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Wintermond - Desiderium

Wintermond - Desiderium
Stil: Gothic Rock
VÖ: 29. Januar 2010
Zeit: 54:43
Label: Danse Macabre Records
Homepage: www.wintermond.net
MySpace: www.myspace.com/wintermond

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In Anbetracht der nicht enden wollenden Flut neuer Bands im Rock- und Metal-Sektor fühlt man sich glatt zur Annahme gerissen, dass jeder zweite Mensch da draußen, der diese Musik mag, auch gleich selbst in einer Band verpflichtet ist. Der Markt ist umkämpft wie nie, und eine Möglichkeit, an den heiß ersehnten Plattenvertrag zu kommen, besteht darin, sich in einem so genannten Kontest gegen die Konkurrenz zu behaupten. Auf diesem Wege schaffte schließlich auch die Band Wintermond den großen Sprung, gewann den Battle Of The Bands 2008, ist nun bei Danse Macabre zu Hause und legt uns ihr Debüt Desiderium vor.

Der dunklen Szene verpflichtet, griff kein Geringerer als Bruno Kramm der jungen Truppe unter die Arme und hat das Mastering des Albums übernommen. Was man auf ihm zu hören bekommt, lässt sich wohl am ehesten als Gothic Rock bezeichnen. Meist sanft, aber doch energisch, melancholisch und melodisch zeigen die elf Kompositionen, dass die vier Jungs und das Mädel mit dem Herzen bei der Sache sind. Wenngleich kein Überflieger unter den Songs zu finden ist, kann man in punkto Songwriting Wintermond nichts vorwerfen. Auch die instrumentale Umsetzung gibt keinen Grund zum Meckern.

Alles schön und gut, wenn die Sache nicht noch einen Haken hätte. Wenn im Schreiben des Promoters die "unverwechselbaren Stimmen von Didic und Gabrielle" genannt werden, so ist das "unverwechselbar" nicht unbedingt im positiven Sinne zu begreifen. Der Gesang von Didic, der nebenbei auch noch für Gitarre und Synthesizer verantwortlich ist, orientiert sich ein wenig an dem von Tilo Wolff (Lacrimosa), passt also wunderbar ins Genre. Dummerweise wird gleich im ersten Song offenbar, dass Didic immer wieder echte Probleme hat, den Ton zu treffen oder ihn zu halten. So gerät er mit jeder Sprosse, die er die Tonleiter höher steigt, auch ein Stückchen weiter ins Wanken. Seine Partnerin Gabrielle dagegen könnte wesentlich mehr Volumen vertragen, trifft ebenfalls nicht jeden Ton und im Duett wollen die beiden bisweilen so gar nicht harmonieren. Das schmälert das Hörvergnügen doch beträchtlich. Und schade ist es obendrein. Denn Songs wie "Geisterliebe" oder "Sternenkönigin" haben wirklich Potential. Mit dem finalen Bonustrack "Für Die Ewigkeit" schießt Didic den Vogel dann aber völlig ab und fällt total aus seiner Rolle. Katzen, vertieft in ihre Balzrituale, können besser singen.

Ich möchte mich auf die positiven Seiten von Desiderium besinnen und ihm drei Punkte geben, aber der Gesang ist nun einmal die Achillesferse eines Albums. Und gerade im auserwählten Genre liegt da die Messlatte verdammt hoch. Zwei Punkte also - wenn hier jedoch noch fleißig gearbeitet und Zielwasser getrunken wird, darf man auf Desideriums Nachfolger gespannt sein.

Dagger

2 von 6 Punkten

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