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Ross The Boss - New Metal Leader

Ross The Boss - New Metal Leader
Stil: True Metal
VÖ: 22. August 2008
Zeit: 48:20
Label: AFM Records
Homepage: www.ross-the-boss.com

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Bei Thors Hammer! Bei den Göttern Valhallas und beim Barte Fafnirs!! Endlich, endlich ist das ersehnte Armageddon hier, die Götterdämmerung, die Rückkehr der/des wahren Helden. Denn da wickle man mich in Zeus' Bart, verstricke mich mit Thors Bruder Loki in ein Gespräch über die gleichnamige Gattin eines ehemaligen Bundeskanzlers, da stampfe der sonst zahme Arzt Dr. Don Blake seinen Gehstock auf und verwandle sich in den Herrn des Donners selbst: es gibt endlich eine echte neue gute richtige wahre Manowar-Platte!

Von wem die kommen muss, nur kommen kann, ist klar. Nachdem Joey de Maio und seine Freunde lieber Luftgeigenorchester engagieren (an sich auch wieder fast originell) und Hörspiele statt Metal-Platten rausbringen, lodert die Fackel derer, die mal die Kings Of Metal waren, endlich wieder auf - und zwar in der Hand ihres ehemaligen Weggefährten Ross The Boss. Sollte es irgendjemand nicht mitbekommen haben (und dann wohl auch eine Kurzfassung der Geschichte der Welt seit 1872 benötigen): Ross war als Gitarrist und Songwriter maßgeblich an den Meilensteinen von Battle Hymns über Sign Of The Hammer bis hin zum sprichwörtlichen Werk Kings Of Metal beteiligt und prägte so den Stil, den viele Freunde der fellbekleideten Krieger heute so schmerzlich vermissen.

Aber, Freunde des Hammer-Zeichens, Hilfe naht in Form dieser Scheibe. Kauert euch aufs Bärenfell, schnappt euch ein Trinkhorn und huldigt den alten Hymnen in neuem Gewand! Was Ross hier mit seiner musikalischen Unterstützung der deutschen Recken Ivory Night - die auch unter der Flagge Men Of War als Manowar-Coverband unterwegs ist und mit Ross schon diverse Festival-Auftritte absolvierte - eingezimmert hat, beweist über weite Strecken massives Format der alten Tage. Patrick Fuchs macht den astreinen XX, und Carsten Ketterling am Bass und Matthias Mayer am Schlagwerk erzeugen zusammen mit Rosses Riffs wohliges Manowar-Feeling, wie es sein muss. "Blood Of Knives", der Monster-Groover "I Got The Right" mit "Hail And Kill"-Vibes, der Speed-Brecher "Death & Glory" machen umso deutlicher, wie weit das Original heute von seinen Großtaten entfernt ist. Schneidige Riffs, massiger Sound, heldenhafte Klänge, wie sie sein müssen. Ross, wir lieben dich!! "Plague Of Lies" ballert weiter ins Gehölz, und "God Of Dying" liefert ein Epos in der Manier von "Guyana". "May The Gods Be With You" bietet dann etwas belanglosen Spaß, und bei "Constantine's Sword" geht die kompositorische Puste ein wenig verloren. Aber mit "We Will Kill" steigt die Qualität wieder, "Matador" bringt ein krasses Riff und einen coolen Flamenco-Ausklang, bevor "Immortal Son" ein weiteres Großwerk anstimmt, das sich vor "Battle Hymn" nicht verstecken muss. Mann, dass man das noch erleben darf!

Also, was soll man sagen: Gods Of War? Komm, schmeiß weg. All hail Ross, the new metal leader! All men play on 10!!!

Holgi

6 von 6 Punkten

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