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The Wounded Kings - The Shadow Over Atlantis

The Wounded Kings - The Shadow Over Atlantis
Stil: Doom Metal
VÖ: 11. Januar 2010
Zeit: 41:36
Label: I Hate Records
Homepage: -
MySpace: www.myspace.com/thewoundedkings2

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The Wounded King gilt auch als König der Fischer, einer Figur aus der Arthursaga und gilt allgemein als der Gralshüter. Die arme Gestalt verletzte sich meist an den Knien und auf die sinke ich nach mehrmaligem Genuss der neuen Scheibe The Shadow Over Atlantis des britischen Duos The Wounded Kings. Nicht unbedingt aus Ehrfurcht, doch dazu später mehr. Steve Mills, der auch für Studio und Produktion verantwortlich zeichnet, und sein Kompagnon George Birch wollen mit dem Album sich des Projektcharakters entledigen und dank zwei neuen Mitmusikern auch live den Schatten über Atlantis an den Mann und die Frau bringen.

Vier ausufernde Stücke und zwei kleine Zwischenspiele bringen dem Hörer die Welt Atlantis' näher. Die intelligenten Texte passen gut zur gebotenen Musik. Das ist das Stichwort. Zäher schwerer Doom der reinen Lehre erwartet in erfrischend natürlichem Sound die Hörmuscheln. Zerbrechlich und einige Male ruhig und getragen werden die Stücke riffarm imposant angegangen. Gitarrist, Drummer und Mädchen für alles, Steve Mills, baut die Stücke atmosphärisch auf, jedoch ist die immer gleiche mittlere Stimmlage von Sänger George auf die Dauer nervig. Nicht, weil er nicht singen könnte. Nein, man hofft mal auf einen Ausreißer nach oben oder unten, aber da passiert nichts. Da sind die instrumentalen Parts bei weitem knackiger. "Baptism Of Atlantis" zieht sich durch verspielt solierende Gitarren mit Ausklang des Textes in den letzten guten drei Minuten das Rockkleidchen an. "The Swirling Mist" und "The Sons Of Belial" sind durch ihre Eindimensionalität eindeutig zu lang geraten, man sehnt das Ende irgendwie herbei.

In schwermütiger Stimmung passend zu langen kalten Wintertagen macht sich das Album für Doom-Interessierte sicherlich gut und nimmt den Hörer auf eine lange Reise, die mir zu zäh und langatmig erscheint, mit. Ein oder zwei Songs kann man sich in Reihe anhören, danach artet es in Zwang aus und das sollte eben beim liebsten unerotischen Zeitvertreib nicht der Fall sein. Langsam, zäh, schleppend und mitreißend, das sind Attribute, die dann mehr für Reverend Bizarre als The Wounded Kings stehen. Ähnlich klingend wie die US-Boys von Apostle Of Solitude, aber nicht ganz so gut. Doomjünger sollten aber auf alle Fälle mal reinhören.

Siebi

3 von 6 Punkten

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