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M.I.C. - Out 2 Rock

M.I.C. - Out 2 Rock
Stil: Hard Pop, Melodic Rock
VÖ: 18. Januar 2010
Zeit: 54:50
Label: Two Side Moon Promotion
Homepage: yvonserre.com/mic

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M.I.C. sind das Kind des Multiinstrumentalisten und Weltreisenden in Sachen Melodic Rock Yvon Serre. Der Kanadier feierte in den Spät-80ern bis Mitte der Neunziger vor allem in seinem Heimatland achtbare Erfolge mit The Harry Straight Band und wurde 2001 für diverse Showcases nach Beijing, China, eingeladen, was unter anderem zu mehreren TV-Auftritten im chinesischen Fernsehen führte. Die dort geknüpften Kontakte ließen Serre 2007 M.I.C. aus der Taufe heben, die nach mehreren Line Up-Changes heute in der Besetzung Huang HongLiang (Bass), Zhao Qian (Drums) und mit Serre am Gesang und der Gitarre zocken, wobei für's neue Album Out 2 Rock (aaaahhhh - gähn, was ein Titel!) die bildhübsche Seattle-Rockerin Angela Renzetti an der zweiten Axt verpflichtet wurde.
Der Einstieg ins Album indes misslingt: "Sit On You" war wohl als Surf-Punk-Hymne (etwa im Stile von The Boys) gemeint, ist aber an Einfallslosigkeit (Endlos-Refrain: "Uo-Uo-Uo-Uo-Uo, I sit on you") leider kaum zu überbieten. In "Who Do You Love" wird es aber besser - könnte als Ace Frehley-Nummer (vgl. "Rocket Girl") durchgehen und auch "Out In The Rain" bewegt sich in diesem Umkreis, wobei ein wenig Huey Lewis beigefügt wurde.
In "Hot Summer Day" geht es dann auch etwas flotter voran: Gute Laune-Sonnenschein-Rock, in dem Y&T auf die Beach Boys treffen. Chinesische Instrumente schmücken den Anfang von "Forever In The World", das jedoch recht leiert, was aber in "Can't Live This Way" wettgemacht wird, das nun mehr nach Paul Stanley-Kompositionen a'la "Firehouse" klingt. Und auch Peter Criss und Gene Simmons dürfen darf da nicht fehlen: "Something To Say" könnte den kleinen Bruder von "Beth" abgeben und "Tell The Lies" lässt sich locker neben Songs wie "Christine Sixteen" stellen. Wie der Titel schon verrät, wird darauf in "Rockin' Lucille" straighter Old School Rock'n'Roll geboten, "Can You Hear Me" weckt Assoziationen zu Alice Coopers "Be My Lover" und "Can't Let You Go" scheppert wieder schön derb nach 70er Kiss (Hatten wir die nicht schon mehr als einmal erwähnt???). Fast überflüssig zu sagen, dass sich an dieser Anlehnung auch in den letzten beiden Nummern "What You Doing" und (dem sehr, sehr schnulzigen) "Between The Eyes" nix ändert.
Geile Kiss-Scheibe also? Well, wer auf deren 70er-Sound (wie u.a. der Rezensent) steht, dem taugt Out 2 Rock auf alle Fälle. Wirkt zwar ein wenig altbacken und längst nicht alle Nummern bleiben sogleich im Ohr, aber insgesamt macht das Album doch ziemlich Spaß (gut und stilecht produziert wurde es auch). Sommer-Soundtrack. Nicht unempfehlenswert.

Fuxx

4 von 6 Punkten

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