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Pure Evil - Chapter III: Dedication

Pure Evil - Chapter III: Dedication
Stil: Death Metal
VÖ: 28. Dezember 2009
Zeit: 39:23
Label: Hammer Of Hate
Homepage: -
MySpace: www.myspace.com/pureevildeath

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Der Herr Kryth ist ein ganz umtriebiger welcher, wurschtelt er sich doch gleich bei drei Schwarzwurzel-Kapellen gleichzeitig durch die skandinavische Metal-Landschaft. Aber als wäre das noch nicht genug der Beschäftigung, hat er seit 2006 nebenbei auch noch ein Ein-Mann-Projekt namens Pure Evil am Laufen, mit dem er Ende letzten Jahres den zweiten Longplayer erschaffen hat.

Zweite Scheibe? Warum heißt das Ding dann Chapter III: Dediaction? Weil in dieser Zählung auch das 07er Demo Chapter I: Blood vorkommt, das aber bei mir maximal als EP durchgeht. Egal, fest steht, dass er sich bei seinem Projekt nicht völlig von seinen musikalischen Wurzeln entfernt. Zwar läuft Pure Evil offiziell unter dem Banner des Death Metals, aber seine schwarzmetallische Herkunft kann er an keiner Stelle leugnen. So wird der Bandname zum Programm, denn diese CD klingt durchweg bitterböse und giftig. Eine durchgehend bösartige Atmosphäre zieht den Hörer in ihren Bann und erinnert ein wenig an ganz alte Hypocrisy oder Deicide, die ihre schwarze Seite besonders herausstellen wollen. Leider schafft es der Künstler in seinem Streben nach dem puren Bösen nicht, diesem Übel auch genug Vielschichtigkeit zu verpassen, um über die ganze Spieldauer hinweg zu überzeugen. Auch das Böse wird auf Dauer langweilig, wenn es keine neuen Facetten aufzuweisen versteht. So geht nach der Anfangsfaszination (dies bezieht sich nicht auf das etwas seltsame Intro) relativ schnell das Interesse an der vertonten Blasphemie verloren, vor allem, weil die Stücke einander doch recht ähneln. Da hilft auch das abschließende Hypocrisy-Cover "Impotent God" nicht wirklich weiter, obwohl es zumindest solide geworden ist.

Handwerklich geht die Sache durchaus in Ordnung, beherrscht Kryth doch alle Instrumente zumindest leidlich, auch wenn natürlich keine technischen Höhenflüge zu erwarten sind. Ist vom Künstler aber auch gar nicht gewünscht, denn der Tonträger wurde in allen Aspekten bewusst roh gehalten. Das trifft allerdings auch für die Abmischung zu, die einfach nur dumpf zu nennen ist. Auch sie erinnert also an die Frühwerke besagter Referenzkapellen, kann mich aber trotzdem nicht überzeugen.

Wer's roh mag, wen stumpfe Bösartigkeit auch nach 40 Minuten nicht langweilt, wer allgemein einen Kontrapunkt zum derzeitig Gegebenen sucht, könnte mit Chapter III: Dedication glücklich werden. Der Rest wird sich wohl weniger für dieses Release erwärmen können und dazu zähle ich in diesem Fall ebenfalls.

Hannes

3 von 6 Punkten

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