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The Shadow Theory - Behind The Black Veil

The Shadow Theory - Behind The Black Veil
Stil: Progressive Metal
VÖ: 19. November 2010
Zeit: 57:30
Label: Inside Out
Homepage: www.the-shadow-theory.com
MySpace: www.myspace.com/theshadowtheoryofficial

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Deadsoul Tribe sind Geschichte, was mir eine Träne ins Knopfloch fräst. Psychotic Waltz gibt es in Originalbesetzung wieder, was noch mehr rührt und das Herz berührt. Um wen geht es? Ganz klar, bei den genannten Namen ist die Rede von Buddy Lackey alias Devon Graves, einem Musiker, Sänger und Künstler, der in allen Belangen und mit jeder Faser seine Musik lebt und zelebriert. Nun gibt es mit seiner neuen Truppe unter dem Namen The Shadow Theory ein neues musikalisches Lebenszeichen.

Langsam baut sich "I Open Up My Eyes" auf. Harte Riffs setzen ein, Flötentöne, die jeder Graves-Fan schätzt. Der Song weckt Reminiszenzen an selige Psychotic Waltz-Zeiten, verklärte Gefühle kommen auf. Und doch transportiert er eine fluffig leichte Stimmung, die der geneigte Fan von Deadsoul Tribe kennt und welche auch hier funktioniert. Der Wahl-Österreicher Devon Graves schert sich einen feuchten Dreck um Trends und Stilschubladen. Es wird verschachtelt musiziert, dabei der Kern des Songs anhand griffiger Melodiebögen nie außer Acht gelassen. Rock, ein Hauch von Fusion und metallische Gitarren bilden die Eckpfeiler. Piano, Keyboards, Flöte und vokal vielseitige Arrangements setzen die Farbtupfer auf die sauber ausarrangierten Songs.
Ruhig und bedächtig schiebt sich "Ghostride" ins Ohr, um nach eineinhalb Minuten wie eine Blüte im Morgentau aufzuspringen, um sich dem Sonnenlicht hinzugeben. Ein passender Vergleich, den es wird ab da gerifft und fies gekeift. Der Schlagzeuger bearbeitet Felle, Becken und Hi-Hat mit wonniger Hingabe. Einen Song herauszuheben würde dem Kunstwerk nicht gerecht. Diese Platte will als Ganzes begriffen werden.

Sie besticht durch Vielfalt und eine wiederum für Graves stehende Eingängigkeit. Wie bei den im Geiste verwandten King's X gibt man sich locker und leicht, wirkt aber in einem Moment bedrohlich, um kurz darauf weinerliches Mitgefühl vom Hörer erhaschen zu wollen. Tolles Album eines außergewöhnlichen Musikers, das mit allgegenwärtiger Dynamik gesegnet ist. Stillstand ist nicht. Nicht nur für Progfans ein essentielles Scheibchen.

Siebi

5 von 6 Punkten

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