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My Ruin - A Prayer Under Pressure Of Violent Anguish (Re-Release)

My Ruin - A Prayer Under Pressure Of Violent Anguish (Re-Release)
Stil: Hardcore
VÖ: 04. November 2009
Zeit: 45:21
Label: Metal Mind Productions
Homepage: -

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Kaum habe ich mich durch das Re-Release des ersten My Ruin-Werkes Speak & Destroy gekämpft, liegt mir doch glatt schon wieder eine Scheibe dieser Kapelle vor. Und wieder handelt es sich um ein Re-Release - diesmal des zweiten Albums A Prayer Under Pressure Of Violent Anguish, welches ursprünglich im Jahre 2000 das Licht der Welt erblickte. Die Berührungsängste mit dem Stil der Amerikaner waren beim zweiten Anlauf nicht ganz so groß, habe ich mich doch mit dem Debüt inzwischen halbwegs angefreundet. Hilfreich dabei ist, dass dieses Album weit weniger sperrig als der experimentelle Vorgänger klingt. Klar, Hard Rock gibt es, obwohl auch hier wieder ein Papperl auf dem Cover genau dies beharrlich verspricht, nicht zu hören. Dafür ist aber in diesem Silberling von My Ruin, im Gegensatz zum letzten, ein ganzer Haufen Metal oder, besser gesagt, Hardcore, Emo, Screamo sowie etwas Nu Metal und Crossover verpackt.

Zusätzlich scheint der Fronterin Tairrie B bei den Aufnahmen zu dieser Scheibe eine deftige Laus über die Leber gelaufen zu sein, denn die Aggressionen, die die zierliche Dame hier stimmlich aufs Band würgt, sind unglaublich. Nicht umsonst stellt Gitarrist und inzwischen Ehemann Mick Murphy Frau B im Intro zu "Rockstar" so vor: "This girl is harder than all you motherfuckers out there". Überhaupt haben My Ruin mehrere Schaufeln Härte im Vergleich zum Vorgänger nachgelegt und können so problemlos auch mit aktuellen Hardcore-Knüppelkapellen mithalten - auch wenn es um die Verwendung des berühmten F-Wortes geht. Die Texte werden diesmal vornehmlich dazu genutzt, um sich an Gott, Glauben und Kirche auszulassen. Leider haben dafür die von mir bei dem Debüt so hervorgehobenen und allgegenwärtigen, hypnotischen Sprachgesänge deutlich an Raum eingebüßt, so dass es ohne Textheftchen gar nicht mehr so einfach ist, Tairries Gegrunze zu folgen. Die vermehrt eingesetzten Hardcoreriffs drücken böse aus dem Hintergrund und verpassen dem Gesamtsound eine vernünftige Portion Groove. Etwas angestaubt klingen dagegen die Nu-Metal- und Crossover-Anleihen wie etwa bei "Sanctuary". Das war vor zehn Jahren eventuell noch ganz cool, heute will man sich sowas aber nur noch bedingt oder wenn, dann aus nostalgischen Gründen anhören. Nichtsdestotrotz, My Ruin kann Freunde extremer, gutturaler Frauenstimmen gut unterhalten und mit dem Re-Release von Under Pressure Of Violent Anguish sicherlich auch bei dem ein oder anderen Screamo- und Hardcorefan punkten.

Sebbes

4 von 6 Punkten

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