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Barren Earth - Curse Of The Red River

Barren Earth - Curse Of The Red River
Stil: Progressive Melodic Death Metal
VÖ: 02. April 2010
Zeit: 54:29
Label: Peaceville Records
Homepage: www.barrenearth.com

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Wenn eine finnische All-Star-Truppe außerhalb ihrer Stammbands musiziert, sollte ein abwechslungsreiches Album, das neben den ausgelatschten Pfaden seinen Weg spurt, möglich sein. Neben den Gitarristen Sami Yli-Sirniö (Kreator, Waltari) und Janne Perttilä, tobt am Mikro Swallow The Sun-Stehgeiger Miko Kotamäkki, den Bass bedient Ex-Amorphis Olli-Pekka Laine, die Keys werden von Kasper Martenson (ebenso Ex-Amorphis) gespielt und Marko Tarvonen (Moonsorrow) kesselt an den Drums. Mit diesen klangvollen Namen kann man sich schon ein gutes Bild machen, was in der kommenden knappen Stunde auf die Ohren zukommt.

Progressive Death Metal nennen die sechs Barden ihren Stilmischmasch aus traumhaft schönen amorphisschen Melodiebögen und fiesem Slow Motion-Gepolter. "Curse Of The Red River" zeugt davon in seiner ganzen Pracht. Zäh und fies wie Swallow The Sun, nach einem Break akustische Gitarren, darüber eine Querflöte, gewürzt mit melancholischen Melodien aus der elektrischen Gitarre. Tief gegrunzt und klar wie das Gebirgsbächlein trällernd, alles vereint in diesem Song, das mit einem Mellotronsound ausklingt. Nicht schlecht der Specht.

Flangergitarren in "Our Twilight" mit wiederum oftmaligem Wechsel zwischen Brutaltiefgrunzerei und hochmelodischen Bridgestrophen. Mit der Zeit wird es etwas anstrengend dem Treiben der Musiker nachhaltig zu folgen, da das Tempo je nach Brutalität einer Passage fast immer dieselbe Geschwindigkeit aufweist. "The Leer" oder "Ere All Perish" brechen davon kurz aus und kommen mit einem rockigen Groove daher, zu dem man seinen Haarschopf gut kreisen kann. Die eingängigen Harmonien in Verbindung mit dem Grunzgesang klingen frech, man muss sich erstmal mit dieser Kombination der Gegensätze anfreunden, was nicht immer gelingt. Seventies-Freunde und Progrocker werden sich durch Hammondorgel und Mellotron sowie Moogklanggebilden im einen oder anderen Stück wiederfinden. "The Ritual Of Dawn" sei dafür als federführendes Beispiel genannt.

Abgerundet wird das ausbalanciert produzierte Album durch den transparenten Mix von Dan Swanö (Ex-Edge Of Sanity) und dem sehr stimmungsvollen Cover aus der Feder oder dem Computer von Travis Smith, der neben Fates Warning unter anderem Cover für Opeth und Katatonia anfertigte. Freunde finnischen nicht allzu schnellen Death Metals mit Hang zu Melodie und Ausflüge in poppige Gefilde ("Flicker") sollten ihrem Ohrenpaar zumindest ein Reinhören spendieren. Mir ist es trotz der astreinen handwerklichen Fähigkeiten weder Fisch noch Fleisch, da der stetige Wechsel aus brutal und poppig melodisch nicht unbedingt zusagt. Trotzdem ist man meilenweit von aufgesetztem Metalcore-Geschrote weg, damit niemand auf falsche Gedanken kommt, gelle.

Siebi

3 von 6 Punkten

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