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Eldorado - Golden

Eldorado - Golden
Stil: Hard Rock, Vintage Rock
VÖ: 11. August 2009
Zeit: 39:44
Label: Eldorado
Homepage: -
MySpace: www.myspace.com/enbuscadeeldorado

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Wem Eldorado aus Madrid bis dato noch nicht geläufig waren, der wird spätestens bei der Erwähnung des Namens Richard Chycki, seines Zeichens Starproduzent für solche Acts wie Aerosmith, Rush, Seal, Pink, Simple Plan oder auch Gotthard (Need To Believe) äußerst hellhörig. Chycki zeigte sich bereits für das Debut der Spanier En Busca De Eldorado (2008) verantwortlich und saß eben auch bei den Aufnahmen des zweiten Outputs Golden (Album) hinter den Reglern. Als 'New Vintage Rock' bezeichnen Jesus Trulijo (Voc.), Nano Paramio (Git.), Cesar Sanchez (Bass) und Javi Planelles (Drums) ihre tief in den 60ern und 70ern verwurzelte Spielart härterer Klänge und präsentieren sich als vier herausragende musikalische Individualisten, denen es auf einem Großteil der Scheibe gelingt, ihre Talente zu bündeln und so exzellente Songs entstehen zu lassen.
Den Anfang macht dabei der Uptempo-Rocker "The House Of The 7 Smokestacks" (geiler Titel), in dem Eldorado das Beste aus alten The Cult und den flotteren Nummern der Black Crowes zu verquicken wissen und in dem vom ersten Akkord beziehungsweise dem ersten gesungenen Ton an klar wird, dass Trulijo und Paramio jeweils in der Champions League ihrer Professionen spielen. "The Rocket Song" nimmt das initiale Zuspiel elegant auf, so dass kein Verlust, weder an Grundtempo noch an 'Vorwärts-Geist' zu verzeichnen ist. Spätestens hier muss jedem deutlich werden, dass es sich in Trulijos Fall um einen Ausnahmesänger handelt, dessen Röhre nah am Reibeisen Rod Stewarts (des Frühen, wie er zu Zeiten der Faces oder der Jeff Beck-Band klang) liegt, eventuell gewürzt mit ein wenig John Corabi (einst Sänger bei The Scream, Mötley Crüe auf dem gleichnamigen Album und Gitarrist bei Ratt). Extraklasse!
Nach dem rasanten Einstieg, in dem sich nicht zuletzt auch die Rhythmussektion als eingespieltes, technisch über jede Kritik erhabenes Duo erweist, schlagen Eldorado in "Atlantico" erstmals ruhigere Töne an. Man stelle sich vor: "Strawberry Fields" meets "Mistreated" meets "Shine On You Crazy Diamond", so ergibt sich in etwa die Klanglandschaft, in der "Atlantico" angesiedelt ist. Ein vielfarbiges Stück Kunst, aus dem Paramio ein ums andere Mal mit Soli der alten Blackmore-Schule ins Scheinwerferlicht tritt. Das folgende "Falling, Falling" entfaltet sich rund um ein Riff, das an "Politican" von The Cream erinnert und bietet im Midtempo erneut ein emotionales Wechselspiel von lauten und leisen Tönen, so dass die erste Hälfte von Golden nicht den kleinsten Anlass zur Kritik liefert.
Der stellt sich erst danach ein, denn Eldorado wagen sich an ein Cover von "I Don't Need No Doctor", im Original von Ray Charles, das seine Bekanntheit 1971 durch Humble Pie erreichte und in Metal-Kreisen durch die Version von W.A.S.P. (auf Inside The Electric Circus) zum Smash-Hit avancierte. Sowohl Steve Marriott, Peter Frampton und Co. als auch Mr. Lawless und Mr. Holmes machten ihre Sache in diesem Falle um einiges besser und so hätten Eldorado meiner Meinung nach lieber eine weitere Eigenkomposition aufs Album gepackt. Trotz ausgefeilter Komposition und zum wiederholten Male eines Solos, vor dem alle Hüte gezogen werden müssen, erreicht die folgende Akustik-Ballade "The Worst Of My Myself" (noch mal Rod Stewart und Aerosmith können zum Vergleich herhalten), wohl auch der kurzen Spielzeit von nur 3:14 Minuten geschuldet, nicht die Power der ersten Stücke.
Ab "Free (A Chain Reaction)" kann der Rotstift aber wieder getrost weggepackt werden, denn besagter Song zeigt sich in aller Erdigkeit und Härte als naher Verwandter berühmter Rainbow-Kompositionen wie "Kill The King" oder "Long Live Rock'n'Roll" und birgt gitarrentechnisch das Beste, was dem Rezensenten seit langem zu Ohren gekommen ist. Live muss es bei der Nummer abgehn wie Hölle. "Tarot TV" spinnt den Blackmore-Faden weiter, dreht aber das Rad in Richtung Deep Purple ("Pictures Of Home", "Hard Lovin' Man") gekonnt noch ein Stückchen weiter zurück. Am Ende landen Eldorado zwar in gedrosseltem Tempo, aber mit gewichtigen Schritten in Form einiger Monster-Riffs in "The Jackarta Club" und beweisen als Quartett noch mal 4:26 Minuten lang, dass wir es hier mit einem Act zu tun haben, dessen Liedgut alles zu bieten hat, um zu zukünftiger Größe heranzuwachsen.
Wäre da nicht der kurze Durchhänger in der Mitte von Golden, wäre die Bestnote obligatorisch. Allerdings sollte jeder, der Vorlieben für erwähnte Referenz-Formationen hegt, die Scheibe antesten. Enttäuschung ausgeschlossen!

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5 von 6 Punkten

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