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Mechanical God Creation - Cell XIII

Mechanical God Creation - Cell XIII
Stil: Deathcore
VÖ: 06. September 2010
Zeit: 38:54
Label: Aural Music
Homepage: www.mechanicalgodcreation.it

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Die Mailänder von Mechanical God Creation dürften viele wohl noch nicht auf ihrer Todesmetalllandkarte haben, auch wenn es die Band schon bis aufs Metalcamp geschafft hat. Kein Wunder, denn Cell XIII ist ja auch erst das Debütalbum der Truppe. Überraschend professionell ist das düstere Artwork und das Cover der Scheibe ausgefallen, was auf unterhaltsame 38 Minuten Lärm hoffen lässt. Was das Artwork verspricht, wird von der fetten Produktion durchaus gehalten. Gnadenlos und glasklar ballert das Material von Mechanical God Creation durch die Boxen und macht kaum Pausen, um sich mal mit Belanglosigkeiten wie Melodien, gerade in den Grunts, zu beschäftigen. Überraschung Nummer zwei ist, wenn man sich wie ich nicht vorher mit dem Booklet beschäftigt hat, die Besetzung des Mikros, welches hier von einer Dame namens Lucy übernommen wird. Nachdem Arch Enemy das Female-Fronted-Grunten quasi salonfähig gemacht haben, ist eine Frau am Mikro zwar keine wirkliche Besonderheit mehr, aber es ist doch erstaunlich, welch brutale und bösartige Laute eben genannte Lucy hier zum Besten geben vermag. Gerade, da Mechanical God Creation in teilweise deutlich härteren Gefilden unterwegs sind als Arch Enemy in ihren inzwischen fast kommerziell zu nennenden Releases. Die Instrumentalfraktion hinter dem Brüllwürfel am Mikrofon ist merklich um Abwechslung bemüht, liefert technisch kaum einen Grund für Kritik und kann dem geneigten Headbanger durchaus gehörige Nackenschmerzen zuführen. Auch wenn ein paar Riffs für meinen Geschmack zu simpel gestrickt oder einfach zu alltäglich sind, kann sich Cell XIII, wenn es denn gerade mal nicht voll auf die Zwölf kloppt und die melancholischen Einsprengsel in den Vordergrund treten, auch vom songwriterischen Standpunkt her hören lassen.

Etwas verwundert bin ich über die Kritiken so einiger anderer, gerade deutscher Metal-Online-Magazine, bei denen diese Scheibe einen ziemlichen Dämpfer vor den Bug geschossen bekommen hat, was meiner Meinung nach so nicht gerechtfertigt ist. Wer eine halbe Stunde gescheit die Birne abgeschraubt haben möchte, der wird mit Cell XIII ganz hervorragend bedient. Wer melodische Songs mit Herz und Gefühl haben will, der sollte sich sicherlich was anderes zulegen, aber das darf man dieser jungen Kapelle nicht vorwerfen.

Sebbes

4 von 6 Punkten

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