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Fire - Ignite

Fire - Ignite
Stil: Hard Rock, Melodic Hard Rock
VÖ: 15. Oktober 2010
Zeit: 52:24
Label: Avenue Of Allies
Homepage: www.firemalta.com
MySpace: www.myspace.com/firemalta

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"Fire, fire!" Wer erinnert sich nicht gerne an die lustigen Zündel-Aktionen der MTV-Heroen Beavis und Butthead. Ob den beiden sympathisch debilen Headbangern (oder haben die sich immer nur verstellt?) die Mucke der Malteser Fire getaugt hätte, muss stark angezweifelt werden, bewegen diese sich doch eher in (Melodic) Hard Rock-Bahnen, die einst Y&T, Giant, aber in vorliegendem Fall auch Van Halen ausgeschürft haben. Selbst Winger, die Lieblingsformation von Stewart (Beavis' und Buttheads malträtierter Kumpan), kann als Referenz herhalten.
Fire begannen 1998 noch als Cover-Band und es sollte bis 2006 dauern, ehe das Debut Ignite erschien. Nach dem internationalen Erfolg des Zweitwerks Thrill Me wird eben jenes zuvor nur in Malta veröffentlichte Debut von Avenue Of Allies neu aufgelegt.
Gut so, denn auf Ignite finden sich einige Nummern, die der internationalen Hörerschaft nicht vorenthalten werden sollten. So das lässigerweise an Kiss' "Tomorrow And Tonight" erinnernde und mit einer feinen Hammond-Begleitung verzierte "Taste This (Rock n' Roll)", die bereits 2004 im Malteser Radio Airplay genießende Single "Manhunter" oder das funkige, Extreme herauf zitierende "Behind Your Eyes". Kenneth Calleja singt phasenweise wie ein Stück weit tiefer gelegter Paul Stanley und manchmal - wie im Ohrwurm "Home And Dry" - ein entschärfter und ein wenig weich gespülter David Lee Roth gepaart mit Glenn Hughes' Blues.
Absolut hörenswert ist auch das angeswingte "Conspiracy Theory" (vgl. etwa "Top Jimmy" von Van Halen), verzichtbar dagegen das als Bonustrack ausgewiesene Bryan Adams-Cover "Run To You".
Den zweiten, nicht auf der Ersterscheinung zu findenden Song stellt die 2007er Radio-Single "Miss You This Christmas" dar, deren auf Äther-Tauglichkeit getrimmte Melodiebögen und Hooks vergleichsweise blass daher kommen, wenn man sich demgegenüber beispielsweise den straighten Rocker "Fire Flyer" anhört, in dem Joe Vella ein superbes Solo vom Stapel lässt.
Ignite kann also nicht auf der ganzen Linie überzeugen, da aber letztlich etwa drei Viertel der zwölf Nummern richtig Spaß machen, sind hier runde vier Punkte durchaus angebracht. Stewart hätte es auf alle Fälle voll getaugt.

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4 von 6 Punkten

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