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Supercharger - Handgrenade Blues

Supercharger - Handgrenade Blues
Stil: Rock
VÖ: 12. März 2010
Zeit: 50:17
Label: Twilight Vertrieb
Homepage: www.supercharger.dk

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Eigentlich sind mir Turnschuhträger suspekt, zumindest, wenn sie Musik machen. Meist trifft der dabei erzeugte Lärm nicht wirklich meinen Geschmack, aber Ausnahmen bestätigen natürlich immer wieder die (nicht sonderlich ernst gemeinte) Regel. Eine dieser Ausnahmen kommt aus Dänemark und hört auf den Namen Supercharger.

Die musikalischen Kompressoren kommen äußerst unterhaltsam daher mit ihrer Mischung aus Rotzrock, Metal und einer gehörigen Portion Rock'n'Roll. Die Scheibe erzeugt über die gesamten 50 Minuten einen höllischen Groove und fährt sowohl ins Bein als auch in den Nacken. Dabei sind die Gewichtungen der einzelnen Zutaten durchaus nicht immer die gleichen. So besticht der Opener durch einen sehr stark an "Ballroom Blitz" erinnernden Drive, während "Join In And Loose It" durch teilweise deutliche Ähnlichkeiten mit einer fast unbekannten australischen Band eines gewissen Schuluniform-Trägers hervorsticht. Meistens sind die Tracks im gehobenen Geschwindigkeitsbereich angesiedelt und verbreiten gute Laune pur, eher selten sind die etwas verhalteneren Momente (z.B. "By Gold"), die aber immer noch mindestens Midtempo-Charakter haben und trotzdem die benötigte Abwechslung ins Spiel bringen. Wirklich innovativ ist das Ganze natürlich nicht, aber so lange Musik solch einen Spaß macht, kann ich locker drüber hinweg sehen, dass die Protagonisten bei ihrer Arbeit innerhalb der selbst gewählten Genregrenzen bleiben.

Für den Sound von "Handgrenade Blues" war kein Geringerer als Tue Madsen (u.a. The Haunted und Born From Pain) verantwortlich, der die Scheibe zwar sehr sauber abgemischt hat, was aber gar nicht mal störend oder unpassend wirkt, sondern die Mucke der Dänen knackig und auf den Punkt präsentiert. Die Instrumente klingen sauber gespielt, die Gitarren klingen oftmals wirklich mitreißend und der Gesang dreckig genug, um der Scheibe das gewisse Etwas zu verpassen.

Knackige Mucke, die am besten mit einem Bier in der Hand genossen werden sollte. Bestens geeignet zur Beschallung einer Party, aber auch, um die eigene Laune zu heben, wenn's persönlich mal wieder etwas zäh zu sein scheint. Prost!

Hannes

5 von 6 Punkten

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