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Miseration - The Mirroring Shadow

Miseration - The Mirroring Shadow
Stil: Death Metal
VÖ: 13. November 2009
Zeit: 36:03
Label: Lifeforce Records
Homepage: -
MySpace: www.myspace.com/miseration

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Na, da hat sich die Band aber ins Zeug gelegt und am eigenen Stil gearbeitet! Denn auch wenn das Erstlingswerk von Miseration beim Rezensenten bedingt positiv wegkam, gab es doch einige Kritikpunkte meinerseits an verschiedenen Aspekten des Debüts. Ein Großteil davon ist auf dem aktuellen Longplayer nicht mehr zu finden, was auch (oder sogar vor allem) am deutlich geänderten Stil der schwedischen All-Star-Band liegt.

Ergingen sich die Mannen um Scar Symmetry-Goldkehlchen Christian Älvestam letztes Jahr noch in einer Mischung aus Melodic und Old School Death Metals schwedischer Prägung mit modernen Einsprengseln, haben sie anno 2009 den melodischen Ballast fast komplett über Bord geworfen, den Klargesang völlig verbannt und allgemein die Härteschraube um mehrere Umdrehungen angezogen. Deutlich amerikanischer ist der Sound von Miseration geworden und erinnert oftmals an Combos aus dem New Yorker Umfeld wie Immolation oder Incantation, ohne die skandinavischen Wurzeln völlig zu verleugnen. Denn auch mächtige Groovepassagen haben ihren Weg auf den Silberling gefunden, was dem Facettenreichtum der Scheibe sehr gut zu Gesichte steht.

Hand in Hand mit dem erneuerten Stil geht auch die Performance der Band, denn auf A Mirroring Shadow klingen sie noch tighter als auf dem letztjährigen Output. Vor allem die Leistung von Sänger Christian ist aller Ehren wert, so intensiv und glaubwürdig war er letztes Jahr noch nicht. Auch das Drumming kann mich absolut überzeugen, richtig fettes Schlagzeugspiel auf einem Fundament von treibendem Doublebass, ohne den Hörer mit den ewig gleichen Blastbeat-Attacken zu erschlagen. Der Rest der Band hält problemlos das Niveau vom technisch eh schon starken Vorgänger, womit es also an der Instrumentalfront nichts zu meckern gibt. Genauso wenig übrigens wie an der Produktionsfront, denn der Rundling klingt gar lecker-fett und tritt mit seiner Abmischung so richtig Popo. Nur der Umfang der Platte ist mit 36 Minuten dann doch arg knapp geworden, auch wenn das Ding intensiv genug ist, diese kleine Schwäche zu überspielen.

The Mirroring Shadow ist definitiv eine Steigerung im Vergleich zum Vorgänger und zwar eine recht deutliche. Ich finde es erfreulich, dass eine Band an ihrem Stil arbeiten kann, ohne sich selbst zu verleugnen. Auch wenn es noch kein Meilenstein der Musikgeschichte ist, so stellt das Album doch eine richtig runde Sache dar und kann auf ein Wort reduziert werden: gut!

Hannes

5 von 6 Punkten

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