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Mass Hypnosis - Disin4mation

Mass Hypnosis - Disin4mation
Stil: Industrial Death Metal
VÖ: 10. Mai 2010
Zeit: 50:58
Label: Greenger Records
Homepage: -
MySpace: www.myspace.com/masshypnosis1

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Dass nicht wenige bei Begriffen wie "Modern Metal", "Metalcore" oder mittlerweile auch "Melodic Death Metal" die Nase rümpfen und auf Abstand gehen, liegt zum einen sicher an der Unmenge an qualitativ teils fragwürdigen Bands, die diese Genres seit einiger Zeit bevölkern und zum anderen haben wahrscheinlich auch die vielen gefallenen Helden der vergangenen Jahre ihren Teil dazu beigetragen. Dass aber nicht alles, was aus dieser Ecke kommt zwangsläufig schlecht ist, beweisen die Kroaten Mass Hypnosis, die mit ihrem aktuellen Longplayer Disin4mation lautstark auf sich aufmerksam machen.

Musikalisch bewegt sich der Fünfer eben in genau jener Schnittmenge aus der moderneren Variante des Melodic Death Metal sowie Metalcore, klingt dabei aber recht frisch und erinnert in seinen starken Momenten sogar an Genregrößen wie At The Gates oder auch Dark Tranquillity. Leider werden eben jene Momente nur selten erreicht und so sind Brecher wie "Media Brainwash", "Shadowed (Population Under Control)" oder "Disappearing Believers" die Ausnahme. Der Großteil der Songs wird durch Intros und unzählige Zwischenspiele ausgebremst. Bestes Beispiel dafür ist das 16-minütige "Instinct Over Intellect", das allein mit zehn Minuten elektronischen Samples aufwarten kann. Da nahezu jedes Lied durch eine lange, gesprochene Passage eingeleitet wird, erfährt spätestens beim dritten Durchlauf die Vorlauf-Taste eine erhöhte Benutzung, was an sich schade ist, denn wie schon an den oben stehenden Titeln zu erahnen ist, dreht es sich in den einzelnen Tracks durchweg um ernste Themen, denen man durchaus Aufmerksamkeit schenken kann. Dass die Kritik an Kriegen, Seuchen und Imperialismus dabei auf die sonst übliche, vorpubertäre Fuck-America-Attitüde verzichtet sondern stattdessen durchdacht und damit glaubwürdig präsentiert wird, muss man den Kroaten als Pluspunkt anrechnen. Das schaffen nicht viele Bands.

So bin ich fast geneigt zu sagen, dass die Jungs und das Mädel zum Teil an ihren eigenen Ambitionen scheitern. Die Interludes und Sprachpassagen geben den Titeln immense Dichte und sorgen für sowohl die notwendige Ernsthaftigkeit und brauchbare Hintergrundinformationen zu den ernsten Themen, bremsen auf der anderen Seite den ungezügelten Vorwärtsdrang der Band immer wieder unnötig ab. Das ist nicht gut für das Gesamterscheinungsbild, welches so einen doch recht zerfahrenen Eindruck hinterlässt. Hier wäre sicher mehr drin gewesen...

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3 von 6 Punkten

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