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Ross The Boss - Hailstorm

Ross The Boss - Hailstorm
Stil: Heavy Epic Metal
VÖ: 29. Oktober 2010
Zeit: 49:31
Label: AFM Records
Homepage: www.ross-the-boss.com

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Nach nur gut einem Jahr haut Ross The Boss einen neuen Hammer auf die True Metal-Fraktion nieder. Setzte unser Holgi beim Debüt New Metal Leader mit Lobeshymnen und der Höchstnote ein Zeichen, so muss ich meinen Eindruck etwas relativieren, denn fielen einige Songs durchaus beträchtlich ab ("Constantine's Sword", "May The Gods Be With You"). Sah ja True Metal-Holgi nicht gänzlich anders, aber trotzdem diese hohe Note? Na gut, im Vergleich mit dem immer noch aktuellen Hörspielgedudel von Ross' früherer Band wird das etwas stimmiger.

Neues Jahr, neue Scheibe, neues Glück?!? Ja und nein, Sänger Patrick Fuchs klingt gereifter, dürfte aber dem ein oder anderen weiter missfallen, zumindest rümpften einige Fans hier die Nase. Mit dem jungen Eric Adams als ewige Messlatte ist aber auch ein schwerer Brocken zu bewältigen. Aber Freunde, das hier ist Ross The Boss und eben nicht Manowar. Wenn auch Ross The Boss mit dem Anspruch der einzig wahren Erbverwaltung antreten.

Der Sound kommt fett und ohne Umschweif auf die Zwölf. "Kingdom Arise" setzt ein erstes Ausrufezeichen. Wir hoppeln mit Patrick gerne auf unserem imaginären Stahlross mit. Ein bisserl "kill" hier, ein klein wenig "die" da, so darf das sein. Einige Songs tendieren leider wiederum Richtung Keller. Die rockigen "Dead Man's Curve" und "Burn Alive" sind okay, passen aber irgendwie nicht in das musikalische Konzept, sprich Erbe der old school Manowar. Der Soloteil von ersterem kann voll und ganz überzeugen. Das Titellied speedet ungewohnt durch die Lauschlappen, 'Fist raisen' und 'Rübe schütteln' sind jetzt schwerstens angesagt.

Hailstorm ist eine solide Scheibe, die nicht schmerzt, stilistische Eskapaden bleiben außen vor, der passende Nachfolger zu New Metal Leader ist es durchaus geworden. Woran liegt es aber, dass man nicht jubelschreiend durch die Gegend läuft und es jedem Ungläubigen ins Antlitz brüllt, was für eine Göttergabe hier vorliegt? Ganz einfach. Zu keiner Sekunde wird die Magie, das gewisse Etwas der "alten" Manowar erreicht und deshalb bleibt man als hörender Intimus zwiespältig zurück. Episches wie "Crom" ist eben nicht gleich "Defender", "Guyana" oder "Battle Hymn", Speed ist hier nicht gleich "Wheels Of Fire". Könnte man ewig so weiter führen.

Ob sich außerhalb der True Metal-Gemeinde ein neuer Fan angesprochen fühlt, darf bezweifelt werden. Die enttäuschte Manowar-Fraktion dagegen freut sich mit Ross Friedman und seiner deutschen Backing Band. Mal sehen, wohin die weitere Reise geht.

Siebi

3 von 6 Punkten

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