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Dir En Grey - Average Blasphemy (DVD)

Dir En Grey - Average Blasphemy (DVD)
Stil: Visual Rock
VÖ: 23. September 2009
Zeit: 56:49
Label: Okami Records
Homepage: www.direngrey.co.jp
MySpace: www.myspace.com/direngrey

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Gerade einmal vier Monate nachdem die japanischen Shootingstars Dir En Grey eine Sammlung diverser Live-Mitschnitte unter dem Titel A Knot Of Dir En Grey als DVD in die Verkaufsregale brachten, folgt nun auch schon der nächste Bilderstreich. Average Blasphemy heißt das gute Stück und enthält alle Musikvideos, die im Zuge der letzten beiden Longplayer The Marrow Of A Bone und Uroboros produziert wurden. Das sind immerhin fünf Stück pro Album! Und dazu gibt es dann noch drei Clips mit Live-Aufnahmen.

Die Sammlung startet mit der knapp zehnminütigen Version vom Antikriegslied "Vinushka". Das Video zeigt die ausgeflippte Band von einer ungewohnt "seriösen" Seite und belegt darüber hinaus, dass die fünf Jungs aus Osaka schon anno 2008 alle Trademarks einer Visual-Kei-Kapelle abgestreift hatten. Es folgt eine kunterbunte Achterbahnfahrt durch einen wahren Dschungel extremer und bizarrer Impressionen. Vom abstrakten "Dozing Green" über die schemenhaft gespenstischen Visionen in "Glass Skin" führt die Reise zu den komplett animierten Clips von "Reiketsu Nariseba" und "Agitated Screams Of Maggots", vom dem wohl auch das Artwork zur vorliegenden DVD inspiriert wurde. Richtig grob wird es dann im Video zu "Grief", das die Band im Schlachthaus zwischen aufgeknüpften Leichenteilen zeigt, während das nächste Opfer bereits gefesselt auf den Fleischer wartet. Verdammt kranker Stoff eben, passend zur Musik. Und irgendwo muss ja auch die FSK 16 begründet liegen. Das könnten wir natürlich auch den blutigen Bildern aus der japanischen SM-Unterwelt in "Ryoujoku Na Ame" verdanken. Wer weiß das schon.
Das Auftreten der Musiker in "Clever Sleazoid" aus 2007 markiert einen Trittstein in ihrer Entwicklung von Visual Kei hin zu einer Band, die sich immer deutlicher am westlichen Emo- und Metalcore-Style orientiert. Irgendwo zwischen Collage und Dekonstruktion bewegt sich schließlich "Red Soil". Danach gibt es noch die gekürzte Promo-Version von "Vinushka" und alternative Videos zu "Clever Sleazoid", "Agitated Screams Of Maggots" und "Conceived Sorrow" mit zusammen geschnittenen Live-Aufnahmen zu betrachten.

Abschließend lässt sich feststellen: das Material auf Average Blasphemy dokumentiert ein Kapitel einer Band, die sich auf der Suche nach Identität einen eigenen Mikrokosmos geschaffen hat. Alle präsentierten Musikvideos sind kunstvoll arrangiert und offenbaren viel Liebe zum Detail. Für eingefleischte Fans und Sammler ist der Erwerb des Datenträgers daher sicherlich Ehrensache. Einem Gros der Schaulustigen wird es dagegen gewiss genügen, sich das Material auf den einschlägigen Seiten im World Wide Web zu Gemüte zu führen.

Dagger

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