu den Klassikern machte, die sie heute sind. Andererseits sind es Filmemacher wie Robert Rodriguez und Quentin Tarantino, die einen großen Einfluss auf Helldorados Musik ausüben und ihrerseits bekanntlich auch als Verfechter des Exploitation-Kinos gelten. Ihre Werke sind ja quasi so etwas wie eine Hommage an dieses Genre.

So lässt sich Helldorados fünfter Take - die vier Vorgänger kenne ich nicht - am besten als Grenzgänger zwischen Italo-Western a la Morricone, melancholischem Country-Blues und TexMex-Rock der Marke Tito & Tarantula beschreiben. Ein reiches Repertoire an verwendeten Instrumenten - die Trompete darf da keinesfalls fehlen - und eine lange Reihe musikalischer Zitate führen am Ende zu jenem cineastischen Effekt, den die drei Musiker erreichen wollen: wie von selbst beginnt man zu ihren Liedern an weite Wüsten, einsame Reiter, Geisterstädte, Steppenroller oder einen Mexican Standoff zu denken - also an lauter solche Dinge, die man in Norwegen lange suchen kann, aber wohl niemals finden wird. Da verwundert es auch nicht weiter, dass das Material manchmal eher erzwungen wirkt, als aus dem Bauch heraus gespielt. Dennoch kann man dem Trio attestieren, einige sehr feine und eingängige Songs geschrieben zu haben.

Dazu zählt zunächst der sehr ruhige und atmosphärische Opener "Steal Away" mit seinen prägnanten Trompeten-Parts. "Sixty Seven" erweckt die stärksten Erinnerungen an die 70er-Kinolandschaft. Gefühlvolle Momente erlebt man mit der traurigen Ballade "Jump Baby, Jump". Für temperamentvollen Desert Rock stehen dagegen "And The Ravens Did Croak", "Damn You Girl" und das Aushängeschild "Gypsy Fair". Wessen Interesse nun schon aufgrund der behandelten Thematik geweckt wurde, der tut gut daran, diese Band ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen.

Dagger

4 von 6 Punkten

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